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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen | |
| Regierungsbezirk: | DĂĽsseldorf | |
| Kreis: | Mettmann | |
| Höhe: | 40 m ü. NN | |
| Fläche: | 23,05 km² | |
| Einwohner: |
43.063 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 1868 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 40789 | |
| Vorwahl: | 02173 | |
| Kfz-Kennzeichen: | ME | |
| GemeindeschlĂĽssel: | 05 1 58 026 | |
| LOCODE: | DE MHM | |
| NUTS: | DEA1C | |
| Stadtgliederung: | 2 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Rathausplatz 2 40789 Monheim am Rhein | |
| Webpräsenz: | ||
| BĂĽrgermeister: | Daniel Zimmermann (PETO) | |
| Lage der Stadt Monheim am Rhein im Kreis Mettmann | ||
Die Stadt Monheim am Rhein liegt in Nordrhein-Westfalen und ist eine mittlere kreisangehörige Stadt des Kreises Mettmann im Regierungsbezirk Düsseldorf.
Inhaltsverzeichnis |
Monheim liegt am Rhein und ist mit rund 43.000 Einwohnern als kleine Mittelstadt die sechstgrößte Stadt im Kreis Mettmann. Im Norden grenzt es an Düsseldorf, im Osten an Langenfeld (Rheinland), im Westen – durch den Rhein getrennt – an Dormagen und Köln sowie im Süden an Leverkusen.[2]
Der Stadtteil Baumberg im Norden gehört ebenfalls der Stadt an. In Monheim befinden sich mehrere Siedlungen wie Blee, ein alter Ortsteil, Zaunswinkel,[3] die Henkelsiedlung, der Sandberg,[4] die LEG (Berliner Viertel)[5] oder das Musikantenviertel in Monheim-Süd und das Österreichviertel im Stadtteil Baumberg.[6]
Das Klima von Monheim am Rhein entspricht im Wesentlichen dem Klima von Düsseldorf, das nur wenige Kilometer nördlich und ebenfalls in der Kölner Bucht liegt.
Bereits im 10. Jahrhundert wurde der Ortsteil Blee im Zusammenhang mit einem Oberhof für Höfe in Monheim, Richrath und Rheindorf erwähnt.[7] Die erste urkundliche Erwähnung von Monheim erfolgte im Jahre 1150. Während der Herrschaft des Herzogtums Berg befand sich in Monheim der Sitz der Verwaltung des bergischen Amtes Monheim.
Monheim wird 1390 zur Freiheit erhoben. Dies dürfte im Spannungsfeld der Kölner Erzbischöfe und der Bergischen Grafen wegen der strategisch wichtigen Lage am Rhein erfolgt sein.
1275 erhält Monheim von Graf Adolf eine Stadtbefestigung, im Gegenzug zur Befestigung von Worringen durch den Erzbischof.
Schon vier Jahre später muss Graf Adolf die Befestigung wieder schleifen, erst 1415 erhält Monheim eine erneute Befestigung, die nur zwei Jahre Bestand hat. Die letzte Befestigung erfolgte 1423, davon ist der Schelmenturm heute noch erhalten.
1806 hörte das Amt Monheim auf zu bestehen, nachdem Napoleon I. den Rheinbund gegründet hatte. Neu gegründet wurde das Großherzogtum Berg, dort wurde eine Munizipalität Monheim mit Baumberg, Hitdorf und Rheindorf eingerichtet. Die Bürgermeisterei Monheim bestand weiterhin, als nach dem Wiener Kongress 1815 die Rheinprovinz an Preußen vergeben wurde.[8] Von 1904 bis 1908 verkehrte die Gleislose Bahn Monheim–Langenfeld zwischen der Stadt und der Nachbarstadt Langenfeld, danach von 1908 bis 1963 eine Kleinbahn auf Schienen in Normalspur. 1929 gehörte Monheim zum neugegründeten Rhein-Wupper-Kreis. 1951 kam es zum Zusammenschluss Monheims und Baumbergs zu einer Gemeinde; 1960 schloss sich Hitdorf an, das seit 1857 über eigene Stadtrechte verfügte.[8] Seit 1960 besitzt auch Monheim den Status einer Stadt. Am 1. Januar 1975 wurde die Stadt Monheim im Rahmen der landesweiten Gebietsreform nach Düsseldorf eingemeindet[9], wobei der Stadtteil Hitdorf abgetrennt und nach Leverkusen eingemeindet wurde.[10] Nach erfolgreicher Klage vor dem Landesverfassungsgerichtshof in Münster wurde die Stadt am 1. Juli 1976 wieder selbständig.[11] Dabei verlor Monheim allerdings den früheren Stadtteil Hitdorf, der Leverkusen zugeschlagen blieb.[12]
Seit dem 15. Oktober 1993 lautet der offizielle Name Monheim am Rhein.[8]
Monheim am Rhein trägt seit 1939 eine Gänseliesel im Wappen, welches von Heraldiker Wolfgang Pagenstecher nach dem Vorbild des Siegels von Amtsvogt Johann Wilhelm Aschenbroich 1791 entworfen wurde.[13] [14]
Die Blasonierung weist In Blau auf grünem Boden stehend eine silbern gekleidete barfüßige Jungfrau, die in der rechten einen goldenen Blätterzweig hält und den linken Zeigefinger auf den Mund legt; links vor ihr eine nach links laufende silberne Gans; im linken Obereck ein silberner Schild; darin ein blau gekrönter, gezungter und bewehrter roter Löwe auf.
Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Einwohnerzahlen auf dem Gebiet der Stadt.
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1 Gemeinde Monheim mit Baumberg[16]
2 Stadt Monheim am Rhein[17]
3 Landesamt fĂĽr Datenverarbeitung und Statistik[18]
Zur Kommunalwahl am 30. August 2009 stellten sich sieben BĂĽrgermeisterkandidaten:
Monheim am Rhein wurde zwischen 1964 und 1998 von der SPD regiert, langjährig mit absoluter Mehrheit.
Von 1999 bis 2009 regierte die CDU, bis 2004 mit absoluter Mehrheit, bis 2009 gemäß der Sitzverteilung im Stadtrat mit wechselnden Mehrheiten.
Seit 2009 regiert PETO mit wechselnden Mehrheiten.[28]
| Rat der Stadt Monheim am Rhein: Sitzverteilung und Wähleranteil | ||||||||||||||||
| Menschen fĂĽr Monheim |
Gesamt | Wahl- beteiligung | ||||||||||||||
| Wahlperiode | |
% | |
% | |
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% | |
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% | |
% | |
% |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2009…2014 | 12 | (30,17 %) | 8 | (20,27 %) | 12 | (29,56 %) | 3 | (6,52 %) | 3 | (6,36 %) | 1 | (2,74 %) | 1 | (3,81 %) | 40[29] | 52,3 % |
| 2004…2009 | 18 | (43,9 %) | 11 | (28,7 %) | 7 | (16,6 %) | 2 | (6,3 %) | 2 | (4,5 %) | – | – | 40[30] | 56,88 % | ||
| 1999…2004 | 20 | (50,87 %) | 13 | (31,18 % | 3 | (6,33 %) | 2 | (6,09 %) | 1 | (2,34 %) | – | – | 40[31][32] | 56,87 % | ||
| 1994…1999 | 17 | (37,02 %) | 24 | (49,54 %) | – | 4 | (9,95 %) | – | – | – | 45[31][33] | 81,49 % | ||||
Der 26 Meter hohe Schelmenturm ist das Monheimer Wahrzeichen. Er wurde um 1400 erbaut und war das östliche Stadttor der ehemaligen Befestigungsanlagen der Grafen von Berg. Im 16. und 17. Jahrhundert diente er als Stadtgefängnis. 1972 wurde der Turm saniert und wird seither als kulturelle Begegnungsstätte genutzt.[34] Im Schelmenturm werden Konzerte gespielt und Kunstwerke ausgestellt, das Standesamt führt hier auch Trauungen durch.
Römisch-katholische Pfarrkirche St. Gereon mit romanischem Turm um 1300.
Die Marienkapelle ist eine spätgotische Wallfahrtskapelle von 1514.
Das Deusserhaus wurde um 1848 erbaut. Das Herrenhaus beheimatet heute das Museum des Heimatbundes Monheim e. V.
Das Archäologische Museum Haus Bürgel zeigt Ausstellungen über die römische Geschichte Monheims.[35] Außerdem existieren verschiedene Veranstaltungsstätten für Kulturelles. Es wurde 1019 erstmals als castrum in Burgela erwähnt. Es ist ein Rest eines spätrömisches Kastells Burungum aus dem 4. Jahrhundert. Einige Mauerreste aus römischer Zeit sind erhalten geblieben. Interessanterweise stand Haus Bürgel früher auf der anderen Rheinseite, bevor sich der Fluss ein neues Bett suchte. Es gehörte zur Stadt Zons. Im Hof des Haus Bürgel stand die Maternuskirche, die für den Bereich Zons zuständig war. Heute werden im Haus Bürgel römische Fundstücke ausgestellt. Außerdem befindet sich dort die biologische Station für das Naturschutzgebiet Urdenbacher Kämpe.
