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| Monopoly | |
|---|---|
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| Daten zum Spiel | |
| Autor | Elizabeth Magie Phillips, Charles Darrow |
| Verlag | Eigenverlag (ca. 1933), Parker Brothers (ab 1935), Waddington (ab 1936), Schmidt Spiele (1936, 1953–1968), Brohm Spielwaren (1968–1974), Carlit (ca. 1940–1990), Piatnik (ca. 1960–1990) u. a. |
| Erscheinungsjahr | 1933, 1935, 1936, … |
| Art | Brettspiel |
| Mitspieler | 2/3 bis 4/6/8 |
| Dauer | ab 90 Minuten |
| Alter | ab 8 bis 99 Jahren |
Monopoly (englisch für Monopol) ist ein bekanntes Brettspiel. Ziel des Spiels ist es, ein Grundstücksimperium aufzubauen und alle anderen Mitspieler in die Insolvenz zu treiben. Dazu erwirbt man möglichst viele Besitzrechte – in der Standardausführung sind das 22 Straßen, vier Bahnhöfe und je ein Elektrizitäts- bzw. Wasserwerk – um von den Mitspielern Mieten zu erhalten, wenn diese durch Würfeln auf einem solchen Feld landen.
Es ist weltweit eines der erfolgreichsten Brettspiele und wird nach Angaben des Verlags[1] in 37 Sprachen und über 103 Ländern verkauft.
Inhaltsverzeichnis |
Als Erfinderin gilt heute Elizabeth Magie Phillips, die das Spiel unter dem Namen The Landlord’s Game ausweislich einer Patentschrift im Jahr 1904 (erneuert 1924) ins Leben gerufen hat.[2] Lange Zeit galt Charles Darrow, der das Spiel an die Parker Brothers verkauft hatte, als der Urheber. Vorausgehende Kontaktversuche von Magie mit Parker waren offenbar allesamt gescheitert. Diese vollständigere Geschichte wurde jedoch erst im Zug einer Klage von General Mills ab ca. 1974 wieder öffentlich bekannt (→ Anti-Monopoly und der Streit um den tatsächlichen Erfinder). Der derzeitige Markeninhaber Parker Brothers (bzw. dessen Dach Hasbro) hatte im Lauf der Zeit die Patentrechte sowohl von Magie als auch von Darrow in seinem Besitz und hält heute weiterhin die Markenrechte am Namen Monopoly.
Die Stenotypistin Lizzy Magie war Anhängerin der sozialreformerischen Ideen von Henry George. Mit dem von ihr erdachten Spiel wollte sie seine Erkenntnisse den Menschen nahebringen: arbeitslose Einkünfte des Grundbesitzers auf der einen Seite schaffen Armut und Verelendung auf der anderen Seite. Zu diesem Zweck schuf sie zwei Spielvarianten. Die eine ist im Grundprinzip die bis heute bekannte. Bei der Alternative nahm sie die von Henry George vorgeschlagene "single tax" mit dazu, hob also de facto das Grundeigentum auf. Bei der heute allein bekannten Variante bleibt ein Monopolist übrig, dem als Gewinner alles gehört, während bei der damaligen zweiten Alternative ohne Bodenspekulation die meisten Mitspieler im Spielverlauf immer wohlhabender werden (siehe auch Freiwirtschaft).
1909 lehnte der damals bedeutendste Brettpielehersteller Parker Brothers "Landlord´s Game" als zu komplex und politisch ab. Lizzy Magie versuchte es in Eigenregie, blieb aber ohne nennenswerten Erfolg. Lediglich in Schottland verkauften sich ab 1913 einige Exemplare unter dem Titel "Br´er Fox and Br´er Rabbit". "Brother Rabbit" ist hierbei der schlaue Hase, der in afroamerikanischen Volkserzählungen den Fuchs, den "Brother Fox", stets überlistet.
