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Die Miroirs (dt. "Spiegel") sind ein von Maurice Ravel im Jahr 1905 komponierter Zyklus aus fünf Klavierstücken mit den Titeln:
Das Werk gehört neben Ravels späterem Zyklus Gaspard de la nuit und den Klavierwerken seines Zeitgenossen Claude Debussy zu den Schlüsselwerken des französischen Impressionismus, die für dieses Instrument komponiert wurden. Alle Stücke, besonders jedoch "Une barque sur l'océan" und "Alborada del gracioso", sind technisch außerordentlich anspruchsvoll und von einem virtuosen Klaviersatz geprägt, der Anregungen von Klavierwerken von Liszt, Mussorgsky, Debussy und früheren Klavierwerken Ravels aufgreift. Der Komponist nutzt das komplette technische, harmonische und klangliche Spektrum des Instruments, um in allen Stücken äußerst vielfältige und raffinierte Farbnuancen hervorzubringen.
Der Zyklus "Miroirs" wurde 1906 von dem mit Ravel befreundeten Pianisten Ricardo Viñes uraufgeführt.
Inhaltsverzeichnis |
Das technisch herausfordernde Stück folgt frei dem Verlauf einer ABA-Form mit einem langsameren Mittelteil und changiert immer wieder zwischen b-Moll und der parallelen Durtonart Ges-Dur und kann mit einem Nachtfalter assoziiert werden, der eine Lichtquelle umkreist und immer wieder zwischen Licht und Schatten wechselt.
Das zweite Stück ist ein überaus dunkles Werk, jedoch werden die melancholischen Töne durch helle, perlend zu spielende Melodien durchgehend verziert.
In diesem vergleichsweise anspruchsvollen Stück wird Ravels Wunsch, Bilder in Musik zu übertragen (Impressionismus), am deutlichsten. Das gesamte Stück wird, wie Ravel schrieb, „vom Pedal eingehüllt“ gespielt. Die Figuren der linken Hand bezwecken anfangs einen volleren Klang. Im weiteren Verlauf verteilt sich die Melodie auf beide Hände.
Das 4. Werk ist das sowohl technisch, als auch musikalisch anspruchsvollste Stück. Es wechseln sich beißend dissonante, kurz zu spielende und perlende Motive ab. Durch das Werk ziehen sich abwechselnd düstere und helle laute Partien, in denen die Hauptthemen immer wieder aufgegriffen werden. Nur durch perfekten Pedaleinsatz und präzise platzierte Betonungen ist die Melodie des jeweiligen Themas zu erkennen. Ebenso wichtig sind die genauen Unterschiede in der Lautstärke. Der Titel des Werkes ( "Morgenmusik eines Narren") steht im Widerspruch zum geforderten Können des Pianisten, jedoch im Einklang mit den verschiedenen Motiven und Themen des Stückes.
Das letzte Stück enthält, wie der Titel schon besagt, Glockenklänge, welche durch tiefe und laute Oktaven sowie hohe, leise, leichte Klänge dargestellt werden. In den späteren Werken Ravels werden Glockenschläge immer wieder aufgegriffen und spielen dort eine große Rolle.