Der Marienburgpark ist ein öffentlicher Park um die in Privatbesitz befindliche Marienburg. Er wurde im Rahmen der grenzüberschreitenden Euroga plus 2002 saniert. Er wurde 2004/2005 schließlich als besonders exzellentes Beispiel in die Straße der Gartenkunst zwischen Rhein und Maas aufgenommen.
Der Gänselieselbrunnen mit zwei wasserspeienden Gänsen steht vor dem Rathaus. Er wurde 1937 vom Düsseldorfer Bildhauer Julius Haigis aus Bronze gestaltet. Seit 1955 bildet jährlich eine lebendige Gänseliesel zusammen mit der Sagengestalt des Spielmanns das Traditionspaar der Rheingemeinde.
Die Josefskapelle stammt aus dem Jahr 1707 und befindet sich am Vogtshof an der Bleer Straße 2. Sie steht seit 1983 unter Denkmalschutz. Sie ist die kleinste Kirche in Monheim und die einzige nutzbare Hofkapelle im Rheinland. Dank des im Jahre 2000 gegründeten Fördervereins und einer umfassenden Restaurierung ist sie seit 2002 wieder für die Bürger geöffnet.
In Monheim befinden sich sieben Grundschulen, die Anton-Schwarz-Hauptschule, die Lise Meitner-Realschule, von der von 1975 bis 1987 eine Filiale in Baumberg existierte[36], die Peter-Ustinov-Gesamtschule und das Otto-Hahn-Gymnasium. Der Stadtrat fasste 2011 mit einer Mehrheit von PETO, SPD und FDP den Beschluss, eine Sekundarschule durch Zusammenschluss von Haupt- und Realschule zum Schuljahr 2012/13 zu grĂĽnden.[37]
Eine Elterninitiative zum Erhalt der Realschule sammelte daraufhin ungefähr 2.500 Unterschriften, so dass ein Bürgerentscheid über den Erhalt der Realschule durchgeführt werden musste, bei dem alle in Monheim am Rhein wohnhaften EU-Bürger ab einem Alter von 16 Jahren stimmberechtigt waren.[38]
Da der von der CDU unterstützte Bürgerentscheid für den Erhalt der Realschule am 13. November 2011 mit 4750 Befürwortern und 2569 Nein-Stimmen am Quorum von 6560 Ja-Stimmen (20% der Stimmberechtigten) scheiterte, werden die Anton-Schwarz-Hauptschule, die zum Schuljahr 2011/12 keine neue Eingangsklassen mehr gebildet hat, ausläuft, und die Lise-Meitner-Realschule ab dem Schuljahr 2012/13 in eine Sekundarschule umgewandelt wird, in die Schüler mit Haupt- und Realschulempfehlung aufgenommen werden. Dadurch gibt es nur noch drei statt vier weiterführenden Schulen.[39]
Von den sieben Grundschulen stehen in Monheim selbst die Gemeinschaftsgrundschulen Astrid-Lindgren-Grundschule, Hermann-Gmeiner-Schule und die Schule am Lerchenweg sowie die katholische Lottenschule. In Baumberg stehen die Gemeinschaftsgrundschulen Alexander-von-Humboldt-Grundschule und Geschwister-Scholl-Schule sowie die katholische Winrich-von-Kniprode-Grundschule (Baumberg).
Des Weiteren ist Monheim der Sitz der Comenius-Schule (Sonderschule) und der Schule fĂĽr Sprachbehinderte im Kreis Mettmann: Leo-Lionni-Schule.
Im Rheinpark Monheim befindet sich die private HFU Hochschule fĂĽr UnternehmensfĂĽhrung.
Die Stadt ist aufgrund ihrer Lage am Rhein, umgeben von einem dichten Autobahnnetz und in der Nähe von zwei Großflughäfen (Düsseldorf und Köln/Bonn) leicht erreichbar. Somit ist Monheim gut an das überregionale Verkehrsnetz angeschlossen.
Monheim liegt in unmittelbarer Nähe der Autobahn 59. Zudem ist die A3 innerhalb von etwa fünf Minuten über die A542 zu erreichen.