Elizabeth Magie Phillips war Sommergast in der Idealisten-Kommune Arden unweit von Philadelphia, der Heimatstadt von Henry George. Dort wurde ihr Spiel abseits des ausbleibenden kommerziellen Erfolgs sehr beliebt und es verbreitete sich in selbstgemachten Einzelausgaben über den Nordosten der USA. Das älteste, heute noch erhaltene Spielbrett stammt von dort. Auch der Ökonom Scott Nearing, Mitglied der amerikanischen kommunistischen Partei, lernte das Spiel in Arden kennen und verwendete es bei seinen Vorlesungen an der Universität in Philadelphia. Einer seiner Schüler stellte das Spiel dann als Lehrer am College von Reading seinen Schülern vor. Unter ihnen waren Louis und Ferdinand Thun, Söhne eines Textil-Industriellen, der ursprünglich aus dem westdeutschen Barmen in die USA eingewandert ist. Sie produzierten einige Bretter, aber auch sie hatten keinen Erfolg. Doch aus dieser Zeit blieb der Name einer karitativen Einrichtung aus Reading bis heute im Original-Monopoly erhalten: Community Chest (im deutschen Monopoly heißt sie schlicht "Gemeinschaftsfeld").
Aus Reading kam das Spiel mit einem Schulkollegen der Thuns, Daniel Laymann, nach Indianapolis. Laymann adaptierte es, nannte es "The Game of Finance", und begann mit der Vermarktung. Doch der Zeitpunkt war schlecht gewählt, es war 1929 und die Börsen stürzten ein. Aus Indianapolis nahm die Quäkerin Ruth Hoskins das Spiel nach Atlantic City mit, wo sie ihrem "Atlantic City Board" die bis heute in der US-amerikanischen Version üblichen Straßennamen aus Atlantic City und Umgebung gab. Von hier kam das Spiel zurück nach Philadelphia, wo der mit Hoskins befreundete Hotelmanager Charles Todd es seiner Nachbarin Esther Darrow zeigte. Die Todds und die Darrows wurden ein eingeschworenes Monopoly-Team und entwickelten das Spiel weiter.
Charles Darrow, der gerade seine Anstellung als Heizgeräte-Vertreter verloren hatte, soll Monopoly 1930 nach eigenen Angaben als Zeitvertreib für die lange Zeit der durch die Weltwirtschaftskrise verursachten Beschäftigungslosigkeit entwickelt haben.[1] Kritiker dagegen sehen eine große Übereinstimmung, selbst in Schreibfehlern, mit dem damals schon bekannten Atlantic City Board von Ruth Hoskins, das wiederum relativ nahe an der Ur-Version von Magie ist, während zeitgleich in Spiel- und Bildungskreisen noch immer diverse modifizierte Varianten kursierten, z. B. Finance.
Esther Darrow war schwanger, und in Ermangelung eines festen Einkommens machte sich Charles Darrow nun an die Vermarktung des Spiels, von dessen Potential er überzeugt war, konnte doch jedermann für einige wenige Stunden reich werden. Er ließ "Monopoly" spieltechnisch weitgehend unverändert, bot es nun aber Parker Brothers ohne radikal-politische Ansprüche und in neuem Design zum Kauf an. Das bis heute beibehaltene Spieldesign ist dann auch der eigentliche Beitrag Darrows zur Entwicklung des Spiels. Doch Parker Brothers lehnten ab, es war ihnen zu lang, zu kompliziert, und hatte das falsche Thema. Darrow setzte seine gesamten Ersparnisse ein, produzierte 5.000 Exemplare und verkaufte sie im Handumdrehen. Im Anschluss kaufte Parker das Spiel doch noch und beteiligte Charles Darrow an den künftigen Spielerlösen. Innerhalb kürzester Zeit zogen die Verkäufe an, 20.000 Exemplare gingen pro Woche über den Ladentisch und Monopoly wurde der Renner des Jahres 1935. Andere Miterfinder von Monopoly meldeten sich und Parker mussten sie alle auszahlen. Für die Rechte an "Finance" zahlten sie 10.000 Dollar, ebenso für das ebenfalls auf dem Landlord´s Game basierende "Inflation". Lizzy Magie, nun eine ältere Dame ohne weitere Ambitionen, trat Parker Brothers für 500 Dollar die Rechte ab, die sie 1924 beim Patentamt noch erneuert hatte. Charles Darrow wurde als erster Spielautor der Geschichte Millionär.
