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Windows 2000, kurz W2K oder Win 2k (von k=1000), ist ein Betriebssystem von Microsoft. Es ist eine Weiterentwicklung von Windows NT 4.0. Die interne Bezeichnung bei Microsoft lautet Windows NT 5.0.
Inhaltsverzeichnis |
Neuheiten im Vergleich zu Windows NT 4.0:
Windows 2000 wurde gleich zu Beginn in mehreren Versionen veröffentlicht, die sich unter anderem durch die Anzahl der benutzbaren Prozessoren und des unterstützten Arbeitsspeichers unterscheiden und jeweils für ein bestimmtes Aufgabenfeld bestimmt sind:
Anders als bei seinen Nachfolgern ist bei Windows 2000 noch keine Produktaktivierung durch Microsoft erforderlich.
Windows 2000 besitzt einen modularen Aufbau. Die unterste Ebene bildet der HAL. Darauf bauen der eigentliche Betriebssystem-Kern und die Subsysteme auf. Der HAL selbst wurde für frühere Windows-NT-Versionen hardwareunabhängig entwickelt, läuft jetzt aber nur noch auf x86-CPUs. Der Betriebssystemkern kümmert sich um die Vergabe des Arbeitsspeichers und der Rechenzeit. Auf den Kern setzen die verschiedenen Subsysteme (Win32, OS2 und POSIX) auf. Dem Win32-Subsystem kommt dabei die größte Bedeutung zu, da es sich auch um den Fensteraufbau kümmert und die Signale der Eingabegeräte verarbeitet. Mit Windows NT 4.0 hat Microsoft Teile des GDI-Systems mit in den Kernel-Bereich genommen.
Die Subsysteme arbeiten in der Regel nur auf Ring 3 (Privilegierungsstufe). Dadurch ist der Betriebssystemkern selbst vor Abstürzen in den Programmen geschützt.
Die erste Beta-Version wurde am 27. September 1997 noch als Windows NT 5.0 herausgegeben. Diese Betaversion unterstützte zum letzten Mal den Alpha-Prozessor, die es in der endgültigen Version nicht mehr gab. Erst im Oktober 1998 wurde dann der Name Windows 2000 durch Microsoft offiziell festgelegt. Nach weiteren Betas und insgesamt drei Freigabekandidaten wurde Windows 2000 am 17. Februar 2000 veröffentlicht, die Datacenter-Version folgte am 29. September 2000.
Windows 2000 Professional war im Gegensatz zu den Produkten der Windows-9x-Reihe für den Business-Bereich konzipiert und wurde während der ersten Jahre ganz überwiegend in Unternehmen eingesetzt. Allein der hohe Einführungspreis von rund 800 DM schreckte die breite Masse der Nutzer vom Kauf dieses Betriebssystems ab. Wegen der hohen Stabilität und der hohen Kompatibilität zu Windows-XP-Software fand das Betriebssystem auch im Privatbereich zunehmende Beachtung, zumal USB-Unterstützung, DirectX, Multimediatreiber und andere Funktionen für eine hohe Kompatibilität mit Geräten und Anwendungen bis hin zu vielen Spielen im Heimbereich sorgen.
| Titel | Datum | Größe |
|---|---|---|
| Service Pack 1, deutsch[4] | 9. August 2000 | > 80 MB |
| Service Pack 2, deutsch[5] | 15. Mai 2001 | 100 MB |
| Service Pack 3, deutsch[6] | 1. August 2002 | 125 MB |
| Service Pack 4, deutsch | 20. Juni 2003 | 129,6 MB |
| Update Rollup 1 Version 2, deutsch | 13. September 2005 | 30,9 MB |
Windows 2000 wird seit April 2005 offiziell nicht mehr vertrieben. Die umfassende Unterstützung mit Hotlines lief am 30. Juni 2005 aus. Bis zum 13. Juli 2010 lieferte Microsoft im Rahmen der erweiterten Unterstützung („Extended Support“) noch Sicherheitsaktualisierungen.
Ende 2009 waren noch rund 61.000 Installationen mit Windows 2000 Server in Deutschland im Betrieb.[7] Microsoft hatte angekündigt, das Betriebssystem bis 13. Juli 2010 mit sicherheitskritischen Korrekturen zu unterstützen („Extended Support“). Viele Firmen gingen davon aus, dass das System bis dahin noch ausreichend war. Das Service Pack 4 war allerdings das letzte Service Pack. Bis zum Ende des Supports konnte das Betriebssystem – gegebenenfalls durch Softwarekomponenten anderer Hersteller – in allen wichtigen Anwendungsbereichen Office, Internet und Multimedia mit der aktuellen Entwicklung Schritt halten.
Das letzte unter Windows 2000 nutzbare Microsoft Office ist die Version 2003. Office 2007 lässt sich nicht mehr installieren. Administratoren kritisieren dies als Windows-Zwangsupdate, zumal sich Office 2007 mithilfe einer gepatchten Installationsdatei unter Windows 2000 installieren ließe und lauffähig wäre.[8] OpenOffice.org unterstützt das System weiterhin.[9] Aktuelle Hardware lässt sich unter Windows 2000 bis heute oft nutzen. Gerätetreiber für Windows 2000 sind oftmals identisch mit denen für Windows XP. Einige neuere Multimedia-Komponenten wie TV-Karten, Kameras und Scanner setzen aber zumindest Windows XP voraus, teilweise auch XP mit höheren Servicepacks. Digitalkameras lassen sich jedoch meist auch ohne spezielle Treiber als Wechseldatenträger ansprechen. Heutzutage wird Windows 2000 beispielsweise noch oft in Kontoauszugsdruckern verwendet.
Für private Nutzung stellt sich die aktuelle Situation anders dar. Ursprünglich sollte Windows 2000 durch die Heimvariante Windows Neptune ergänzt werden, die sogar bis zum Alpha-Status entwickelt wurde. Daher konnte Windows 2000 bereits mit einigen Funktionen des damals aktuellen Windows ME aufwarten. Dieses Projekt wurde aber mit der Einführung von Windows XP wieder verworfen. Dadurch wurde die Unterstützung von Multimediafunktionen und Spielen sowohl von Microsoft als auch von Spieleherstellern unattraktiv. Bestimmte Multimedia-Codecs und andere Schnittstellen stehen nicht mehr in aktuellen Versionen zur Verfügung. Direct X wird, ebenso wie unter Windows XP, noch in Version 9.0c von Microsoft mit Sicherheitsaktualisierungen unterstützt. Einige Komponenten (z. B. ASPI-Treiber) wurden nicht durch Service Packs nachgerüstet und müssen von Fremdanbietern den Treibern beigefügt werden. Heute gibt es viele Anwendungen, darunter vor allem aktuelle Spiele, die nicht mehr unter Windows 2000 installiert werden können. Ebenso lassen sich der Windows Defender und der Internet Explorer 7 unter Windows 2000 nicht installieren. .NET wird nur bis zur Version 2.0 für Windows 2000 unterstützt. Zudem wird Windows 2000 von den meisten Antivirenprogammen nicht mehr unterstützt.
| MS-DOS-Linie: | 1.0 • 2.x • 3.x • 95 • 98 (SE) • ME |
|---|---|
| NT-Linie: | NT 3.1 • NT 3.5/ 3.51 • NT 4.0 • 2000 • XP • XP Embedded • Server 2003 • WinFLP • Vista • Home Server • Server 2008 • 7 • Home Server 2011 |
| CE-Linie: | CE • Mobile • Phone |
| Zukünftig: | Windows 8 |