Im Öffentlichen Personennahverkehr verkehren in Monheim einige Buslinien in die Nachbarstädte. Sie werden von den Bahnen der Stadt Monheim betrieben. Letztere betreibt auch noch ein 9,2 km langes Gleisnetz für den Gütertransport und gelegentliche Sonderfahrten mit einem Gesellschaftswagen vom Betriebshof aus. Die Haltestellen Langenfeld (Rhld), Langenfeld-Berghausen und Düsseldorf-Hellerhof der S-Bahn-Linie S 6 (Köln–Düsseldorf–Essen) befinden sich in der Nachbarstadt und sind jeweils mit einer der Buslinien 791/777/789 erreichbar. Die Stadt Monheim und ihr Verkehrsunternehmen gehören sowohl zum Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) als auch zum Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS). Bei Fahrten in Richtung Leverkusen und Köln gilt der Tarif des VRS, bei Fahrten Richtung Düsseldorf und den Nachbarorten im Kreis Mettmann der Tarif des VRR.
Als größter Kulturveranstalter in Monheim zeichnet der Verein Marke Monheim für Konzerte, Kabarett-Veranstaltungen, Theateraufführungen u.v.m. verantwortlich.
Unter der Schirmherrschaft von Dr.Ulla Hahn und Dr.Klaus von Dohnanyi veranstaltet der Marienkapellen-Verein jeden ersten Sonntag im Monat um 16 Uhr ein etwa einstĂĽndiges Konzert bei freiem Eintritt in der Marienkapelle. Die kĂĽnstlerische Leitung hat Oliver Drechsel.
Im Sojus 7 finden Veranstaltungen der Jugendkultur statt.[40]
Auf der FreilichtbĂĽhne werden Filme im Open-Air-Kino vorgefĂĽhrt und es werden FreilichttheaterauffĂĽhrungen dargeboten.
Im Marienburgpark sieht man Freilichtopern und kann das Festival im Spiegelzelt besuchen.
Die Aula am Berliner Ring bietet Theateraufführungen von Tourneetheatern, die angrenzende „Kulisse“ dient der Bewirtschaftung der Gäste, kann aber auch gemietet werden. Seit dem Herbst 2009 findet einmal wöchentlich eine Kinoaufführung statt.[41][42]
Die von Emil Drösser konzipierte Operette „Napoleon en Monnem“ zum 30jährigen Bestehen des Panikorchester Monnem am Rhing 2008 war ein humoriger Rückblick auf die Monheimer Stadtgeschichte und ein großer Erfolg vor 3.500 Zuschauern.[43]
Seit 1955 bildet jährlich eine Gänseliesel zusammen mit der Sagengestalt des Spielmanns das „Traditionspaar“ der Rheingemeinde.[44]
Im Bürgerhaus Baumberg werden Tauschbörsen und Bürgerfeste veranstaltet.[45]
Monheim am Rhein ist Hauptdrehort für das fiktive Städtchen Büdringhausen im Münsterland der ARD-Fernsehserie "Heiter bis tödlich - Henker und Richter", die seit dem 10. November 2011 mit zunächst 16 Folgen jeweils am Donnerstag um 18:50 Uhr ausgestrahlt wird.[46][47] Nur ein kleiner Teil der Szenen wird in Haltern am See gefilmt.[48] Auch Szenen für den Film Satte Farben vor Schwarz wurden in Monheim gedreht.[49] Die ersten vier Staffeln der RTL-Serie Die Camper wurde auf dem Campingplatz Gut Oedstein abgedreht. Auch Kochsendungen für den Gourmetkanal Tv.gusto werden in einem Fernsehstudio in Monheim am Rhein gefilmt.[50]
Das stadteigene Schwimmbad mona mare besteht aus einem mit einem Außenbecken kombiniertes Hallenschwimmenbad, das durch einen Sauna- und Wellnessbereich sowie eigene Gastronomie ergänzt wird.
Es gibt in Monheim verschiedene Grünflächen, die der Erholung, der Freizeitgestaltung und Sport dienen. Am Neuverser Hof ist ein Hundefreilaufgebiet ausgewiesen. Im übrigen Stadtgebiet gilt Leinenpflicht.
Der Knipprather Wald, der an Langenfeld grenzt, eignet sich für Reiten (eigene Reitwege), Fahrradfahren, Joggen und Spaziergänge. Er ist von einer Bahnstrecke der Bahnen der Stadt Monheim durchzogen, die von ihrem ursprünglich Verlauf nördlich der neuen Siedlung Monheim-Süd dorthin verlegt worden ist.
