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Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei

Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei
Hoheitszeichen: Parteiadler steht ĂŒber Hakenkreuz im Eichenblattkranz; wegen Blickrichtung nicht identisch mit dem Reichsadler zur Zeit des Nationalsozialismus.
Hoheitszeichen: Partei-Flagge der NSDAP (von 1935 bis 1945 (mit nach links versetztem Hakenkreuz) auch Nationalflagge des Deutschen Reiches)
Partei­vorsitzender Karl Harrer (1919–1920 / DAP)
Anton Drexler (1920–1921)
Adolf Hitler (1921–1945)
Martin Bormann (1945)
GrĂŒndung 24. Februar 1920
Haupt­sitz MĂŒnchen
GeschÀftsstelle Berlin
Jugend­organisation Hitlerjugend (HJ)
Zeitung Völkischer Beobachter
Aus­richtung Nationalsozialismus, radikaler Antisemitismus und Nationalismus
Farbe(n) braun
Mitglieder­zahl 7,5 Millionen (1945)

Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) war eine in der Weimarer Republik entstandene politische Partei, deren Programm beziehungsweise Ideologie (der Nationalsozialismus) von radikalem Antisemitismus und Nationalismus sowie der Ablehnung von Demokratie und Marxismus bestimmt war. Sie war als straffe FĂŒhrerpartei organisiert. Ihr Parteivorsitzender war ab 1921 der spĂ€tere Reichskanzler Adolf Hitler, unter dem sie Deutschland in der Diktatur des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945 als einzige zugelassene Partei beherrschte.

Sie wurde nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 durch das alliierte Kontrollratsgesetz Nr. 2 mit allen ihren Untergliederungen als verbrecherische Organisation eingestuft und damit verboten und aufgelöst, ihr Vermögen wurde beschlagnahmt und eingezogen.
Das bedeutete in der sowjetischen Besatzungszone, der spÀteren DDR, gleichzeitig das bis zur Deutschen Wiedervereinigung geltende Verbot, ihre Symbole zu besitzen oder sie zu zeigen, gleich aus welchem Grund.
Ihr folgte dann 1949 die Bundesrepublik in der ab dann jede Werbung durch Schriften, Worte oder Kennzeichen fĂŒr sie verboten wurde, wobei allerdings der private Besitz nicht eingeschrĂ€nkt wurde.
Eine der Bundesrepublik gleichartige Regelung war mit dem Verbotsgesetz in Österreich vier Jahre zuvor, 1945, getroffen worden.

Inhaltsverzeichnis

Die NSDAP in der Weimarer Republik

AnfÀnge und Verbot 1923

Delegation der NSDAP beim vom Deutschvölkischen Schutz- und Trutzbund organisierten Deutschen Tag in Coburg, 1922

Die NSDAP ging aus der Deutschen Arbeiterpartei (DAP) durch deren Umbenennung am 24. Februar 1920 hervor. Die GrĂŒndung erfolgte im MĂŒnchener HofbrĂ€uhaus. Am selben Tag veröffentlichte die Partei ihr 25-Punkte-Programm mit den Hauptpunkten Aufhebung des Versailler Friedensvertrages, Entzug der deutschen StaatsbĂŒrgerschaft von Juden und „StĂ€rkung der Volksgemeinschaft“. An diesem Abend wurde die Bezeichnung NSDAP etabliert (das KĂŒrzel „NS“ sollte die Besonderheit der Partei hervorheben und wurde von Hitler, Eckart, Esser, Heß, Röhm und Feder an der ParteifĂŒhrung vorbei eingefĂŒhrt). Die offizielle Ummeldung in NSDAP war bereits am 20. Februar 1920 vollzogen worden.

Kurz danach begann die NSDAP, die ersten Mitgliedsausweise auszugeben. Und da sie nicht als „unbedeutende Kleinstpartei“ dastehen wollte, begann das offizielle Parteiverzeichnis mit der Nummer 501. Hitler wurde in diesem Verzeichnis mit der Nummer 555 gefĂŒhrt.[1]

1922 ergingen eine Reihe von NSDAP-Verboten in mehreren deutschen LĂ€ndern: In Baden am 4. Juli und in ThĂŒringen am 15. Juli. Auf Grundlage des Republikschutzgesetzes vom 21. Juli 1922 folgten Verbote in Braunschweig (13. September), Hamburg (18. Oktober), Preußen (11. November) und Mecklenburg-Schwerin (30. November). Der Vollzug der Verbote war von unterschiedlicher SchĂ€rfe.[2] In Preußen fĂŒhrte das NSDAP-Verbot auch zum Verbot der dortigen NSDAP-Tarnorganisation Großdeutsche Arbeiterpartei, die ursprĂŒnglich als erste norddeutsche NSDAP-Ortsgruppe gegrĂŒndet werden sollte.

Bis 1923 konnte die NSDAP vor allem in Bayern grĂ¶ĂŸeren Anhang gewinnen und nahm die durch Ruhrkampf und Inflation desolate Lage im Deutschen Reich zum Anlass fĂŒr den Hitlerputsch, der am 9. November 1923 klĂ€glich scheiterte.