Darrow ließ sich schon 1933 nach den ersten Verkaufserfolgen seine Urheberrechte schützen, aus seinem Spielbrettdesign stammen viele noch heute bekannte Elemente. Doch die ursprünglichen Muster sind aus den Akten des United States Copyright Office verschwunden.[3] Darrow versuchte 1934 mehrfach, das Spiel zu verkaufen, wurde jedoch stets abgewiesen. Auch die Manager von Parker Brothers, dem damals größten Hersteller von Brettspielen, lehnten es ab, das Spiel in ihr Sortiment aufzunehmen. Sie begründeten dies mit „52 grundsätzlichen Fehlern“ des Spiels,[4] darunter der langen Spieldauer, komplizierten Spielregeln und dem Fehlen eines Zielpunktes (die Mitspieler müssen fortwährend im Kreis laufen). Nach der Ablehnung vermarktete Darrow das Spiel – mit leicht geänderten Spielregeln – weiterhin selbst.[1] Als er eine kleine Auflage seines Spiels 1934 an ein Kaufhaus in Philadelphia verkaufen konnte, wurde die Nachfrage so groß, dass sich der Erfolg bis 1935 auch zu Parker herumsprach: Die Firma half Darrow, sich ein Patent auf Monopoly zu sichern, erwarb die Rechte und begann zum Weihnachtsgeschäft 1935 mit der Vermarktung des Spiels. Das US-Patentamt bewilligte am 31. Dezember 1935 den am 31. August beantragten Patentschutz[5]. Die Verkaufszahlen des Spiels entwickelten sich zunächst weiterhin sehr erfolgreich.
1936 verhängte Parker angesichts gewisser Rückgänge beim Absatz einen Produktionsstopp, da er einen weiteren schnellen Absatzeinbruch erwartete. Die Absätze dagegen zogen in der Folge wieder deutlich an, so dass sich Parker entschließen konnte, die Produktion des Spiels wieder aufzunehmen.
Das Spiel wurde in der Folge in zahlreichen nationalen Versionen (s. u.) umgesetzt und auf die Märkte gebracht, so dass es zu einem internationalen Klassiker werden konnte. Mehr als 250 Millionen Stück sind seither verkauft worden, etwa fünfeinhalb Milliarden Monopoly-Häuschen wurden bisher produziert - das ist grob gerechnet eines für jedes reale Wohnhaus auf der Welt.
Es gibt neben den vielen Länderausgaben auch unzählige Spezialeditionen, etwa eine aus Schokolade oder auch eine Luxusvariante mit Häusern aus Gold für ca. 25.000 Dollar.
In den kommunistischen Ländern war das Spiel im allgemeinen stets verboten. 1959 wurden einige Monopoly-Ausgaben in Moskau auf einer US-Ausstellung gezeigt - und sämtlich gestohlen.
Monopoly wird mit zwei bis acht Spielern gespielt. Jeder Spieler erhält ein festgelegtes Startkapital (in der Regel 1500 € in der gängigen deutschen Grundversion) und besitzt eine Spielfigur, die sich zyklisch im Uhrzeigersinn auf dem Spielbrett wie in einer Stadt bewegt. Dann wird mit Spielgeld investiert oder gehandelt. Es gibt kein negatives Vermögen. Die Spieler kommen im Uhrzeigersinn an die Reihe. Der jeweilige Spieler wickelt folgende Schritte ab:
Wenn ein Spieler im Gefängnis sitzt, darf er seine Figur nicht bewegen, kann aber weiterhin Häuser bauen, Grundstücke kaufen oder verkaufen und Miete kassieren.
Das Ziel des Spieles ist es, als Einzelner am (evtl. zeitlich vorab festgesetzten) Ende das größte Vermögen zu besitzen. Ein Spieler, dessen Privatvermögen auf Null gefallen ist, scheidet aus dem Spiel aus. Die verbleibenden Spieler fahren fort. Es kann eine relativ ausgeglichene Spielsituation entstehen, in der die Mitspieler beliebig lange weiterspielen könnten, ohne Bankrott zu gehen. Zum Vermögen zählt das Bargeld, sowie jedes Haus und jedes Hotel mit dem halben Kaufpreis. Das Spiel endet auch dann, wenn nur noch ein Spieler übrig ist. Die Bank kann niemals pleite gehen. Ist in ihr kein Geld mehr enthalten, so besagen die Monopoly-Regeln, dass man Zettelchen mit dem entsprechenden Wert schreiben soll.
