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Montescudaio

Dieser Artikel behandelt die italienische Gemeinde in der Toskana. Für das Weinbaugebiet siehe Montescudaio (Weinbaugebiet).
Montescudaio
Wappen
Montescudaio (Italien)
Montescudaio
Staat: Italien
Region: Toskana
Provinz: Pisa (PI)
Koordinaten: 43° 20′ N, 10° 38′ O43.326944444410.6269444444242Koordinaten: 43° 19′ 37″ N, 10° 37′ 37″ O
Höhe: 242 m s.l.m.
Fläche: 19,9 km²
Einwohner: 1946 (31. Dez. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte: 98 Einw./km²
Postleitzahl: 56040
Vorwahl: 0586
ISTAT-Nummer: 050020
Demonym: Montescudaini
Website: Montescudaio

Montescudaio ist eine Gemeinde mit 1946 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010) in der Toskana (Provinz Pisa).

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Panorama von Montescudaio
Lage von Montescudaio in der Provinz Pisa

Der Ort liegt etwa 242 m ü. NN und ist zirka 15 Kilometer von der Mittelmeerküste entfernt. Wie Guardistallo und Casale Marittimo liegt Montescudaio auf einem der Hügel, die die Ebene von Cecina nach Osten hin abschließen. Der Ort liegt im Zentrum des Weinbaugebietes Montescudaio DOC.

Einziger Ortsteil (Frazione) ist Il Fiorino.

Zu den Nachbargemeinden gehören Cecina (LI), Guardistallo, Montecatini Val di Cecina und Riparbella

Geschichte

Auf dem Hügel von Montescudaio wurden vorrömische Siedlungen der Villanova-Kultur und der Etrusker entdeckt. Im Mittelalter befand sich hier ein Benediktinerkloster. Durch seine strategische Position erlangte der Hügel militärische Bedeutung und wurde befestigt. Erwähnt wurde der Name Montescudaio, der sich vom lateinischen Mons Scutarius (Berg der Schilde) ableitet, zuerst als Burg der Grafen della Gherardesca in einem Dokument aus dem Jahre 1092. Er blieb bis 1406 unter der Herrschaft Pisas. Unter Florenz war er von 1479 bis 1648 autonome Gemeinde, und danach, bis 1749, Lehen der Adelsfamilie Ridolfi. Durch zwei Erdbeben in den Jahren 1846 und 1871 wurden große Teile der Ortschaft zerstört, darunter auch die alte Benediktinerkirche Santa Maria und die mittelalterliche Burganlage.

Wie in vielen Landgemeinden der Toskana waren Olivenöl und Weinbau über Jahrhunderte die Haupteinnahmequelle der Bevölkerung. Nach dem 2. Weltkrieg verlor Montescudaio dann durch Abwanderung in die nahegelegenen Industrie- und Handelszentren an der Küste wie Cecina und Rosignano einen Teil seiner Bevölkerung; durch Förderung des Tourismus und des Anbaus von Qualitätsweinen konnte diese Entwicklung jedoch aufgehalten werden.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der Baubestand des Ortes ist teilweise mittelalterlich. Einige alte Türme (wie die Torre Guardiola) und Festungsmauern weisen auf die ehemals starken Befestigungsanlagen hin.

Kirchen

  • Chiesa di Santa Maria Assunta – Pfarrkirche, vom Kirchvorplatz hat man einen schönen Panoramablick auf das Umland.

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Vino Estate (14. und 15. August) - Weinfest
  • Mostra mercato vino DOC (erster Sonntag im Oktober) – Volksfest mit Weinmesse
  • Festa dell’olio (November) – Olivenölfest
  • Festa della birra - Bierfest

Städtepartnerschaften

Montescudaio unterhält mit folgenden Städten Städtepartnerschaften:[2]

Weblinks

 Commons: Montescudaio – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica vom 31. Dezember 2010.
  2. Offizielle Webseite der Gemeinde Montescudaio zu den Städtepartnerschaften, abgerufen am 16. Oktober 2011
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