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Es gibt zwei Gruppen von Musikerwitzen: zum Verständnis der einen Gruppe braucht man gewisse 'Hintergrundkenntnisse'; für die andere nicht. Witze der ersten Gruppe sind für Nicht-Musiker oft nicht verständlich.
Nachfolgend sind die wichtigsten Gattungen der Musikerwitze aufgeführt. Über Gitarristen, Keyboarder oder sonstige klassische Musiker gibt es nur relativ wenig wirklich genre-typische Witze. Die meisten Musikerwitze lassen sich auch auf andere soziale Minderheiten oder Randgruppen umschreiben.
Inhaltsverzeichnis |
Die meisten Künstler sind Freiberufler. Diese können von ihrem Beruf nur leben, wenn sie genügend bezahlte Auftritte bekommen. Nur wenige können von ihrer Tätigkeit wirklich hauptberuflich leben. Deshalb werden Musiker in den Witzen meist als Leute beschrieben, die wenig Geld haben und zusätzlich zu ihrem Beruf (der Musik) noch einem weiteren Job nachgehen müssen:
Viele Musikerwitze spielen darauf an, dass Pop- oder kommerzielle Volksmusik finanziell deutlich lukrativer ist als beispielsweise Jazz oder Kirchenmusik.
Schlagzeuger sind in der Band für den Rhythmus und das Halten des Tempos zuständig. Ein großes Problem beim Schlagzeug ist es, konstant das Tempo des Songs zu halten. Deswegen spiegelt sich das Problem auch oft in den entsprechenden Witzen wider.
Viele Witze pointieren, dass das Schlagzeug kein „richtiges“ Instrument sei - es werde nur mit „Stöcken auf Tierfelle“ geschlagen. Schlagzeugern und auch Bassisten wird in Musikerwitzen oft mangelnde Intelligenz und / oder ein eher einfaches Wesen nachgesagt.
Es kommt im Rockgeschäft vor, dass der Schlagzeuger einer Band häufig ausgewechselt wird und er so keine (relativ) feste finanzielle Grundlage hat.
Der E-Bass gilt als eines der am leichtesten zu erlernenden Instrumente. Daher schreibt man den Bassisten im humoristischen Genre meistens keine sonderlich große Intelligenz zu. Da sich das Instrument aufgrund seiner relativ dicken Saiten nur sehr langsam verstimmt und man geringe Tonhöhenunterschiede im unteren Frequenzbereich auch nur schlecht hört, wird den Künstlern aber auch oft nachgesagt, sie stimmten ihr Instrument selten oder nie.
Witze aus dem klassischen Operngesang beruhen auf recht simplen Klischees: der Stutenbissigkeit der konkurrierenden Sopranistinnen, der Sexbesessenheit der Mezzosopranistinnen, der sprichwörtlichen Dummheit und Borniertheit des Tenors, der Trinkfestigkeit oder mangelnden Musikalität des Basses.
Witze über Sängerinnen haben oft einen sexuellen Kontext (ähnlich wie Blondinenwitze), oft wird auch die (vermeintliche) Eigenschaft von Gesangskünstlern hervorgehoben, sich in den Mittelpunkt zu drängen.
Ähnlich wie den Schlagzeugern unterstellt man auch den Sängern oft mangelnde musikalische Kompetenz.
→ Hauptartikel: Bratscherwitz
Über Bratscher gibt es die meisten Musikerwitze. Die Bratscher sind sozusagen die 'Ostfriesen' unter den Musikern. Dem Klischee nach sind sie langsam, dumm und/oder faul.
Hier werden oft die Anblasgeräusche von Blasinstrumenten humoristisch verwendet.