|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
| |
| |
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Sachsen | |
| Landkreis: | Mittelsachsen | |
| Verwaltungs- gemeinschaft: |
Mittweida | |
| Höhe: | 280 m ü. NN | |
| Fläche: | 41,24 km² | |
| Einwohner: |
15.536 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 377 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 09648 | |
| Vorwahl: | 03727 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FG | |
| GemeindeschlĂĽssel: | 14 5 22 360 | |
| LOCODE: | DE MTW | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Markt 32 09648 Mittweida | |
| Webpräsenz: | ||
| OberbĂĽrgermeister: | Matthias Damm (CDU) | |
| Lage der Stadt Mittweida im Landkreis Mittelsachsen | ||
Mittweida ist eine GroĂźe Kreisstadt im Landkreis Mittelsachsen im Bundesland Sachsen. Sie ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Mittweida.
Inhaltsverzeichnis |
Mittweida liegt auf der Westseite des Zschopautals im Mittelsächsischen Bergland.
Angrenzende Gemeinden sind Altmittweida, Lichtenau, Erlau, Königshain-Wiederau, Kriebstein, Rossau und Seelitz, alle im Landkreis Mittelsachsen gelegen.
|
|
|
Mittweida wurde erstmals 1209 erwähnt und 1286 als oppidum (Stadt) bezeichnet. Um 1550 zählte Mittweida zu den mittelgroßen Städten Sachsens. Bereits im Mittelalter waren Tuchmacherei und Leinenweberei die wichtigsten Erwerbsquellen. Durch die Gründung einer Spinnerei im Jahre 1816 begann der Aufstieg Mittweidas zu einer der bedeutendsten Textilindustriestädte in Sachsen.
Während des Zweiten Weltkrieges verrichteten von Oktober 1944 bis April 1945 etwa 500 weibliche KZ-Häftlinge eines Außenlagers des KZ Flossenbürg für die C. Lorenz AG Berlin Zwangsarbeit und wurden unter den Häftlingsnummern 55240 bis 55739 registriert. Mindestens zwei von ihnen, Maria Lanella und Wlaska Fedasiuk, starben unter den unmenschlichen Lagerbedingungen.[2]
Das Verbot der in Mittweida tätigen rechtsextremen freien Kameradschaft Sturm 34 und der Prozess gegen einige ihrer Mitglieder sorgten 2007 und 2008 für ein überregionales Medienecho. Die Gruppe war 2006 in Mittweida gegründet worden und hatte in der Region mehrere brutale Überfälle verübt.
Im Jahr 2009 richtete Mittweida Sachsens größtes Volksfest, den 18. Tag der Sachsen, aus.
Am 1. November 1900 wurde Rößgen[3], am 1. August 1911 Neudörfchen[4], am 1. August 1923 Kockisch[5], am 1. Juli 1973 Zschöppichen (mit dem am 1. Oktober 1936 eingegliederten selbstständigen Gutsbezirk Neusorge)[6], am 1. Januar 1994 Ringethal (mit dem am 1. Januar 1952 eingegliederten Falkenhain), am 1. Januar 1996 Frankenau (mit dem am 1. Januar 1974 eingegliederten Thalheim)[7][8] und 1999 Lauenhain-Tanneberg (Zusammenschluss aus Lauenhain und Tanneberg am 1. Januar 1994)[7][9] eingemeindet.
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember)[10]:
|
1834 bis 1950 |
1960 bis 2000
|
2001 bis 2007
|
seit 2008
|
Die starken Schwankungen kommen daher, dass die Stadt Mittweida den Studenten den Semesterbeitrag bis 2010 erstattete, wenn sie ihren Hauptwohnsitz in Mittweida anmelden. Mit einer höheren Einwohnerzahl steht damit der Stadt auch mehr Finanzzuwendung in Form von Fördermitteln zu. Des Weiteren sind etwa 5.700 Studenten an der Fachhochschule eingeschrieben, die teilweise die Einwohnerzahl steigen lassen.
Ăśbersicht ĂĽber die BĂĽrgermeister seit 1833:
|
|
| Partei | 1994 | 1999 | 2004 | 2009 |
|---|---|---|---|---|
| CDU | 11 | 11 | 11 | 11 |
| DIE LINKE (bis 2004: PDS) | 4 | 5 | 7 | 5 |
| SPD | 4 | 4 | 2 | 2 |
| FDP | 2 | 2 | 2 | 3 |
| GRĂśNE | 1 | 0 | 0 | 1 |
Der Stadtrat von Mittweida als zweites Organ der Stadt nach der Süddeutschen Ratsverfassung setzt sich aus 22 Ratsleuten zusammen, die in der letzten Kommunalwahl am 7. Juni 2009 gewählt wurden (Wahlbeteiligung: 52,4 %)
Blasonierung: „In Gold ein schwarzer Löwe mit roter Zunge und Bewehrung.“ Das Wappentier, erstmals im Jahre 1423 nachweisbar, geht auf die Markgrafen von Meißen zurück.
Mittweida pflegt Partnerschaften mit Bornheim (Nordrhein-Westfalen), Viersen (Nordrhein-Westfalen), ÄŚeská LĂpa (Tschechien)und Gabrowo (Bulgarien). Daneben bestehen freundschaftliche Kontakte zu folgenden Orten: Thalheim-Gemeinden (T(h)alheimer Treffen), Slawutytsch (Ukraine), Weiz (Ă–sterreich), Peterborough (England), Lambersart (Frankreich), Bornem (Belgien), Bardejov (Slowakei), Molde (Norwegen), Calau (Deutschland)
Auf dem Kirchberg befindet sich das Heimatmuseum „Alte Pfarrhäuser“. Teil des Museums ist das „Johannes-Schilling-Haus“, welches Plastiken, Skizzen und Erfindungen des Bildhauers und Schöpfer des Niederwalddenkmals, Johannes Schilling zeigt. 2011 wurde ferner im ehemaligen Wohnhaus von Erich Loest die Loest-Ausstellung eröffnet, welche persönliche Gegenstände des Schriftstellers zeigt. Daneben gibt es noch ein privates Raumfahrtmuseum.
Auf dem Marktplatz steht eine rekonstruierte kursächsische Postdistanzsäule mit einem vierfachen Doppelwappen, wie es nur noch in Leisnig und Zwickau vorkommt, und der Marktbrunnen mit Jugendstil-Friedensengel. Die evangelisch-Lutherische Stadtkirche „Unser lieben Frauen“ auf dem Kirchberg stammt aus dem 15. Jahrhundert.
In Ringethal befindet sich eine Silbermann-Orgel[13], in Neudörfchen das Pumpspeicherwerk Mittweida.
Im Nachbardorf Zschöppichen befindet sich Schloss Neusorge aus dem 18. Jahrhundert.
Mittweida liegt neun bis elf Kilometer von der Bundesautobahn 4 entfernt. Anschlussstellen sind Hainichen, Chemnitz Ost oder Frankenberg. Am Bahnhof Mittweida halten stündlich Züge auf der Bahnstrecke Riesa–Chemnitz. In Stoßzeiten wird der Zugverkehr zwischen Mittweida und Chemnitz zu einem Halbstundentakt verdichtet.
Seit 1996 gehört das Krankenhaus zusammen mit den Häusern in Frankenberg und Rochlitz zur Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH[14], einem Krankenhaus der Regelversorgung mit 360 Betten. Seit 2010 ist die Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH Lehrkrankenhaus der Technischen Universität Dresden.
In Mittweida gibt es zwei Medizinische Versorgungszentren, ein Neurologisch-Psychiatrisches Versorgungszentrum mit niedergelassenen Ärzten als Trägern [15] sowie ein Krankenhaus-MVZ.
Altmittweida | Augustusburg | Bobritzsch-Hilbersdorf | Brand-Erbisdorf | Burgstädt | Claußnitz | Döbeln | Dorfchemnitz | Eppendorf | Erlau | Flöha | Frankenberg/Sa. | Frauenstein | Freiberg | Geringswalde | Großhartmannsdorf | Großschirma | Großweitzschen | Hainichen | Halsbrücke | Hartha | Hartmannsdorf | Königsfeld | Königshain-Wiederau | Kriebstein | Leisnig | Leubsdorf | Lichtenau | Lichtenberg/Erzgeb. | Lunzenau | Mittweida | Mochau | Mühlau | Mulda/Sa. | Neuhausen/Erzgeb. | Niederstriegis | Niederwiesa | Oberschöna | Oederan | Ostrau | Penig | Rechenberg-Bienenmühle | Reinsberg | Rochlitz | Rossau | Roßwein | Sayda | Seelitz | Striegistal | Taura | Waldheim | Wechselburg | Weißenborn/Erzgeb. | Zettlitz | Ziegra-Knobelsdorf | Zschaitz-Ottewig
Annaberg-Buchholz | Aue | Auerbach/Vogtl. | Bautzen (Budyšin) | Bischofswerda | Borna | Brand-Erbisdorf | Coswig | Crimmitschau | Delitzsch | Dippoldiswalde | Döbeln | Eilenburg | Flöha | Freiberg | Freital | Glauchau | Görlitz | Grimma | Großenhain | Hohenstein-Ernstthal | Hoyerswerda (Wojerecy) | Kamenz (Kamjenc) | Limbach-Oberfrohna | Löbau | Marienberg | Markkleeberg | Meißen | Mittweida | Niesky | Oelsnitz/Vogtl. | Oschatz | Pirna | Plauen | Radeberg | Radebeul | Reichenbach im Vogtland | Riesa | Rochlitz | Schkeuditz | Schwarzenberg/Erzgeb. | Sebnitz | Stollberg/Erzgeb. | Torgau | Weißwasser/Oberlausitz (Běła Woda) | Werdau | Wurzen | Zittau | Zschopau | Zwickau