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Michael Behm (* 29. September 1612 in Königsberg; † 31. August 1650 ebenda) war ein evangelischer Theologe.
Inhaltsverzeichnis |
Michael Behm wurde als Sohn des Königsberger Professors für Theologie Johann Behm und seiner Frau Ursula (geb. Rakau) geboren. Nach einem Studium in seiner Heimatstadt konnte er auf Kosten Georg Wilhelms von Brandenburg in Wittenberg studieren. Zurückgekehrt nach Königsberg wurde er 1640 Professor der Theologie und vertrat mit Cölestin Myslenta die strenge lutherische Ausrichtung an der Universität Königsberg. Dabei lernte er Georg Calixt und dessen Gedankenkreis kennen und vertrat auch die Toleranzpolitik des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg.
Der Kurfürst sandte ihn 1645 mit Christian Dreier zu dem vom König von Polen Władysław IV. Wasa veranstalteten Colloquium charitativum in Thorn. Während seiner Zeit schloss er sich auch dem Königsberger Dichterkreis um Robert Roberthin und Simon Dach an und betätigte sich als Verfasser theologischer Kontroverslitertur. Nach seinem Tode entstand ein zwei Jahre anhaltender Streit um ein kirchliches Begräbnis, welcher erst durch das Eingreifen des Kurfürsten beendigt wurde.
Sein gleichnamiger Sohn Michael Behm (1650–1702) war ebenfalls Theologe. Er hatte außerdem eine Tochter, Sophie, die den Medizinprofessor Sylvester Grabe am 28. April 1665 in Königsberg ehelichte. Der Ehe entstammen der Theologe Johannes Ernst Grabe sowie der Bibliothekar Sylvester Grabe.
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Behm, Michael |
| KURZBESCHREIBUNG | lutherischer Theologe |
| GEBURTSDATUM | 29. September 1612 |
| GEBURTSORT | Königsberg |
| STERBEDATUM | 31. August 1650 |
| STERBEORT | Königsberg |