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Das NONAM, Nordamerika Native Museum – Indianer und Inuit Kulturen in Zürich ist ein Völkerkundemuseum zur Kunst und Kultur der nordamerikanischen Indianervölker sowie der Inuit.
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Das NONAM basiert auf der ehemals privaten Sammlung Hotz. Die Stadt Zürich erwarb die Sammlung 1961 und präsentierte sie ab 1963 im neu erschaffenen Indianermuseum in einem Schulhaus in Zürich Aussersihl. Bis 1977 stand das Museum unter der Leitung von Gottfried Hotz. Sein Nachfolger Hans Läng baute die Sammlung weiter aus. Im Museumsbestand befindet sich eine umfassende Sammlung der Bildtafeln und Vignetten von Karl Bodmer aus dem Buch Reise in das innere Nord-America in den Jahren 1832 bis 1834. Nach Längs altersbedingtem Rücktritt im April 1993 war die Pädagogin und Ethnologin Denise Daenzer bis im Februar 2012 die leitende Kuratorin. Sie übergab die Leitung danach ihrer Stellvertreterin Heidrun Löb weiter.[1]
Seit 1993 werden die Wechselausstellungen aus dem Fundus der Sammlung durch thematische Sonderausstellungen ergänzt. 2003 wurde das Indianermuseum in Nordamerika Native Museum umbenannt. Gleichzeitig bezog es grössere Räumlichkeiten an der Seefeldstr. 317 beim Bahnhof Tiefenbrunnen. Dank der grösseren Ausstellungsfläche können jeweils eine Wechselausstellung und zusätzlich eine oder zwei Sonderausstellungen im Jahr gezeigt werden. Der Neubau eines Pavillons[2] über dem Empfangsgebäude im Winter 2008/2009 ermöglicht Kulturprogramme, Workshops und Angebote der Museumspädagogik. Der Pavillon wurde 2009 mit einer Anerkennung des Prix Lignum 2009 ausgezeichnet. Der Holzpreis Schweiz – Prix Lignum 2009 zeichnet den besonders hochwertigen und zukunftsweisenden Einsatz von Holz in Bauwerken, im Innenausbau, bei Möbeln und künstlerischen Arbeiten aus.
Der Name des Museums NONAM, Nordamerika Native Museum – Indianer und Inuit Kulturen soll die Arbeitsbereiche des Museums verdeutlichen.
Das Museum wird zum grössten Teil noch immer von der Stadt Zürich getragen. Der Förderverein Amerindias unterstützt Veranstaltungen, Führungen, Kurse und Workshops sowie Reise- und Aufenthaltskosten von indigenen Gästen. Stiftungen und Firmen leisten punktuelle finanzielle Beiträge.
Die Dauerausstellung steht unter dem Namen Von Lachsmenschen und Regenmachern und zeigt das indigene Nordamerika in seiner kulturellen Vielfalt.
Anläßlich des hundertsten Todestages von Karl May am 30. März zeigt das NONAM vom 22. März bis zum 31. Oktober 2012 die Sonderausstellung Faszination Indianer: Vorstellungen, Darstellungen - Ein Streifzug durch die Jahrhunderte. Die Ausstellung ist dem Volk der Fantasie-Indianer gewidmet, das wir uns hier in Europa gerne in den buntesten Farben ausmalen. Das NONAM erforscht die Ursprünge der europäischen Indianerbegeisterung und zeigt, wie sich das Image der Indianer von 1492 bis heute verändert hat.
Der Klangraum entführt den Hörer in die Welt der Inuit am Polarkreis, der Kwakwaka'wakw an der pazifischen Nordwestküste Kanadas sowie der Hopi und Navajo im Südwesten der USA. Indianer und Inuit verwendeten ursprünglich keine Schriftsprachen. Die Aufnahme und Weitergabe Ihrer Informationen geschah im Wesentlichen durch akustische Kommunikation und orale Überlieferung.
Das Schweizer Fernsehen SF produzierte in Zusammenarbeit mit dem NONAM den Fernsehfilm Ehre sei den Tieren.[3]
47.34758.56472222222Koordinaten: 47° 20′ 51″ N, 8° 33′ 53″ O; CH1903: 685089 / 244682