Die Ereigniskarten können neben dem Würfeln als Zufallselement angenehme und unangenehme Überraschungen bieten. Eine Karte ist zu ziehen, wenn man auf ein Ereigniskartenfeld gelangt. Von Zahlung eines geringen Geldbetrages (z. B. auf Grund „zu schnellen Fahrens“) über Geldgeschenke bis zur Renovierungspflicht für alle Häuser (die schnell zum Ruin des reichsten Spielers führen kann) ist ein breites Spektrum an Ereignissen vorhanden.
Generell ist das Spiel größtenteils zufallsbasiert; lediglich die Entscheidungen über Bebauungen und die Option, das Gefängnis gegen eine Geldbuße frühzeitig zu verlassen, bringen strategische Elemente ins Spiel ein.
Die Spielfelder tragen Straßennamen und haben unterschiedliche Mietpreise. Je zwei oder drei Straßen haben dieselbe Farbe; diese Farbgruppen repräsentieren Stadtviertel mit ähnlichem Mietpreisniveau. Die Reihenfolge der Straßen auf dem Spielplan zeigt einen stetig steigenden Mietwert an. Daher besitzt in der deutschen Grundversion die „Badstraße“ den geringsten Wert, die „Schlossallee“ hingegen den höchsten:
| Frei Parken | Theater- straße (220 €) |
Ereignis- feld |
Museums- straße (220 €) |
Opernplatz (240 €) |
Nord- bahnhof (200 €) |
Lessing- straße (260 €) |
Schiller- straße (260 €) |
Wasserwerk (150 €) |
Goethe- straße (280 €) |
Gehe ins Gefängnis | ||
| Berliner Straße (200 €) |
Monopoly | Rathausplatz (300 €) | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wiener Straße (180 €) |
Hauptstraße (300 €) | |||||||||||
| Gemeinschafts- feld |
Gemeinschafts- feld | |||||||||||
| Münchner Straße (180 €) |
Bahnhofstraße (320 €) | |||||||||||
| Westbahnhof (200 €) |
Hauptbahnhof (200 €) | |||||||||||
| Neue Straße (160 €) |
Ereignisfeld | |||||||||||
| Hafenstraße (140 €) |
Parkstraße (350 €) | |||||||||||
| Elektrizitätswerk (150 €) |
Zusatzsteuer | |||||||||||
| Seestraße (140 €) |
Schlossallee (400 €) | |||||||||||
| Gefängnis | Ereignisfeld | Süd- bahnhof (200 €) |
Einkommen- steuer |
Gemein- schaftsfeld | ⇐ LOS | |||||||
| Poststraße (120 €) |
Elisenstraße (100 €) |
Chaussee- straße (100 €) |
Turmstraße (60 €) |
Badstraße (60 €) | ||||||||
Wenn ein Spieler die Straße eines Mitspielers erreicht, hat er diesem Miete zu entrichten. Ist die Straße bebaut, erhöht sich die Miete wesentlich. Wenn ein Spieler alle Straßen einer Farbe besitzt, wird die Miete für unbebaute Grundstücke verdoppelt, außerdem darf er erst dann Häuser auf diese Grundstücke bauen. Auf einer Straße mit vier Häusern entsteht beim Kauf des fünften Hauses ein Hotel. Innerhalb einer Farbgruppe muss die Bebauung gleichmäßig erfolgen.
Es gibt etliche Abwandlungen der offiziellen Spielregeln; folgende Varianten sind dabei besonders verbreitet:
Kredit und Stundung
Hypothek
Grundstückskauf von der Bank, Versteigerung
Grundstückskauf von anderen Spielern
Hausbau
Hausverkauf
Miete
Das Los-Feld
Das Frei-Parken-Feld
Das Gefängnis-Feld
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Die erste deutsche Ausgabe,[6] die (vermutlich nach dem Erfolg in den Vereinigten Staaten seit 1935) auf den Markt kam, wurde 1936 in der Lizenz von Schmidt Spiele vertrieben. Sie enthielt als teuersten Straßennamen „Insel Schwanenwerder“. In diesem Berliner Nobelviertel wohnte auch der nationalsozialistische Propagandaminister Joseph Goebbels. Er soll das Spiel 1936 offiziell wegen seines „jüdisch-spekulativen Charakters“ verboten haben, andererseits soll es ihm dabei mehr um die teuerste Straße „Insel Schwanenwerder“ gegangen sein, wohin in der Zeit des Nationalsozialismus zahlreiche Nazi-Funktionäre zogen. In der neu aufgelegten westdeutschen Monopolyversion von 1953 ging man allen damit verknüpften Problemen aus dem Weg, indem man fiktive Allerwelts-Straßennamen wie Schlossallee oder Goethestraße verwendete[7]. Auch die Geldbezeichnung wechselte von RM auf DM. Seit Mitte der 1960er wurde das Spiel in Frankreich produziert. Nachdem Parker Brothers 1968 von General Mills übernommen wurde, wurde die Lizenz für Schmidt Spiele nicht erneuert und das Spiel erschien zwischen 1968 und 1975 bei der in Vielbrunn ansässigen Spielwarenhersteller Brohm Spielwaren (Georg Brohm).[8] Auch diese Spiele wurden in Frankreich produziert. Ab 1975 wurden die Spiele dann unter dem Label Parker Brothers hergestellt.
Mittlerweile ist für Sammler auch die Originalversion mit den Berliner Straßennamen aus den dreißiger Jahren wieder erhältlich:
Die Geldwerte der deutschen Ausgaben wurden bis 1998 in DM ausgezeichnet. Die Höhe von Mieten und Geldbeträgen aus den 30er Jahren blieb bis zur Umstellung auf den Euro erhalten. Das Grundkapital für jeden Spieler wurde dann von 30.000 RM/DM auf 1500 € umgestellt. Dieser „Umrechnungskurs“ von 1:20 bedeutete einen erheblichen Eingriff in den Spielablauf mit der Wirkung einer Art Entschärfung des Spiels. Interessant ist jedoch, dass in der amerikanischen Originalversion die Werte immer so niedrig waren (also am Startfeld $200). Beispiel für die entschärfende Wirkung:
In der DDR war das Spiel nicht erhältlich, jede Einfuhr – auch im „Westpaket“ – war verboten.
Im Herbst 2005 erschien eine Version des Spiels namens Monopoly Heute, es ist eine Berlin-Ausgabe. Ein paar Wochen danach erschien Monopoly Banking, ebenfalls mit Berliner Straßennamen, in dem aber mit Kreditkarte und Kartenlesegerät statt mit Bargeld bezahlt wird. Auch finden sich hier aktuellere Straßennamen und neue Ereigniskarten.
Im Januar 2007 begann auf der Website des deutschen Herstellers eine Internetabstimmung, bei der zuerst 38 und später 41 Städte für die im September 2007 erschienene Ausgabe Monopoly Deutschland zur Wahl standen. Aachen, Jena und Saarbrücken kamen nach Wahlbeginn noch hinzu. Die bestplatzierten 22 Städte wurden anstelle der üblichen Straßen übernommen. Außerdem wurden Wasser- und Elektrizitätswerk durch Anlagen für erneuerbare Energieerzeugung wie Solar- und Windkraftanlagen ersetzt. Die Städte wurden auf dem Spielbrett in der Reihenfolge des Wahlergebnisses angeordnet. Die Städte auf dem Spielfeld sind in wertaufsteigender Reihenfolge:
Heidelberg, Mannheim, Regensburg, Bielefeld, Münster, Düsseldorf, Würzburg, Schwerin, München, Bremen, Köln, Leipzig, Frankfurt am Main, Jena, Lübeck, Chemnitz, Augsburg, Hamburg, Halle, Aachen, Berlin und Saarbrücken. Die Bahnhöfe sind Nürnberg, Köln, Hamburg und Leipzig zugeordnet. Auch die Geldwerte sind um den Faktor 10.000 höher als in der Originalversion, als Startkapital gibt es 15 Million € statt 1.500 €.