Am selben Tag ĂŒbertrug ReichsprĂ€sident Friedrich Ebert auf Grundlage von Artikel 48 der Weimarer Reichsverfassung die vollziehende Gewalt an den Chef der Heeresleitung Hans von Seeckt. Dieser erließ am 23. November 1923 ein reichsweites Verbot gegen die NSDAP, das bis Februar 1925 gelten sollte.[3] Das gesamte Parteivermögen wurde konfisziert, die GeschĂ€ftsstelle in MĂŒnchen geschlossen, die Parteizeitung Völkischer Beobachter verboten. Ebenfalls verboten wurden die Deutschvölkische Freiheitspartei (DVFP), deren Vorsitzender Erich Ludendorff beim Putsch eine zentrale Rolle gespielt hatte, und die Kommunistische Partei Deutschlands, deren Hamburger Aufstand wenige Wochen zuvor gescheitert war.

Hitler befand sich ab dem 11. November 1923 in Untersuchungshaft. In einem Prozess vor dem MĂŒnchner Volksgericht wurde er am 1. April 1924 wegen Hochverrats zu fĂŒnf Jahren Festungshaft verurteilt, von denen er aber nur wenige Monate verbĂŒĂŸen musste. Zuvor hatte er den Chefredakteur des Völkischen Beobachters Alfred Rosenberg beauftragt, fĂŒr den Zusammenhalt der Nationalsozialisten zu sorgen. Unter dem Pseudonym Rolf Eidhalt (ein Anagramm aus Adolf Hitler) grĂŒndete dieser die Großdeutsche Volksgemeinschaft. Es fehlte ihm aber die nötige AutoritĂ€t, um die Zersplitterung der Bewegung zu verhindern.[4] Von der Parteispitze wurde er bald durch Hermann Esser und Julius Streicher verdrĂ€ngt. Daneben bildete sich ein „Völkischer Block in Bayern“ unter Alexander Glaser, der ebenfalls um nationalsozialistische Stimmen warb. Andere Nationalsozialisten wie Gottfried Feder, Gregor Strasser und Wilhelm Frick schlossen ein WahlbĂŒndnis mit Ludendorff und seiner eher bĂŒrgerlich-nationalistischen DVFP, die nach dem Freispruch ihres Vorsitzenden im Hitlerprozess rasch wieder zugelassen worden war. Unter dem Namen Nationalsozialistische Freiheitspartei traten sie bei den Reichstagswahlen vom 4. Mai 1924 an und erreichten 6,6 Prozent der Stimmen. Hitler befĂŒrchtete, dadurch wĂŒrde aus seiner „Bewegung 
 eine rein bĂŒrgerliche Konkurrenzpartei“, und lehnte diese Zusammenarbeit entschieden ab. Aus der Haft konnte er auf die Entwicklung aber keinen Einfluss nehmen.[5] Im August 1924 schlossen sich Deutschvölkische und Nationalsozialisten organisatorisch zur „Nationalsozialistischen Freiheitsbewegung Großdeutschlands“ zusammen, die von Ludendorff, Straßer und Albrecht von Graefe gefĂŒhrt wurde. Die organisatorische Einheit ĂŒberdeckte nur oberflĂ€chlich die heftigen inneren sachlichen und persönlichen GegensĂ€tze, die die neue Partei prĂ€gten. Bei den Reichstagswahlen vom 7. Dezember 1924, bei der die republikfeindlichen KrĂ€fte allgemein stark verloren, erlangte sie nur noch 3 Prozent der abgegeben Stimmen. Eine weitere Splittergruppe bildete sich in Norddeutschland. Die „Nationalsozialistische Arbeitsgemeinschaft“ des LĂŒneburger Rechtsanwalts Adalbert Volck verstand sich als „reine Hitlerbewegung“ und trat strikt antiparlamentarisch auf.

Reorganisation und Splitterpartei 1924–1930

Veranstaltungsplakat zur WiedergrĂŒndung der NSDAP, MĂŒnchen, Februar 1925

Nach seiner Entlassung aus der Festungshaft im Dezember 1924 wurde Hitler, obwohl er damals noch österreichischer StaatsbĂŒrger war, nicht ausgewiesen, sondern durfte im Deutschen Reich bleiben. Er löste die NSDAP aus dem BĂŒndnis mit den Völkischen und begann mit der Reorganisation zu einer FĂŒhrerpartei mit dem Ziel einer legalen MachtĂŒbernahme. Im Februar 1925 wurde die Partei neu gegrĂŒndet.

In der Zeit bis zu den Reichstagswahlen 1928 war die NSDAP nur eine von mehreren antisemitisch-völkischen Parteien, zeigte aber spÀtestens bei der Reichstagswahl ihre herausragende Stellung innerhalb dieses politischen Spektrums. 1929 erlangte die Partei durch gemeinsame Agitation mit der DNVP und dem Stahlhelm im Rahmen der Kampagne gegen den Young-Plan reichsweite Aufmerksamkeit.

