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Mossos d’Esquadra (deutsch: Geschwaderjungs) ist die Polizei von Katalonien. Umgangssprachlich werden sie auch als die Mossos (katalanisch: Jungs) bezeichnet.
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Die Mossos d’Esquadra wurden 1721 von Pere Anton Veciana (1682–1736), dem damaligen Bürgermeister der Stadt Valls (Provinz Tarragona) gegründet. Bis dahin wurde die öffentliche Ordnung regelmäßig durch das Militär aufrechterhalten. Sie war aber nicht mehr gewährleistet, sobald das Militär anderweitig eingesetzt wurde. Erste Aufgabe der Truppe war es, in der Folge des Spanischen Erbfolgekriegs Handelswege und Märkte vor den Angriffen versprengter Anhänger der unterlegenen Habsburger zu sichern. Als Pere Anton Veciana 1736 starb, gab es bereits 126 Mossos in elf Städten Kataloniens. Die Stützpunkte wurden von der jeweiligen Gemeinde unterhalten und waren mit jeweils fünf bis neun Männern besetzt, das Hauptquartier in Valls mit über 20. Die Familie Veciana leitete die Mossos d’Esquadra bis 1836.
In der Zeit des Franquismus existierten die "Mozos de Escuadra" als etwa 50 Mann starke, eher militärisch ausgerichtete Gruppe, die mit den ursprünglichen Mossos wenig Gemeinsamkeiten hatte. Nach dem Tod Francos und im Zuge der Demokratisierung Spaniens wurden sie im Oktober 1980 wieder der katalanischen Regierung unterstellt. 1983 beschloss man, die Mossos in eine zivile Polizei für die Autonome Gemeinschaft Katalonien umzuwandeln. Anfangs konzentrierten sich die Aktivitäten auf Barcelona, 1984 wurden die ersten Kommissariate in Girona, Lleida und Tarragona eröffnet.
Im Zuge der innenpolitischen Umstrukturierung übernimmt die Mossos d’Esquadra seit 1994 schrittweise die Exekutivgewalt im Gebiet der Autonomen Gemeinschaft Katalonien, die zuvor von der spanischen Policia Nacional wahrgenommen wurde. Dieser Prozess soll 2008 abgeschlossen sein, so dass dann nur noch die Terrorismusbekämpfung, die illegale Immigration und einige andere Kompetenzen in den Händen der Policia Nacional und der Guardia Civil verbleiben.
Seit der schrittweisen Übernahme der Exekutivgewalt in Katalonien geraten die Mossos d’Esquadra regelmäßig negativ in die Schlagzeilen der lokalen wie auch der gesamtspanischen Presse. Es gab mehrere Fälle schwerer Misshandlungen und Folterungen, die später in Verurteilungen der entsprechenden Beamten mündeten (Haftstrafen).[1][2][3][4][5]
Auch das Vorgehen bei Demonstrationen und Massenversammlungen wird regelmäßig als stark überzogen kritisiert. Besondere Aufmerksamkeit erlangten 2009 mehrere Vorfälle bei Studentenprotesten in Barcelona, in deren Folge der Direktor der Mossos d’Esquadra, Rafael Olmos, entlassen wurde.[6][7]
Nach den Feiern der Siege des FC Barcelona im Mai 2009 verloren drei Personen durch den Einsatz von Gummigeschossen ein Auge. Allein durch den Einsatz dieser in den meisten Staaten Europas verbotenen Waffe gab es zahlreiche zum Teil schwer Verletzte unter den Fussballfans. Auch der Pressechef der Lokalpolizei (Guardia Urbana) wurde durch die Geschosse verletzt.[8][9][10] Die Mossos d’Esquadra wiesen die Vorwürfe zurück und kündigten an, auch in Zukunft nicht auf den Einsatz von Gummigeschossen zu verzichten. Diese Vorfälle lösten heftige politische und gesellschaftliche Debatten aus.
Zu erneuter Kritik kam es im Mai 2011 als die Mossos d'Esquadra brutal die friedlichen Proteste des "Movimiento 15-M" (Bewegung des 15. Mais) auflösten. Dabei kam es zu über 100 (zum Teil schwer) Verletzten.[11]
Gesamtstaatliche Polizeien
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Ertzaintza (Baskenland) |
Mossos d’Esquadra (Katalonien) |
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Policía Local