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Naim Süleymanoğlu

Naim Süleymanoğlu (bulgarisch Наим Сюлейманогу; * 23. Januar 1967 in Ptichar, Bulgarien) geboren als Naum Sulejmanow (bulg. Наум Сулейманов) ist ein türkischer Gewichtheber.

Süleymanoğlu wurde als Angehöriger der türkischen Minderheit in Bulgarien unter dem Namen Naum Suleimanov geboren. Er fing sehr früh mit dem Gewichtheben an und erzielte 1983 seinen ersten Weltrekord. Im Zuge der Bulgarisierungskampagne in Bulgarien unter dem Diktator Todor Schiwkow gaben ihm die Behörden den Namen Naum Schalamanow (bugl. Наум Шаламанов). Unter diesem Namen startete er 1986 bei der WM in Melbourne. Nach der WM setzte sich jedoch Suleimanow in die Türkei ab. Im Jahr 1986 nahm er die türkische Staatsbürgerschaft an und wechselte dabei auch seinen Namen in Naim Süleymanoğlu. In der nachfolgenden Zeit versuchte der bulgarische Staat seine internationalen Auftritte zu verbieten, konnte sich jedoch gegen Zahlung eines großen Geldbetrages mit der Türkei einigen.

Für die Türkei gewann er dreimal olympisches Gold im Federgewicht: 1988 in Seoul, 1992 in Barcelona und 1996 in Atlanta. Außerdem wurde Süleymanoğlu 21 Mal Weltmeister und war/ist jüngster Weltmeister aller Zeiten im Gewichtheben und 1. Heber der das dreifache seines Körpergewichtes gestoßen hat. Diese Tatsache in Verbindung mit seiner geringen Körpergröße brachte ihm den Spitznamen "Taschen-Herkules" (türkisch: "Cep-Herkülü") ein, unter dem er noch heute in der Gewichtheberszene bekannt ist. Nach dem erfolglosen Versuch, bei den Olympischen Sommerspielen 2000 in Sydney als erster Gewichtheber aller Zeiten die vierte Goldmedaille in Folge zu gewinnen, beendete er seine sportliche Laufbahn und wandte sich der Politik zu. Er wurde mit dem Olympischen Orden ausgezeichnet und war Vorbild für viele Gewichtheber in den ehemals sozialistischen osteuropäischen Staaten.

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