Die viel gelesenen Zeitungen des deutschnationalen Großverlegers Alfred Hugenberg machten die NSDAP und besonders Adolf Hitler ĂŒberall im Reich bekannt, obwohl die Kampagne selbst im Dezember 1929 mit nur 15 Prozent Zustimmung scheiterte. Finanziert wurden diese und die folgenden Agitationen und WahlkĂ€mpfe weniger durch Spenden aus der Großindustrie, die vom „Sozialismus“ im Parteinamen abgeschreckt wurden und lieber die DVP und die DNVP unterstĂŒtzten (einzelne nationalsozialistische Schwerindustrielle wie Fritz Thyssen und Emil Kirdorf waren Ausnahmen). Wichtiger waren Zuwendungen der mittelstĂ€ndischen Industrie, vor allem aber die vergleichsweise hohen MitgliedsbeitrĂ€ge (ein Finanzierungsinstrument, das die Nationalsozialisten von der SPD ĂŒbernommen hatten) sowie die Eintrittsgelder zu Veranstaltungen mit Hitler oder Goebbels, fĂŒr die zwischen 50 Pfennig und zwei Mark verlangt wurden – der durchschnittliche Monatslohn eines Arbeiters lag bei 180 Mark, ein Student oder ein Arbeitsloser mit Familie musste mit etwa 80 Mark auskommen.[6]

Zwischen 1925 und 1930 stieg die Mitgliederzahl der Partei von 27.000 auf 130.000. Die NSDAP nutzte die Weltwirtschaftskrise und die damit einhergehende Massenverelendung, welche ihr antikapitalistisches, antiliberales und vor allem antisemitisches Programm gegen das „internationale Finanzjudentum“ in der Bevölkerung stĂŒtzte. Schon 1926 wurde parteiintern der Hitlergruß eingefĂŒhrt und Hitler als FĂŒhrer bezeichnet.

Nach dem verheerend schlechten Ergebnis bei den Reichstagswahlen 1928, als sich die NSDAP mit 2,6 Prozent der Stimmen begnĂŒgen musste, erging die Weisung an alle Parteigliederungen, in ihrer Propaganda den Antisemitismus zurĂŒckzuschrauben, der vor allem auf bĂŒrgerliche Kreise abschreckend wirkte. Von nun an setzte die NSDAP zentral auf den Straßenterror der SA und andere Themen wie die Außenpolitik, woraufhin ihre Stimmenanteile bei den Landtagswahlen 1929 und 1930 auf ĂŒber 10 Prozent anstiegen (zum Beispiel in Sachsen mit 14,4 Prozent). Dies lag auch an den nicht durch Wahlen legitimierten PrĂ€sidialkabinetten. Besonders Jugendliche und junge MĂ€nner traten in die Hitlerjugend und die SA ein. Die nationalsozialistischen Politiker gingen von dem Versuch ab, vor allem die Arbeiterschaft fĂŒr sich zu gewinnen, was zur Abspaltung eines „linken“ FlĂŒgels fĂŒhrte, zu dem unter anderen Otto Strasser gehörte. Die NSDAP erhielt aber immer mehr UnterstĂŒtzung von Bauern (die Agrarpreise waren ab 1928 zusehends verfallen), Handwerkern und EinzelhĂ€ndlern (Angst vor der Konkurrenz durch „jĂŒdisch gefĂŒhrte“ Kaufhauskonzerne) sowie aus den Reihen der Studenten- und Beamtenschaft (Furcht vor einer drohenden „Proletarisierung“ des akademischen BĂŒrgertums).

So konnte die NSDAP die Weltwirtschaftskrise, deren Auswirkungen im Deutschen Reich besonders spĂŒrbar wurden, zur Gewinnung einer Massenbasis in denjenigen WĂ€hlerschichten nutzen, die vorher fĂŒr die DNVP oder eine der sonstigen nationalen Kleinparteien gestimmt hatten oder enttĂ€uscht von den bĂŒrgerlichen Parteien (DVP und DDP) seit Jahren ins NichtwĂ€hlerlager gewechselt waren.

Wahlerfolge ab 1930

Eröffnung des 5. Reichstags am 13. Oktober 1930. Ganz links im Bild: die NSDAP-Abgeordneten

Die Auflösung des Reichstags durch ReichsprĂ€sident Paul von Hindenburg gemĂ€ĂŸ Artikel 25 der Verfassung kam den Nationalsozialisten daher sehr gelegen. Bei den Reichstagswahlen am 14. September 1930 wurde die NSDAP mit 18,3 Prozent der abgegebenen Stimmen zweitstĂ€rkste Partei hinter der SPD. Bereits im Januar 1930 trat die NSDAP in ThĂŒringen („Baum-Frick-Regierung“) und im weiteren Verlauf des Jahres dann in Braunschweig (Kabinett KĂŒchenthal) in Koalitionsregierungen ein. Trotz der Regierungsbeteiligungen wurde sie weiterhin als Opposition gegen das „System“ wahrgenommen. Die Propaganda der NSDAP stellte vor allem außenpolitische und soziale Themen in den Vordergrund. In ihrer Polemik gegen den Versailler Vertrag und namentlich gegen den Young-Plan, die als die Ursache der Verelendung in der Weltwirtschaftskrise hingestellt wurden, fasste sie beide Themen zusammen.[7] Mit antisemitischer Polemik hielt sich die Parteipropaganda nach einer Anweisung von Goebbels aus dem Jahr 1928 deutlich zurĂŒck.[8][9] Dennoch kam es auch in den Aufstiegsjahren der NSDAP wiederholt zu pogromartigen ZwischenfĂ€llen, wie den Angriffen auf das Kaufhaus Wertheim am Tag der Reichstagseröffnung 1930 oder dem KurfĂŒrstendamm-Krawall vom 12. September 1931.[10] Da sie ihren parteipolitischen Apparat organisatorisch stark ausgeweitet hatte, konnte sie fĂŒr jede soziale Gruppe speziell auf sie zugeschnittene Organisationen und Propaganda anbieten. In „nacktem Populismus“ (Hans-Ulrich Wehler) versprach sie jeder gesellschaftlichen Gruppe, genau ihre WĂŒnsche zu erfĂŒllen:[11] FĂŒr die Industriearbeiter etwa gab es die Nationalsozialistische Betriebszellenorganisation und die Hib-Aktion („Hinein in die Betriebe“), fĂŒr sie gerierte sich die Partei als sozialistisch und organisierte auch Streiks. FĂŒr kleinere Ladenbesitzer gab es den Nationalsozialistischen Kampfbund fĂŒr den gewerblichen Mittelstand, der gegen die den kleinen SpezialgeschĂ€ften ökonomisch ĂŒberlegenen WarenhĂ€user und EinheitspreislĂ€den kĂ€mpfte. Auf dem Lande ĂŒbernahm die NSDAP die Themen der Landvolkbewegung und konzentrierte sich auf ihre Blut-und-Boden-Ideologie und ihr Ziel, die deutsche Wirtschaft vom Weltmarkt abzukoppeln.[12] Dass die Nationalsozialisten eine Autarkie planten, wurde von Hitler gegenĂŒber den Großindustriellen dagegen bestritten, so etwa in seiner Rede vor dem DĂŒsseldorfer Industrie-Club. GegenĂŒber dieser Klientel, fĂŒr die es mit der Arbeitsstelle Dr. Schacht und dem Keppler-Kreis gleich mehrere, konkurrierende Organisationen innerhalb des Parteiapparats NSDAP gab, betonte die Propaganda die Ablehnung von KlassenkĂ€mpfen und Demokratie.

