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Miami (Volk)

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Das Grab von Miami Chef Francis Godfroy am Chef Francis Godfroy Friedhof, Miami County, Indiana.

Die Miami sind ein Indianer-Stamm der Algonkin-Sprachfamilie. Sie lebten ursprünglich in den heutigen US-Bundesstaaten Indiana und Ohio. Der Name Miami leitet sich von ihrem Autonym Myaamia (Plural: Myaamiaki) in der Miami-Illinois-Sprache ab und bedeutet ‘Volk, das flussabwärts lebt’. Manche Quellen behaupten, sie hätten sich Twightwee (oder Twatwa) genannt, angeblich ein lautmalerischer Verweis auf ihren heiligen Vogel - den Kanadakranich (auch ‘Sandhügelkranich’). Neuere Forschungen ergaben jedoch, dass Twightwee sich von Tuwéhtuwe aus der Sprache der Lenni Lenape für die Miami ableitet. Eine weitere übliche und noch heute von den Miami benutzte Bezeichnung war und ist Mihtohseeniaki (‘das Volk’).

Der traditionelle Hauptort des Stammes war Kekionga, das innerhalb der Grenzen des heutigen Fort Wayne in Indiana lag.

Stämme der Miami

Die Piankeshaw und Wea schlossen sich später den Peoria und Kaskaskai (Mitglieder der fast vernichteten Illinois-Konföderation) an. Zusammen bilden sie heute die United Peoria, Kaskaskia, Wea, and Piankashaw. Heute gibt es 2.000 eingeschriebene Stammesmitglieder, die jeweils von zwei der einst mächtigsten Algonkin-Konföderationen abstammen - den Miami sowie den Illinois.

Geschichte

Die Miami wurden gemäß dem Vertrag von Mississinwas (1826), den der Häuptling Jean Baptiste de Richardville unter seinem englischen Namen Joseph Richardville unterschrieb, nach Oklahoma zwangsumgesiedelt. Der Vertrag erlaubte es Richardville und seinen Nachkommen, in Fort Wayne zu bleiben, während seine Leute den Staat verlassen mussten. Noch heute leben die Miami in Oklahoma. Von den rund 2.000 Stammesmitgliedern spricht niemand mehr ihre traditionelle Sprache.

Der Maumee River, der von Fort Wayne nach Toledo fließt, wurde nach den Miami benannt.

Siehe auch: Miami, Miami River, Liste nordamerikanischer Indianerstämme

Weblinks

 Commons: Miami (tribe) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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