Außerdem wird der Rheindeich gerne von Spaziergängern, Fahrradfahrern und Joggern genutzt.
Wie überall im Rheinland feiern in Monheim und im Stadtteil Baumberg viele Menschen Karneval. Es gibt mehrere Vereine. Der größte und älteste ist die Große Monheimer Karnevalsgesellschaft 1902 e. V., auch als Gromoka bekannt.
Baumberg erlebt am Karnevalssonntag einen Veedelszoch, in dem wie bei den Kölner Veedelszöch die Fußgruppen dominieren und den die Baumberger unter sich feiern. Durch Monheim fährt am Folgetag der Rosenmontagszug mit mehreren Karnevalswagen und vielen auswärtigen Besuchern.
Die Geschäfte in Monheim am Rhein konzentrieren sich hauptsächlich im Rathaus-Center I und II, dem Monheimer Tor[51] und dessen näherer Umgebung: dem Ernst-Reuter-Platz, der Krischerstraße und der Alten Schulstraße. Im Stadtteil Baumberg gibt es das Einkaufszentrum am Holzweg sowie die Hauptstraße als Haupteinkaufstraße. Insgesamt ist die Infrastruktur wenig spezialisiert, Hauptaugenmerk sind Waren des täglichen Bedarfs.
Neben einem zwischen Monheim und Baumberg angesiedelten Baumarkt (Hellweg) ist im Jahre 2010 der im unteren Preissegment agierender Möbelmarkt Poco neu errichtet worden.[52]
Bekannte Unternehmen in Monheim am Rhein sind die apt Hiller GmbH, die apt RhenAL GmbH, die Konzernzentralen der Bayer CropScience AG (das ehemalige Landwirtschaftszentrum der Bayer AG) und des Spezialchemie-Unternehmens Cognis, die EPLAN Software & Service GmbH & Co. KG, die JENOPTIK Robot GmbH, das belgische Pharmaunternehmen UCB S.A. (ehemals Schwarz Pharma), die Thum+Mahr GmbH, die UNIFERM GmbH & Co. KG, die deutsche Niederlassung von Ecolab,[53] die TML Technik GmbH, die Schukat electronic Vertriebs GmbH sowie die Odermath Stahlwerkstechnik GmbH.
Durch das Gebiet der Stadt führt auch die CO-Pipeline der Bayer AG zum Transport von Kohlenstoffmonoxid zwischen Krefeld-Uerdingen und Dormagen, gegen deren Inbetriebnahme sich starker Widerstand formiert hat.[54] Der Stadtrat stimmte mit Ausnahme der SPD-Fraktion für eine Resolution gegen die CO-Pipeline.[55] Im Mai 2011 wurde ein Kunstwerk gegen die CO-Pipeline aufgestellt, das ein Rohr mit Knoten darstellt. Auf der dazugehörigen Infotafel bestätigen alle im Stadtrat vertretenen Parteien (incl. SPD), dass sie gegen die CO-Pipeline sind.[56] Der Gewerbesteuersatz wird ab April 2012 auf 300 Punkte gesenkt und somit der niedrigste in Nordrhein-Westfalen sein.[57][58]
In Monheim am Rhein gibt es mehrere Sportvereine den 1.FC Monheim (Fußball), die SG Monheim (Leichtathletik, Handball), die BG Monheim (Basketball) und die SG Monheim Skunks (Skaterhockey). Die SG Monheim richtet seit 2004 jährlich den Rheinbogenlauf aus. Dieser Volkslauf umfasst einen Halbmarathon, einen Lauf über 5 km, sowie Nordic Walking und Walking. 2006 nahmen 222 Läufer und Läuferinnen am Halbmarathon und 96 am 5 km Lauf teil. Neben den zwei Tennis-Clubs Blau-Weiß und Rot-Gelb finden sich auch die St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1350 Monheim e. V. und die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Baumberg 1900 e. V., die Paintballhalle Monheim (größte Paintballhalle zwischen Köln und Düsseldorf)[59] und Inter Monheim, ein multikultureller Sportverein, sowie ein Bowlingcenter in Monheim-Baumberg mit 22 Bowlingbahnen.
Die Stadt Monheim am Rhein hat bisher keine Ehrenbürger ernannt. Die höchste Auszeichnung von Monheim am Rhein ist der Ehrenring.
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