Integrierendes Element dieser widersprĂŒchlichen Forderungen waren der radikale Nationalismus der Partei und ihre Volksgemeinschaftsideologie, die man je nach Publikum unterschiedlich auslegen konnte. Zwar gab es sowohl innerhalb der Partei als auch von außen, zum Beispiel von Seiten der Industrie, die wissen wollte, wie es denn nun mit dem „Sozialismus“ des Parteiprogramms bestellt war, immer wieder AnsĂ€tze, die NSDAP auf ein konkretes Aktionsprogramm fĂŒr die Zeit nach einer Machtergreifung festzulegen. Dies wurde von Hitler stets rundweg abgelehnt, der programmatisch stets wolkig blieb und unterhalb der Ebene vager Großforderungen wie der nach einer „Regeneration unseres Volkskörpers“ jede politische Konkretion vermied: „So unverĂ€nderlich [
] die Gesetze des Lebens selbst sind und damit die unserer Bewegung zugrunde liegende Idee, so ewig fließend ist das Ringen um die ErfĂŒllung“.[13]

Durch ihre breit adressatendifferenzierte Propaganda gelang es der NSDAP, WĂ€hler in allen gesellschaftlichen Gruppen und Schichten zu gewinnen. Zwar erwiesen sich das traditionsbewusst-katholische Milieu und das der organisierten Industriearbeiter als weniger anfĂ€llig als die anderen Milieus, doch blieben auch sie nicht immun gegenĂŒber der nationalsozialistischen Verlockung. Überproportional viele AnhĂ€nger konnte sie im alten Mittelstand gewinnen, bei den kleinen Gewerbetreibenden, den Ladenbesitzern und Inhabern von Handwerksbetrieben. Aus diesem Befund zieht der Parteienforscher JĂŒrgen W. Falter den Schluss, dass die NSDAP eine „Volkspartei mit Mittelstandsbauch“ war, die die zum Teil diametral divergierenden Werte und Interessen aller Teile der Wahlbevölkerung zu integrieren vermochte.[14]

Lautsprecherwagen der NSDAP wĂ€hrend des Wahlkampfes zur ReichsprĂ€sidentenwahl 1932 im Berliner Bezirk Pankow Im Oktober 1931 taten sich auf DrĂ€ngen Hitlers und Alfred Hugenbergs die NSDAP und die DNVP mit anderen nationalistischen VerbĂ€nden zur Harzburger Front als Gegner der Weimarer Republik zusammen, das BĂŒndnis hielt aber nicht lange: Bereits wenige Monate spĂ€ter bekĂ€mpften sie sich im Wahlkampf zur ReichsprĂ€sidentenwahl 1932. Dennoch gelang Hindenburg seine Wiederwahl zum ReichsprĂ€sidenten erst im zweiten Wahlgang – Hitler kam auf Platz zwei; bei den Landtagswahlen in Preußen, Bayern, WĂŒrttemberg und anderen ReichslĂ€ndern erzielte die Partei deutliche Erfolge und wurde bei den Reichstagswahlen am 31. Juli 1932 auch stĂ€rkste Partei im Reichstag. Zwar durchlief die Partei 1932 eine schwere Krise, welche in den Misserfolgen bei der Reichstagswahl am sechsten November gipfelte, doch konnte sie sich wieder erholen. Die Trendumkehr gelang bei der Landtagswahl in Lippe am 15. Januar 1933: die MitgliederstĂ€rke der NSDAP erhöhte sich auf rund 850.000.[15] Die Wahlerfolge sind auch auf die erfolgreiche Mobilisierung von NichtwĂ€hlern zurĂŒckzufĂŒhren, welche den bis dahin regierenden Parteien nicht mehr zutrauten, die Weltwirtschaftskrise zu ĂŒberwinden.

