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Ein Modul (neutrum, das Modul[1]) ist eine abgeschlossene funktionale Einheit einer Software, bestehend aus einer Folge von Verarbeitungsschritten und Datenstrukturen. Inhalt eines Moduls ist häufig eine wiederkehrende Berechnung oder Bearbeitung von Daten, die mehrfach durchgeführt werden muss.
Module bieten eine Kapselung (encapsulation) durch die Trennung von Schnittstelle und Implementierung:
Nicht zu verwechseln ist ein Modul mit einer Komponente, die in der Funktionalität eine Hierarchieebene höher angesiedelt ist und hier funktionale Module zu Diensten zusammenfasst.
Ein Modul wird z. B. als Funktion oder Unterprogramm aufgerufen, führt eine Reihe von Verarbeitungsschritten durch und liefert als Ergebnis Daten zurück an das aufrufende Programm. Ein Modul kann selbst weitere Module aufrufen - so ist eine Hierarchie von Programmaufrufen möglich.
Module sind aus mehreren Gründen von Bedeutung:
Entwurf und Definition von Modulen und Schnittstellen ist Teil der Designphase in der Softwareentwicklung.
Zu unterscheiden sind Module von den Klassen der objektorientierten Softwareentwicklung:
Das Modulkonzept wurde zuerst von David Parnas publiziert.
Zahlreiche Programmiersprachen unterstützen das Modulkonzept durch integrierte Sprachmittel, beispielsweise Ada, COBOL, D, F, Fortran, Haskell, Java, ML, Modula-2, Oberon und Component Pascal. Daneben sind Skriptsprachen wie Perl, Python, PHP und Ruby zu nennen.