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Johann Nepomuk Cosmas Michael Denis, auch Sined der Barde (* 27. September 1729 in Schärding, Bayern, heute Oberösterreich; † 29. September 1800 in Wien) war ein österreichischer Schriftsteller, Übersetzer, Bibliothekar und Zoologe.
Inhaltsverzeichnis |
Der Jesuit Denis war ab 1759 Professor am Wiener Theresianum und ab 1784 Kustos der Hofbibliothek in Wien. Sein schriftstellerisches Werk umfasst neulateinische Schuldramen in der jesuitischen Tradition, Lyrik und Kirchenlieder; die lyrischen Werke veröffentlichte er meist unter dem Pseudonym Sined der Barde (wobei Sined ein Anagramm seines Nachnamens darstellt). Denis schrieb auch bibliothekswissenschaftliche Werke und Lehrbücher sowie 1762 das erste österreichische Lesebuch.
Im ganzen deutschen Sprachraum bekannt wurde er durch die erste deutsche Übersetzung der Werke "Ossians" (1768/69), die als angebliche Werke eines gälischen Barden begeistert in ganz Europa aufgenommen wurden, jedoch eine zeitgenössische Erfindung des Schotten James Macpherson waren.
Denis half mehrere Jahre dem österreichischen Naturforscher Johann Ignaz Schiffermüller, die Schmetterlinge der Wiener Umgebung zu sammeln und zu bearbeiten. Als Ergebnis erschien 1775 das Systematische Verzeichnis der Schmetterlinge der Wienergegend. Die Schmetterlingsammlung im Kaiserlichen Hof-Naturalienkabinett verbrannte im Jahr 1848.
1801-1802 wurde der literarische Nachlass des 1800 verstorbenen Denis in zwei Bänden von Joseph Friedrich von Retzer (1754–1824) herausgegeben.
Im Jahr 1874 wurde in Wien Brigittenau (20. Bezirk) die Denisgasse nach ihm benannt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Denis, Michael |
| ALTERNATIVNAMEN | Denis, Johann Nepomuk Cosmas Michael; Sined der Barde (Pseudonym) |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Jesuit, Autor, Übersetzer, Bibliothekar und Zoologe |
| GEBURTSDATUM | 27. September 1729 |
| GEBURTSORT | Schärding |
| STERBEDATUM | 29. September 1800 |
| STERBEORT | Wien |