ReichsprĂ€sident von Hindenburg hegte eine tiefe persönliche Abneigung gegen den „böhmischen Gefreiten” Hitler, der außerdem nicht bereit war, sich mit weniger als der Reichskanzlerschaft zufriedenzugeben. Gleichwohl dachten sowohl Reichskanzler BrĂŒning als auch seine Nachfolger von Papen und von Schleicher jeweils zumindest zeitweise an eine Rechtskoalition von Zentrum, DNVP und NSDAP, um eine Reichsreform ohne Beteiligung der SPD zu Stande zu bringen. Dies scheiterte aber an Hitlers Bestehen auf der Kanzlerschaft; außerdem gelang es nicht, wenigstens Teile der Nationalsozialisten (und der Deutschnationalen) zu dieser Koalition zu bewegen oder zu einer „Querfront“ von Gewerkschaften und linken Nationalsozialisten. Die Versuche zur Einbindung Hitlers hatten als Kehrseite, dass bereits BrĂŒning die NSDAP nicht als umstĂŒrzlerische und verfassungsfeindliche Partei anprangerte und dementsprechend bekĂ€mpfte.

Anfang 1933 war die „Querfront“-Idee des Kanzlers von Schleicher gescheitert. Dieser befĂŒrwortete ein Weiterregieren unter Ausschaltung des Reichstags, der Ende Januar wieder zusammentreten und mit Sicherheit die Regierung stĂŒrzen wĂŒrde. In dieser Situation gelang es Franz von Papen, den ReichsprĂ€sidenten zu einer NSDAP-DNVP-Koalition unter einem Kanzler Hitler zu ĂŒberreden. Von Papen glaubte, Hitler „zĂ€hmen“ zu können. Am 30. Januar 1933 fĂŒhrte dies zur formal legalen „MachtĂŒbergabe“ (spĂ€ter als „Machtergreifung“ der Nationalsozialisten bezeichnet).

Die Wahlergebnisse der NSDAP bei den Reichstagswahlen 1930 bis 1933

Wahlkreis[16] 5. MĂ€rz 1933 6. November 1932 31. Juli 1932 14. September 1930
Osthannover 54,3 % 42,9 % 49,5 % 20,6 %
SĂŒdhannover-Braunschweig 48,7 % 40,6 % 46,1 % 24,3 %
Hamburg 38,9 % 27,2 % 33,7 % 19,2 %
Schleswig-Holstein 53,2 % 45,7 % 51,0 % 27,0 %
Weser-Ems 41,4 % 31,9 % 38,4 % 20,5 %
Westfalen-Nord 34,9 % 22,3 % 25,7 % 12,2 %
Westfalen-SĂŒd 33,8 % 24,8 % 27,2 % 13,9 %
DĂŒsseldorf-Ost 37,4 % 27,0 % 31,6 % 17,0 %
DĂŒsseldorf-West 35,2 % 24,2 % 27,0 % 16,8 %
Köln-Aachen 30,1 % 17,4 % 20,2 % 14,5 %
Koblenz-Trier 38,4 % 26,1 % 28,8 % 14,9 %
Pfalz 46,5 % 42,6 % 43,7 % 22,8 %
Hessen-Darmstadt 47,4 % 40,2 % 43,1 % 18,5 %
Hessen-Nassau 49,4 % 41,2 % 43,6 % 20,8 %
ThĂŒringen 47,2 % 37,1 % 43,4 % 19,3 %
Franken 45,7 % 36,4 % 39,9 % 20,5 %
Niederbayern 39,2 % 18,5 % 20,4 % 12,0 %
Oberbayern-Schwaben 40,9 % 24,6 % 27,1 % 16,3 %
WĂŒrttemberg 42,0 % 26,2 % 30,3 % 9,4 %
Baden 45,4 % 34,1 % 36,9 % 19,2 %
Ostpreußen 56,5 % 39,7 % 47,1 % 22,5 %
Pommern 56,3 % 43,1 % 48,0 % 24,3 %
Mecklenburg 48,0 % 37,0 % 44,8 % 20,1 %
Oppeln 43,2 % 26,8 % 29,2 % 9,5 %
Breslau 50,2 % 40,4 % 43,5 % 24,2 %
Liegnitz 54,0 % 42,1 % 48,0 % 20,9 %
Frankfurt an der Oder 55,2 % 42,6 % 48,1 % 22,7 %
Berlin 31,3 % 22,5 % 24,6 % 12,8 %
Potsdam I 44,4 % 34,1 % 38,2 % 18,8 %
Potsdam II 38,2 % 29,1 % 33,0 % 16,7 %
Leipzig 40,0 % 31,0 % 36,1 % 14,0 %
Dresden-Bautzen 43,6 % 34,0 % 39,3 % 16,1 %
Chemnitz-Zwickau 50,0 % 43,4 % 47,0 % 23,8 %
Merseburg 46,6 % 34,5 % 42,6 % 20,5 %
Magdeburg 47,3 % 39,0 % 43,8 % 19,5 %
Deutsches Reich 43,9 % 33,1 % 37,4 % 18,3 %

Die NSDAP an der Macht ab 1933

Die Partei. Allegorische Skulptur von Arno Breker. Stimmenanteile der NSDAP nach der Reichstagswahl vom 5. MÀrz 1933

Hitler agierte in den ersten Monaten des Jahres 1933 auf der Grundlage der seiner Regierung, einer Koalition aus NSDAP und DNVP, durch den ReichsprĂ€sidenten Paul von Hindenburg ĂŒbergebenen Macht. Auch in der letzten nach dem Recht der Weimarer Republik abgehaltenen Wahl am 5. MĂ€rz 1933, deren Wahlkampf bereits durch Verbote anderer Parteien und Repressalien der politischen Gegner durch Terror und Propaganda gekennzeichnet war, erhielt die NSDAP mit etwa 44 Prozent nicht die absolute Mehrheit der Stimmen. Die Nationalsozialisten schafften es jedoch mit den Stimmen aller anderen Parteien außer SPD und KPD (siehe Tag von Potsdam), im Reichstag die nötige Zweidrittelmehrheit fĂŒr die Verabschiedung des ErmĂ€chtigungsgesetzes am 24. MĂ€rz zu erlangen, das die Macht unter Ausschaltung des Parlaments auf Hitler ĂŒbertrug und schließlich auch zum Verbot sĂ€mtlicher Parteien außer der NSDAP verwendet wurde.

Es bildete sich ein Einparteienstaat, welcher am 1. Dezember 1933 durch das „Gesetz zur Sicherung der Einheit von Partei und Staat“ auch rechtlich verankert wurde. Die NSDAP war hiermit eine Körperschaft des öffentlichen Rechts mit eigener Gerichtsbarkeit ĂŒber ihre Mitglieder. Bis zum April zĂ€hlte die Partei 2,5 Millionen Mitglieder, welche in der Hauptsache aus Beamten und Angestellten bestanden, nachdem die NSDAP wichtige SchlĂŒsselpositionen in Staat, Organisationen, Fabriken und Behörden besetzte. Ab 1933 wurde das 1920 als Parteisymbol eingefĂŒhrte Hakenkreuz allgegenwĂ€rtig im Alltag der BĂŒrger. Im Zuge der auf dem Reichsparteitag 1935 verabschiedeten NĂŒrnberger Gesetze wurde das Symbol zum Hoheitszeichen des Deutschen Reiches.

In der Zeit des Nationalsozialismus trat die NSDAP kaum noch durch eigene TĂ€tigkeit hervor. DafĂŒr werden in der Forschung verschiedene Ursachen genannt. Der Journalist Heinz Höhne nimmt an, dass sie durch die Aufteilung der eigentlichen Macht gelĂ€hmt worden sei: Zwar habe Rudolf Heß am 21. April 1933 mit seiner Ernennung zum Stellvertreter des FĂŒhrers formal uneingeschrĂ€nkte Macht ĂŒber die Partei erhalten, doch habe Hitler „vergessen“, ihm auch ihren Reichsorganisationsleiter Robert Ley zu unterstellen, der das mĂ€chtige Korps der Politischen Leiter der NSDAP unter sich gehabt habe. Dies habe zahlreiche Streitereien und KompetenzrivalitĂ€ten zur Folge gehabt, wie sie fĂŒr die nationalsozialistische Polykratie typisch waren, und so die eigentliche Macht der Partei gelĂ€hmt.[17] Der Berliner Historiker Henning Köhler glaubt dagegen, die NSDAP sei ausschließlich eine „Agitations- und Wahlmaschine“ gewesen und nur eine einzige ihrer Teilorganisationen habe die Basis tatsĂ€chlich auch wirksam erreicht: Die Reichspropagandaleitung unter Goebbels. Von dem Augenblick an, an dem es keine WahlkĂ€mpfe mehr gab, habe die Parteileitung sich auf das Eintreiben von MitgliedsbeitrĂ€gen und auf die Streitschlichtung zwischen ihren FunktionĂ€ren beschrĂ€nkt. Eine aktive Rolle etwa bei der Verteilung der zahlreichen Karriereposten, die im Lauf der Gleichschaltung neu zu besetzen waren, habe sie nicht gespielt. Hier habe es vielmehr einen sozialdarwinistischen Kampf der ParteifunktionĂ€re gegeneinander gegeben.[18]

Vom 30. Juni bis 2. Juli 1934 wurden im Zuge der angeblichen Niederschlagung des so genannten Röhm-Putschs die SA-FĂŒhrung einschließlich ihres Stabschefs Ernst Röhm auf Hitlers Befehl ermordet. In Wahrheit hatte es keinerlei Putschvorbereitungen seitens der SA gegeben. Es wurde dadurch vielmehr die absolute Macht Hitlers ĂŒber die Partei zementiert, die seitdem lediglich ein Instrument seiner persönlichen Herrschaft war.

UnterstĂŒtzung durch Wirtschaft und Industrie

In der Endphase der Weimarer Republik trugen die Großunternehmer nur vereinzelt zur Finanzierung der NSDAP bei. Ausnahmen waren Fritz Thyssen, Albert Vögler, der sich noch im November 1932 an einer Unterschriftenliste bedeutender Unternehmer gegen Hitler beteiligt hatte, oder Emil Kirdorf, der sich aber bereits 1928 wieder der DNVP zuwandte. Erst ab Februar 1933 flossen die Industriespenden reichlich. Sie wurden als Adolf-Hitler-Spende der deutschen Wirtschaft institutionalisiert und nahmen bald den Charakter einer Zwangsabgabe an. Allerdings erhielten die Industriellen, wie von ihnen erhofft, durch ihre finanzielle UnterstĂŒtzung diverse Vorteile. FĂŒr die ErfĂŒllung von Hitlers Plan nach KriegsfĂ€higkeit der Wirtschaft und EinsatzfĂ€higkeit der Wehrmacht wurde nicht nur die RĂŒstungsindustrie stark vorangetrieben. In Konzernen wie I.G. Farben wurden Buna und Benzin synthetisch hergestellt.

Nach der gewalttĂ€tigen Entmachtung der SA im Juli 1934 („Röhm-Putsch“) hatte Hitler innerparteilich keine ernsthaften Gegner mehr. Die ihm nun eigene MachtfĂŒlle in der nach dem FĂŒhrerprinzip strukturierten Partei sollte sich bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges erhalten.

Die „unlöslich mit dem Staat verbundene“ Partei wurde zur „TrĂ€gerin des deutschen Staatsgedankens“ und war zustĂ€ndig fĂŒr die „FĂŒhrerauslese“, also die Besetzung staatlicher SchlĂŒsselpositionen. WĂ€hrend des Zweiten Weltkrieges lag es an der NSDAP, zu entscheiden, wer nun unabkömmlich sei und damit vom aktiven Kriegsdienst an der Front befreit wurde. Diesen Status erhielten in der Regel nur FunktionĂ€re der Partei. Die materielle Bevorzugung der hauptamtlichen „Parteibonzen“ sowie deren hĂ€ufige UnfĂ€higkeit und Korruption trugen dazu bei, dass das Ansehen der NSDAP in der Gesellschaft schon zu Beginn des Krieges rasch schwand. Die NSDAP war in der Hauptsache beschĂ€ftigt mit organisatorischen und verwaltungsmĂ€ĂŸigen Aufgaben im Luftschutz und bei der Evakuierung aus StĂ€dten, mit Lagern fĂŒr Zwangsarbeiter, bei Sammelaktionen oder Erntehilfen der Hitlerjugend. Gegen Ende des Krieges sollte sie zusĂ€tzlich den Volkssturm aufstellen.

Parteitage

Bis 1938 zelebrierte die NSDAP ihre jĂ€hrlichen Parteitage in NĂŒrnberg. Diese Reichsparteitage waren einprĂ€gsam inszeniert in gewaltigen AufzĂŒgen von ParteifunktionĂ€ren mit anschließenden Treuegelöbnissen sowie abendlichen FackelzĂŒgen und Lichtdomen als symbolische Verschmelzung von Mensch und Naturgewalt. Albert Speers Lichtdom galt als erhabene visuelle Inszenierung des Kollektivs und war die Projektion von 150 Flakscheinwerfern am Himmel. AusfĂŒhrlich berichteten die Medien ĂŒber die minutiös geplanten Parteitage. ZusĂ€tzlich kam es zu filmischen Überhöhungen in Form von Reichsparteitagsfilmen, welche Leni Riefenstahl in Szene setzte, „Sieg des Glaubens“ und „Triumph des Willens“ vermittelten den Eindruck der von den Nationalsozialisten proklamierten Volksgemeinschaft und der damit verbundenen Gleichschaltung. Die Wehrmacht nahm 1934 nach dem Tod Paul von Hindenburgs erstmals an einem Parteitag teil und wurde auf Hitler, nicht das Volk, eingeschworen.

Parteiverbot

Mit dem Zusammenbruch des Dritten Reiches stellte die Parteiorganisation ihre TĂ€tigkeit ein. Am 10. Oktober 1945 wurde die NSDAP mit allen Gliederungen und angeschlossenen VerbĂ€nden durch das Kontrollratsgesetz Nr. 2 des Alliierten Kontrollrates verboten. Die Partei wurde in den NĂŒrnberger Prozessen 1946 zur „verbrecherischen Organisation“ erklĂ€rt.

Struktur der NSDAP

→ Hauptartikel: Struktur der NSDAP

Administrative Gliederung der NSDAP 1944

Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei war pyramidenartig aufgebaut. An der Spitze stand der Vorsitzende, zu Beginn Anton Drexler (24. Februar 1920 bis 29. Juli 1921), der danach Ehrenvorsitzender wurde, und anschließend Adolf Hitler (29. Juli 1921 bis 30. April 1945). Er war mit absoluter Macht ausgestattet und hatte die volle Befehlsgewalt. Alle anderen ParteiĂ€mter waren seiner Position untergeordnet und mussten sich nach seinen Weisungen richten. Unter dem Vorsitzenden Hitler waren die Reichsleiter in der 1934 errichteten „Kanzlei des FĂŒhrers“, deren Zahl nach und nach auf 18 erhöht wurde. Im Dritten Reich hatten diese Ă€hnlich große Macht wie Reichsminister, was zu von Hitler gewĂŒnschten KonkurrenzkĂ€mpfen fĂŒhrte.

Der Stab des Stellvertreters des FĂŒhrers, ein zentrales FĂŒhrungsorgan der NSDAP, war an allen wesentlichen Entscheidungen im Partei- und im Staatsapparat beteiligt. Die Dienststelle mit Sitz in MĂŒnchen unterstand Rudolf Heß, bis sie am 12. Mai 1941 Hitler persönlich unterstellt und unter der neuen Bezeichnung „Parteikanzlei“ vom langjĂ€hrigen Stabsleiter Martin Bormann weitergefĂŒhrt wurde.

