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Die Morphosyntax ist der Bereich der Grammatik, der die Morphologie (Formenlehre) und die Syntax (Satzlehre) umfasst. Es ist die Grammatik im engeren Sinn, also ohne die Phonologie (Lautlehre), die im weiteren Sinn auch zur Grammatik gerechnet wird.
Da die Abgrenzung zwischen Morphologie und Syntax nicht immer leicht fällt (Satzbau und Formen stehen in einem engen Zusammenhang), werden diese beiden Bereiche bisweilen unter der Bezeichnung Morphosyntax zusammengefasst.
Im Prinzip ist Morphosyntax aber die Wiedergabe syntaktischer Funktionen durch morphologische Mittel. In Kasussprachen sind dies die Flexivendungen, z. B. gibt die Endung -M in lateinisch ROSAM den Akkusativ wieder und zeigt an, dass ROSAM Objekt ist, die Endung -ami in polnisch psami (Nominativ: psy ,Hunde') den Instrumental (,mit den Hunden') und zeigt an, dass es sich um ein Adverbial handelt. Andererseits verweist die Endung -o in einem spanischen hablo ,ich spreche' direkt auf das Subjekt und macht andererseits aus einem Verbstamm ein Prädikat. Je nachdem wie man die morphologischen Mittel definiert, können dazu neben reinen Flexiven wie dt. -e, -st, -t in ich mache, du machst, er macht auch Klitika (das sind Artikel, Pronomen) gezählt werden wie in französisch je fais ,ich mache' oder portugiesisch comprá-lo-ia ,ich würde es kaufen', bei dem das Objektpronomen zwischen Stamm (comprá-) und Konditionalendung (-ia) eingeschoben werden muss, während bei Verneinung das Pronomen vorne steht: Não o compraria (,ich würde es nicht kaufen').
Es ist wichtig zwischen folgenden Funktionen zu unterscheiden: