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| Musala | ||
|---|---|---|
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Auf dem Gipfel des Musala | ||
| Höhe | 2.925 m | |
| Lage | Bulgarien | |
| Gebirge | Rila | |
| Geographische Lage | 42° 11′ 0″ N, 23° 35′ 0″ O42.183333333323.58333333332925Koordinaten: 42° 11′ 0″ N, 23° 35′ 0″ O | |
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| Typ | alpiner Felsgipfel | |
| Erstbesteigung | König Philipp II. von Makedonien | |
| Besonderheiten | höchster Berg Bulgariens und des Balkans | |
Der Musala (bulgarisch Мусала), gelegen im Rila-Nationalpark, ist der höchste Berg Bulgariens und der gesamten Balkanhalbinsel. Sein Gipfel wurde von Bergsteigern erstmals im 19. Jahrhundert erreicht. Auf seiner breiten Kuppe befindet sich zwei wissenschaftliche Beobachtungsstationen der Bulgarischen Akademie der Wissenschaften[1][2].
Inhaltsverzeichnis |
Der Musala (auch Mussala geschrieben) bietet Fernsichten auf alle Bergregionen Bulgariens mit dem Witoschagebirge im Nordwesten, dem Balkangebirge, den Rhodopen im Südosten und dem Piringebirge sowie natürlich auf die umgebenden Bergkuppen des Rilagebirges wie der Kleine Mussala (2.902 m) und der Iretschek (2.852 m).
Vor vielen Jahrhunderten benannten die Bulgaren den Berg nach ihrem Himmelsgott Tangra[3], dessen Name erst im 15. Jahrhundert durch die Osmanen in Musala (Maşallah: Gottes Lob) umgeändert wurde. Die Bulgaren haben aber noch viele andere Spuren hinterlassen, wie etwa mehrere Felsen, die Runeninschriften mit dem Gottesnamen Tangra tragen. Der Gipfel hieß von 1949 bis 1962 Berg Stalin, einen Namensvetter gab es auch im Pamirgebirge[4]
Das Bergland um den Musala ist teilweise von der Eiszeit und ihren Gletschern geformt worden.[5] Dadurch sind auch Bergseen zurückgeblieben wie der auf circa 2.700 m, also 200 Meter unterhalb des Gipfels, befindliche 20.000 m² große Musala-See.[6] Drei der größten Flüsse Bulgariens – Iskar, Mariza und Mesta – entspringen im Rilagebirge in der Nähe des Musalaberges.
Die Wetterstation gibt es bereits seit dem 19. Jahrhundert auf diesem Berg, ein Feuer zerstörte 1964 die Holzkonstruktion. 1999 wurde die Station als Umwelt-Observatorium Musala (Basic Environmental Observatory, BEO) aus festem Material neu gebaut und wieder eröffnet. Sie gehört zur Bulgarischen Akademie der Wissenschaften, deren Wissenschaftler nun auch Astrophysikalische Beobachtungen durchführen sowie Luftbelastungen und Weltraumstrahlungen messen.[7]
Der Berggipfel ist acht bis neun Monate des Jahres von Schnee und Eis bedeckt. An sehr vielen Tagen umhüllen starke Nebel die Kuppe. Mit einer mittleren Jahresdurchschnittstemperatur von – 3 Grad Celsius ist der Musala der kälteste Ort auf dem Balkan. Am 14. Februar 2004 wurde mit – 31,8 Grad Celsius eine der niedrigsten Temperaturen in Bulgarien im 21. Jahrhundert gemessen.[8]
Bemerkenswert ist die reiche Flora und Fauna in den Wäldern zu Füßen und an den Hängen des Berges. Sein Gipfel trägt jedoch keine höhere Vegetation. Beispielsweise sind hier die Rumelische Kiefer und die bulgarische Pinie (Abies borisii-regis) heimisch. Von den Vögeln ist häufig der Mauerläufer zu beobachten.
Der erste historisch dokumentierte Bezwinger des Berges ist König Philipp II. von Makedonien, Vater Alexanders des Großen. Der Musala ist am einfachsten vom zehn Kilometer nördlich gelegenen Ort Borowez zu erreichen. Von dort gibt es seit den 1970er-Jahren auch einen Kabinenlift, der bis zur Berghütte Jastrebez auf eine Höhe von 2.369 Meter reicht. In einer Stunde ist die Musalahütte auf 2.430 m erreichbar. Über die Everest-Schulter gelangen die Bergsteiger dann in rund ein bis zwei Stunden auf den Gipfel. Die Besteigung erfordert keine besondere Hochgebirgserfahrung und keine besondere Alpinausrüstung.
Eine in Bulgarien führende Software-Servicefirma aus Sofia nennt sich Musala Soft.[9]
Auf der Insel Greenwich Island in der Region Süd-Shetland-Inseln in der Antarktis gibt es einen „Musala-Gletscher“, der nach diesem bulgarischen Berg benannt ist[10].
In der herzegowinischen Stadt Mostar gibt es eine Brücke über den Fluss Neretva, die den Namen Musala trägt. Sie stammte aus dem 19. Jahrhundert und wurde 1992 während des Bürgerkriegs in Bosnien Herzegowina zerstört. Im Jahr 2000 wurde die in modernen Formen wieder aufgebaute Brücke eingeweiht.[11] [12]