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ModalitÀt bezeichnet in der Philosophie die Art und Weise, wie etwas ist, geschieht oder gedacht wird.
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Im engeren, klassischen Sinn bezeichnet der Ausdruck ModalitÀt die alethische ModalitÀt: Sie ist in ontologischer Wendung die Art und Weise des Bestehens eines Sachverhaltes oder in logischer die Wahrheit von Aussagen.
Man unterscheidet in der Regel neben der einfachen (faktischen) Wahrheit die Notwendigkeit, die Möglichkeit und Unmöglichkeit und die Kontingenz.
Der Begriff der (alethischen) ModalitÀt wird schon von den Kommentatoren des Aristoteles verwandt.
Kategorien der ModalitÀt sind nach Kant Möglichkeit, Wirklichkeit und Notwendigkeit, denen die ModalitÀt der Urteile (problematische (mögliche), assertorische (wirkliche), apodiktische (notwendige)) entsprechen sollen.
Leibniz unterscheidet vier grundlegende Kategorien von Aussagetypen bzw. Sachverhalten: notwendige, mögliche, unmögliche und kontingenterweise wahre (aktuale).
Ăber die Natur dieser Aussagen und ihrer Wahrmacher wurden von klassischen Theoretikern sowie in der modernen Semantik, Sprachphilosophie, Logik (insb. Modallogik) und Ontologie unterschiedliche Theorien vorgeschlagen.
Neben den angefĂŒhrten alethischen ModalitĂ€ten spricht man auch von den ModalitĂ€ten im weiteren Sinne und meint damit (unter anderem) die Art und Weisen, wie eine Aussage in Bezug auf das Wissen des Aussagenden, der Zeit oder des Sollens wahr sein kann. Dies erfasst die doxastischen (epistemischen), temporalen oder deontischen ModalitĂ€ten.
Die unterschiedlichen ModalitĂ€ten lassen sich je aufeinander zurĂŒckfĂŒhren, stehen in einem analogen VerhĂ€ltnis und begrĂŒnden unterschiedliche Modallogiken:
| Formel | Modale Logik i.e.S. | Deontische Logik | Temporale Logik | Doxastische Logik |
| <math>\Diamond</math> p | Es ist möglich, dass p | Es ist erlaubt, dass p | p gilt irgendwann in der Zukunft (Vergangenheit) | Ich halte es fĂŒr möglich, dass p |
| <math>\Box</math> p | Es ist notwendig, dass p | Es ist geboten, dass p | p gilt immer in der Zukunft (Vergangenheit) | Ich halte es fĂŒr gewiss, dass p |
Im Anschluss an Leibniz wurde von Rudolf Carnap (Meaning and Necessity 1947), Saul Kripke und David Kellogg Lewis vorgeschlagen, modale Aussagen als Aussagen ĂŒber oder in möglichen Welten zu verstehen. Eine notwendige Wahrheit ist in allen diesen Welten wahr, eine kontingente in mindestens einer. Diese Welten sind laut Lewis real und sogar konkrete GegenstĂ€nde, nicht nur Begriffe im Geiste oder abstrakte Universalien. Diese ontologisch anspruchsvolle Option hat theoretische VorzĂŒge, weil sie die semantische Auswertung modaler Aussagen enorm vereinfacht. DarĂŒber hinaus bestehen ontologisch nicht reduzierbare Relationen zwischen diesen möglichen Welten, was die Auswertung insbesondere von Konditionalen (wenn... dann... ) und v. a. von kontrafaktischen Konditionalen (wĂ€re nicht ... dann wĂ€re ...) sehr elegant vereinfacht. Trotzdem sind viele Ontologen nicht bereit, derart viele zusĂ€tzliche nicht reduzierbare Objekte in ihr ontologisches Inventar aufzunehmen. Einige versuchen daher, die theoretische Eleganz einer Viele-Welten-Semantik beizubehalten, schlagen aber antirealistische Ersatztheorien bezĂŒglich der ontologischen DignitĂ€t dieser Welten vor.
Ein eigenes Themenfeld in diesen Debatten sind Theorien ĂŒber AktualitĂ€t: Was ist konstitutiv dafĂŒr, dass die aktuale Welt eben die aktuale und keine andere mögliche Welt ist? Ein vieldiskutierter Vorschlag versteht âaktualâ als indexikalischen Ausdruck: Wenn ich sage, dass ein Sachverhalt aktual ist, dann sage ich, dass er der Welt zugehört, die Ich (der Sprecher) bewohne (und auf deren Inventar ich jetzt mit dem Finger zeigen kann). (Laut Lewis, der diese Position vertritt, gibt es keine IdentitĂ€t von Objekten ĂŒber verschiedene Welten hinweg (sog. TransweltidentitĂ€t), sondern nur counterparts; es gibt daher je nur genau einen Sprecher.) Alternativ kann beispielsweise diejenige Welt als aktual bestimmt werden, in welcher wir die Auswertung einer ĂuĂerung vornehmen