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| Microsoft Encarta | |
|---|---|
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| Entwickler | Microsoft |
| Aktuelle Version | Encarta Premium (2009) |
| Betriebssystem | Microsoft Windows |
| Kategorie | Enzyklopädie |
| Lizenz | Proprietär |
| Deutschsprachig | ja |
| Sonstiges | Entwicklung eingestellt |
Encarta war der Name einer elektronischen, multimedialen Enzyklopädie, die von dem Unternehmen Microsoft herausgegeben wurde. Sie war sowohl auf CD-ROM und DVD als auch mit beschränktem Zugriff im World Wide Web verfügbar. Die CD-/DVD-Ausgabe wurde jährlich neu aufgelegt und konnte teilweise über das Internet aktualisiert werden. Es existieren 50.000 Artikel mit insgesamt fast 20 Millionen Wörtern, dies soll ausgedruckt einem zwanzigbändigen Lexikon entsprechen. 2009 hat Microsoft sämtliche Encarta-Angebote eingestellt.[1] Viele Artikel basierten auf denen der ehemaligen Funk-and-Wagnalls-Enzyklopädie sowie der Collier’s Encyclopedia, deren Online-Rechte Microsoft 1998 erwarb. Nach allen längeren Artikeln waren die Namen und teilweise die Qualifikationen der Autoren aufgelistet.
Die Encarta erschien weltweit in verschiedenen Sprachversionen; die Inhalte wurden dabei von lokalen Redaktionsteams bearbeitet und unterschieden sich in ihren Schwerpunktsetzungen und Bewertungen. So enthielt beispielsweise die niederländische Version Texte aus der Winkler-Prins-Enzyklopädie, die Encarta Africana setzte Schwerpunkte im Bereich der afroamerikanischen Kultur.
Inhaltsverzeichnis |
Die deutschsprachige Ausgabe erschien in drei Versionen:
Dabei wird zusätzlich noch zwischen CD- und DVD-Varianten unterschieden.
Ab der Ausgabe von 2003 wurde ein zweisprachiges Englischwörterbuch integriert, das von Langenscheidt lizenziert wurde.
Für die 2004er-Ausgabe wurden 31 Videofilme des Fernsehsenders Discovery Channel aus den Bereichen Biologie und Naturwissenschaften lizenziert.
In der 2005er Version wurde ein Kinderlexikon, Encarta-Kids, mit über 500 Artikeln integriert.
CD-Version bestand aus zwei (Standard-Version) bzw. vier CDs (Professional-Version):
In Encarta 2007 gab es keine Plus- oder Professional-Version mehr. Encarta 2007 entsprach der Professional-Version des Vorgängers. Die normale Version bekam den Namenszusatz Standard.
Mitte 2008 wurde die deutsche Encarta-Redaktion nach dreizehn Jahren aufgelöst.[2]
Im Frühjahr 2009 gab Microsoft bekannt, dass Encarta im Laufe des Jahres eingestellt werde. Bis Juni sollte der Softwareverkauf beendet werden, am 31. Oktober 2009 wurde die Onlineversion in allen Sprachen außer dem Japanischen abgeschaltet. Die japanische Fassung folgte zum Jahreswechsel 2009.
Die Version Encarta Premium 2009 stellte somit die letzte im Handel verfügbare Version dar.
Der Encarta Weltatlas wurde mit der Ausgabe 2001 als separates Produkt eingestellt und war danach nur noch zusammen mit der Encarta Professional verfügbar. Er verzeichnete 1,8 Millionen Orte und bot zoombare Karten mit ergänzenden Informationen wie einem Länderlexikon sowie Statistiken.
Weitere Beigaben waren ein so genannter Recherche-Planer, ein Diagramm-Assistent, das Lernstudio und ab der 2004er-Ausgabe der Wissenskompass (eine Entsprechung zum Wissensnetz des Brockhaus, laut c't (Test in Ausgabe 13/2003) jedoch ein Gimmick ohne Nutzwert), sowie Englishtown, einen Zugriff auf Online-Englischkurse. Zudem bot Encarta 2007 in der speziellen Lernen-und-Wissen-Version eine Art Gleichungsrechner, mit dem man schnell und einfach mathematische Gleichungen lösen können sollte.
Die Online-Ausgabe der Encarta war in Microsofts MSN-Portal eingebunden und über de.encarta.msn.com erreichbar. Die Textbasis war jedoch gegenüber der CD-ROM-Ausgabe geringer und lag zuletzt bei ungefähr 47.000 verfügbaren Artikeln. Die Onlineversion wurde am 1. November 2009 abgeschaltet.
Im Frühling 2005 begann Microsoft auf den Beta-Seiten von MSN mit dem Ausbau der Feedback-Methoden für die Texte. Leser wurden aufgefordert, Vorschläge für Ergänzungen oder Korrekturen zu machen. In Medienberichten wurde über eine Inspiration durch die Wikipedia spekuliert.