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Das Museum Ludwig ist das Museum der Stadt Köln für die Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.
Das Museum, unmittelbar südöstlich des Kölner Doms und des Hauptbahnhofes gelegen, beherbergt neben seiner Sammlung moderner Kunst das Agfa-Photo-Historama (eine Sammlung historischer Fotografie). Im gleichen Gebäude befindet sich die Kölner Philharmonie sowie die Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln. Das Museum verfügt über eine Ausstellungsfläche von rund 8000 m². Es ist eines der bedeutenden europäischen Museen für die Kunst der Gegenwart.
Die Sammlung des Museums Ludwig umfasst einen hochrangigen Querschnitt von der Klassischen Moderne bis zur aktuellen Kunstproduktion. Schwerpunkte bilden die umfangreichste Sammlung amerikanischer Pop Art außerhalb der USA (u. a. Schlüsselwerke von Jasper Johns, Andy Warhol, Robert Indiana und Roy Lichtenstein), eine der weltweit umfangreichsten Sammlungen von Werken der Russischen Avantgarde der 1920er Jahre, die Malerei des deutschen Expressionismus (die „Sammlung Haubrich“) und die größte deutsche Kollektion mit Werken von Pablo Picasso. Trotz des geringen Ankaufetats (Stand 2005) erwirbt das Museum regelmäßig zeitgenössische Kunstwerke. Regelmäßig werden Ausstellungen mit überregionaler Resonanz zu wichtigen kunsthistorischen Themen und Künstlern (insbesondere der Gegenwart) ausgerichtet.
Im Dezember 2008 erhielt das Museum die Schenkung des Kölner Sammlers Ulrich Reininghaus mit allen Editionen von Sigmar Polke. Damit besitzt das Museum die größte Sammlung der Editionen europaweit.
Seine bedeutende Foto-Sammlung kann das Museum seit Juli 2009 länger der Öffentlichkeit präsentieren. Um die empfindlichen Werke vor UV-Strahlen zu schützen, wurden die Fenster im Dach mit einer neu entwickelten Folie beschichtet. Dadurch werden die schädlichen Strahlen aus dem Tageslicht herausgefiltert. Somit können Fotos künftig sechs Monate statt wie bisher nur drei Monate gezeigt werden.
Das Museum wird seit 2000 von Kasper König geleitet, der Professor an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste – Städelschule in Frankfurt am Main ist und bedeutende Ausstellungen wie Westkunst und die Skulptur.Projekte in Münster auf den Weg brachte.[1]
Mit Zustimmung des Hauptausschuss des Rates der Stadt Köln vom 7. November 2011 wird ab dem 1. November 2012 Philipp Kaiser neuer Direktor.[2]
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Ausgangspunkt für ein Kölner Museum der Gegenwartskunst war die Expressionismus-Sammlung des Kölner Bürgers Josef Haubrich. Diese wurde in das Wallraf-Richartz-Museum integriert und mit der Zeit um weitere Werke der Kunst des 20. Jahrhunderts erweitert. Als das Sammler-Ehepaar Peter und Irene Ludwig der Stadt Köln rund 350 Werke überwiegend der Pop-Art schenkte, kam es 1976 zur Gründung des Museum Ludwig. Dieses blieb weiterhin in den alten Räumen, in denen heute das Museum für Angewandte Kunst untergebracht ist. Weitere Schenkungen des Ehepaares Ludwig betrafen eine umfangreiche Sammlung von Werken der Russischen Avantgarde und schließlich mehrere hundert Werke von Pablo Picasso, die ursprünglich als Dauerleihgaben zur Verfügung gestellt wurden.
Die Stifter dieser Museumsbestände, das Sammler-Ehepaar Ludwig, nahmen nachhaltig Einfluss auf die weitere Entwicklung „ihres“ Museums. Unter anderem durch ihr Engagement wurde ein Neubau für das Wallraf-Richartz Museum, das Museum Ludwig und die fotografische Sammlung, das Agfa-Photo-Historama, errichtet, der auch einen neuen Konzertsaal beinhalten sollte.
1986 wurde der von den Kölner Architekten Busmann + Haberer entworfene Neubau eröffnet, nachdem zuvor Lichtführung und Materialien an der Simultanhalle, einem eigens dafür errichteten Testbau, entwickelt und erprobt worden waren. Die Simultanhalle ist seit 1983 selbst Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst. Seitdem hat sich die Simultanhalle zu einer wichtigen Institution des kulturellen Lebens der Stadt Köln entwickelt.
Angesichts der in Aussicht gestellten Schenkung der umfangreichen Picasso-Sammlung von Irene Ludwig entschloss sich die Stadt, das Museumsgebäude ausschließlich der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts zu widmen. Der Neubau für das Wallraf-Richartz-Museum wurde 2001 fertiggestellt, sodass dieses nun über ein eigenes Haus verfügt. An der Architektur des Bauwerks wurde wenig verändert. Lediglich die Eingangsbereiche und das Foyer wurden 2004/2005 umgestaltet.
Vom 18. bis 20. Juni 1999 fand das 25. Gipfeltreffen der Regierungschefs der Gruppe der Acht (G8-Gipfel) im Museum Ludwig statt.[3]
2010 konnte das Museum mit Hilfe der Kulturstiftung der Länder und des Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen das Gemälde Braune Figuren im Café des Expressionisten Ernst Ludwig Kirchner (entstanden 1928/1929) erwerben. Dieses ergänzt somit die Kirchner-Sammlung aus der Berliner und frühen Davoser Zeit des Malers (etwa Fünf Frauen auf der Straße von 1913, oder Eine Künstlergemeinschaft, 1925 bis 1926).
Das renommierte Kunstmuseum wird unterstützt vom Förderverein Gesellschaft für Moderne Kunst, der unter anderem jährlich den Wolfgang-Hahn-Preis für bildende Künstler/-innen verleiht. Der mit 100.000 € dotierte Preis zählt zu den wichtigsten Ankaufspreisen in Europa. Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft ist derzeit (Stand 2010) Wolfgang Bornheim. Der Jury wird gebildet aus dem Vorstand der Gesellschaft mit Gabriele Bierbaum, Wolfgang Bornheim, Kasper König, Robert Müller-Grünow, Sabine DuMont Schütte und Enno Scholma (Stand: 2010) sowie einem Gastjuror. </br>Alle Preisträger: Siehe Artikel Wolfgang-Hahn-Preis.
Freunde ist der gemeinsame Förderverein des Museums Ludwig und des Wallraf-Richartz-Museums. Er legt ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm auf und fördert u. a. Publikationen beider Museen.[4]
Museum für Angewandte Kunst | artothek | Museum Ludwig | NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln im EL-DE-Haus | Museum für Ostasiatische Kunst | Rautenstrauch-Joest-Museum | Römisch-Germanisches Museum | Museum Schnütgen | Kölnisches Stadtmuseum | Wallraf-Richartz-Museum
50.94083333336.96027777778Koordinaten: 50° 56′ 27″ N, 6° 57′ 37″ O