Der Spieleverlag Winning Moves bringt in Lizenz die deutsche Städteedition und einige Editionen von Städten und Regionen heraus.
Ab ungefähr 1940 brachte Carlit Monopoly im englischen Design von Waddington in der Schweiz heraus. Ab 1968 brachte Carlit dann eine direkt bei Parker Brothers lizenzierte Version heraus. Nach der Übernahme von Carlit durch Ravensburger wurde das Spiel noch bis ca. 1990 von Carlit/Ravensburger vertrieben. Ab 1991 wird das Spiel in der Schweiz direkt von Hasbro unter dem Label Parker Brothers vermarktet.[9] In der Schweiz wird Monopoly in einer lokalen Version vertrieben, die Schweizer Städtenamen in Kombination mit echten Straßen beziehungsweise Plätzen verwendet. Der höchstpreisige Ort war dabei lange Zeit der Paradeplatz in Zürich, der billigste der Churer Kornplatz. In der neuesten Version seit September 2007 werden nicht mehr Städtenamen in Kombination mit Straßen verwendet, sondern Schweizer Kantone. Das teuerste Feld ist der Kanton Uri, das günstigste Schaffhausen. Die Zuteilung wurde durch eine öffentliche Internet-Abstimmung bestimmt.[10] Das Spielmaterial (Brett und Karten) ist durchgehend zweisprachig (deutsch und französisch).
In Österreich wurde 1936 von Schowanek das Spiel Business verlegt. Dieses Spiel war ähnlich wie Monopoly, auch wenn das Spielbrett einige Änderungen enthielt; als Spielmaterial dienten vier hölzerne Spielfiguren und statt Banknoten wurden Holzmünzen verwendet.[11] 1937 stellte die Wiener Druckerei Stockinger und Morsack (Stomo-Spiele) das Spiel Spekulation her.[11] Aus diesem Spiel entwickelte sich ca. 1940/41 das Spiel DKT – Das kaufmännische Talent. Bei DKT werden reale Straßennamen aus den österreichischen Landeshauptstädten verwendet. Die Regeln von DKT heben sich teils deutlich von den gängigen Monopoly-Regeln ab. Piatnik lizenzierte Monopoly für Österreich und wahrscheinlich im Zeitraum zwischen 1961 und ungefähr 1990.[11] Seit ca. 1991 wird Monopoly auch in Österreich von Hasbro unter dem Label Parker Brothers vertrieben.
In Luxemburg gab es im Jahr 2000 eine Edition mit den Luxemburger Ortschaften Echternach, Wiltz, Bartringen, Junglinster, Niederanven, Diekirch, Mondercange, Bascharage, Walferdange, Mamer, Mersch, Kayl, Ettelbrück, Schifflange, Bettemburg, Hesperdange, Sanem, Redange, Dudelange, Differdange, Esch/Alzette und natürlich Luxemburg. Die Reihenfolge der Städte entspricht der Einwohnerzahl in aufsteigender Folge.
Auf dem Spielbrett sind Luxemburger Wahrzeichen zu sehen wie z. B. der Hauptsitz der Sparkasse, Schloss Vianden und das Europagebäude. Die Auflage war sehr klein, so dass das Spiel schnell ausverkauft war. Es ist nicht bekannt, ob es eine Neuauflage geben wird.
Für die Weltedition (World Edition) konnte auf der Website von Hasbro[12] abgestimmt werden, welche 22 von 70 vorgeschlagenen Metropolen es aufs Brett schaffen sollten. Montreal wurde zur teuersten Stadt gewählt, das polnische Gdynia zur billigsten.[13]
1974 entwickelte der Ökonomieprofessor Ralph Anspach aus San Francisco ein Spiel namens Anti-Monopoly. Die Firma General Mills, welche Parker Brothers inzwischen übernommen hatte, reagierte auf dieses Spiel wie auf andere dieser Art vorher, und versuchte es vom Markt zu klagen. 40.000 bereits produzierte Spiele wurden vernichtet. In einer langjährigen Auseinandersetzung setzte sich Ralph Anspach jedoch letztlich durch. Als Ergebnis dieser Klage musste General Mills eingestehen, dass Charles Darrow nicht der Erfinder von Monopoly ist, sondern dass es sich bei diesem Spiel um eine Kopie des seit 1904 im Umlauf befindlichen The Landlord’s Game handelte, das von Elizabeth Magie Phillips erfunden wurde, beziehungsweise, dass es bereits vor 1930 Spiele mit demselben Namen und Spielprinzip gab (explizit erwähnt wird Atlantic City Monopoly). Ein nahezu identisches Spiel namens Finance war bereits seit 1932 im Handel, bevor es von Parker Brothers aufgekauft wurde.
Auch Anti-Monopoly wurde ein Erfolg, mit 500.000 verkauften Stück allein im ersten Jahr. Es ist noch immer im Handel. Das in den späten 70ern herausgekommene Spiel der Satire-Zeitschrift "MAD-Magazin", das "MAD-Spiel", bei dem es darauf ankommt, möglichst schnell sein Vermögen zu verspielen, ist eine Abwandlung.
Von Monopoly gibt es mehrere von Parker lizenzierte Ausgaben, z. B. das MAD-Spiel. Abwandlungen des Spiels unter Beibehaltung wesentlicher Spielzüge waren später z. B. „Hotel“, „Mankomania“, „Shalom“ und „Überholen ohne Einzuholen“.
Außerdem existieren verschiedene Umsetzungen als Computerspiel, die entweder eine originalgetreue Simulation des Brettspiels sind (wie z. B. das Open-Source-Spiel Atlantik) oder lediglich einige aus dem Spiel bekannte Elemente aufgreifen, ansonsten aber ein anderes Hauptziel haben (wie z. B. Monopoly Tycoon).
Seit Dezember 2008 gibt es die Variante Here and Now für iPhone und iPod Touch. Das Originalspiel ist ebenfalls für iPhone und iPod Touch seit November 2009 verfügbar. Im Dezember 2010 erschien Monopoly for iPad, eine an den 9,7-Zoll-Bildschirm von Apples Tablet-Computer angepasste Version mit sogenanntem Tisch-Modus für bis zu vier Spieler (die Bedienelemente richten sich nach der Sitzposition des gerade aktiven Mitspielers aus). Die gängigen Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Spanisch) sind in der App integriert; das Spielbrett wird in derjenigen Sprache gezeigt, die als Benutzersprache im OS voreingestellt ist.
Am Mittwoch, den 9. September 2009, startete unter dem Namen Monopoly City Streets eine Onlinevariante des Brettspiels. Die Darstellung beruhte dabei auf Google Maps, die Straßendaten (Namen, Straßenverläufe) stammten von OpenStreetMap. Der Spieler sollte jede Straße der Welt kaufen können, beim Spielstart jedoch standen viele Straßen nicht zur Verfügung. Das Online-Spiel endete offiziell am 9. Dezember 2009.[14]
Der Spieler verfügte zu Beginn über drei Millionen Monopolydollar und konnte damit Straßen kaufen. Diese generierten täglich Mieteinnahmen, die für weitere Investitionen zur Verfügung standen. War eine Straße bereits Eigentum eines anderen Spielers, konnte über einen Verkauf verhandelt werden. Es konnten außerdem verschiedene Gebäude errichtet werden, welche zusätzliche Einnahmen einbrachten. Auf Straßen von Konkurrenten war es möglich, Gebäude mit negativem Einfluss zu errichten. Auch die aus der Brettvariante bekannten Ereigniskarten waren Bestandteil von Monopoly City Streets.
Aufgrund hoher Zugriffszahlen waren die Spielserver in den ersten Tagen kaum erreichbar und Spielen somit nahezu unmöglich. Weiterhin traten viele Fehler auf wie beispielsweise doppelt vergebene Spielernamen. Deswegen wurde das Spiel am 18. September 2009 neu gestartet: Alle Accounts und deren Besitzer wurden gelöscht, einige Regeln geändert und Fehler behoben.
Mathematische Untersuchungen zu Monopoly (die Häufigkeiten der Straßen betreffend):
Rezeption des Spiels zur Zeit des Nationalsozialismus