Die Partei hatte folgende Unterorganisationen:

Einige nur verbundene Organisationen hatten eine eigene Rechtspersönlichkeit und eigenes Vermögen. Sie wurden von der Partei betreut, wie zum Beispiel:

Mit den Organisationen und den angeschlossenen VerbĂ€nden konnte die NSDAP die Gesellschaft organisatorisch weitgehend durchdringen und die Bevölkerung sowohl im Beruf als auch in der Freizeit kontrollieren und indoktrinieren. Der Entnazifizierungsfragebogen der MilitĂ€rregierung, Ausgabe 1946, fragte nach der Mitgliedschaft in 95 Organisationen aus dem Umkreis der NSDAP. Die soziale Kontrolle erfolgte insbesondere durch Block- und Zellenwarte und mittels NSDAP-Ortsgruppen, da sie bei der Beförderung von Beamten, fĂŒr AnwĂ€rter des öffentlichen Diensts oder fĂŒr Antragsteller bezĂŒglich sozialer UnterstĂŒtzung und Ausbildungshilfen ein Vetorecht hatten. Letzteres war entscheidend, weil die NSDAP erst 1941 eine gesetzliche Krankenkasse grĂŒndete. Vorher hatten sich die Arbeiter an WohltĂ€tigkeitsorganisationen zu wenden, weil sich die Masse ansonsten keinen Arztbesuch leisten konnte.

Die Politische Organisation (PO) der NSDAP gliederte sich in Gaue, Kreise, Ortsgruppen, Zellen und in Blocks. Ein Block zÀhlte als kleinste organisatorische Einheit zwischen 40 und 60 Haushalte.

Mitglieder

Parteiabzeichen

Mitgliedszahlen und -kartei

Mitgliederzahl der NSDAP 1919–1933 und 1945

1938 wurden folgende Angaben zur Entwicklung der Mitgliederzahl zwischen 1919 und 1933 gemacht:[19]

Datum Mitglieder
Ende 1919 64
Ende 1920 3.000
Ende 1921 6.000
23. November 1923 55.787
Ende 1925 27.117
Ende 1926 49.523
Ende 1927 72.590
Ende 1928 108.717
Ende 1929 176.426
Ende 1930 389.000
Ende 1931 806.294
April 1932 1.000.000
Ende 1932 1.200.000
Ende 1933 3.900.000

Parteibuch der NSDAP von 1939 Die NSDAP hatte zur Zeit der „Machtergreifung“ 849.009 Mitglieder (parteieigene Statistik), bis 1945 wuchs diese Zahl auf 7,5 Millionen an. Anfangs (und immer wieder) wurde versucht, die „MĂ€rzgefallenen“ (Opportunisten, die sich nach der Machtergreifung, insbesondere nach dem Wahlsieg im MĂ€rz 1933 zur NSDAP bekannten) von der Partei fernzuhalten. Dazu wurde 1933 eine umfassende Aufnahmesperre verhĂ€ngt (siehe Hauptartikel Mitglieder-Aufnahmesperre der NSDAP). Der Bedarf an neuen Mitgliedern war aber stets so groß, dass solche Maßnahmen nicht lange durchgehalten wurden, zumal mit ihnen ja auch ein „Transmissionsriemen“ in die Gesellschaft aufgebaut wurde.

Die NSDAP-Zentralkartei (50 Tonnen Karten) wurde nach der Verhinderung ihrer vorgesehenen Vernichtung (1945) zur Aufbewahrung in das Berlin Document Center ĂŒbernommen.[20]

NSDAP-Mitgliedschaft auch ohne Zustimmung?

AnwÀrter Politischer Leiter (Parteimitglied)[21]

Voraussetzung fĂŒr die Mitgliedschaft in der NSDAP war ein eigenhĂ€ndig unterschriebener Aufnahmeantrag.[22] FĂŒr den Jahrgang 1927 legte der zustĂ€ndige Reichsschatzmeister am 7. Januar 1944 eine Herabsetzung des Aufnahmealters von 18 auf 17 Jahre fest. Bedingung fĂŒr den Parteibeitritt war eine mehrjĂ€hrige Mitgliedschaft in der Hitlerjugend.[23] Erhaltener interner Schriftverkehr der NSDAP belegt, dass auch im August 1944 nicht unterschriebene AufnahmeantrĂ€ge unbearbeitet zurĂŒckgegeben wurden.[24] Bis zu zwei Jahre konnten zwischen Aufnahmeantrag und der AushĂ€ndigung der Mitgliedskarte beziehungsweise des Mitgliedsbuches vergehen; erst dadurch wurde die Mitgliedschaft rechtskrĂ€ftig.

FĂŒr eine Reihe von Angehörigen der „Flakhelfergeneration“ wie den Komponisten Hans Werner Henze, den Kabarettisten Dieter Hildebrandt, die Politiker Erhard Eppler und Horst Ehmke sowie die Autoren Martin Walser und Siegfried Lenz liegen im Bundesarchiv NSDAP-Mitgliedskarten vor. Bis auf Eppler bestreiten jedoch alle Betroffenen, wissentlich Mitglied der NSDAP gewesen zu sein.

Dazu bemerkte der Historiker Norbert Frei, er halte „unwissentliche Mitgliedschaften prinzipiell fĂŒr möglich“.[25] Der Freiburger Historiker Ulrich Herbert erklĂ€rte zu den Parteieintritten gegen Kriegsende: „Die Absicht, möglichst viele – oder alle – Angehörigen einer HJ-Einheit zum Eintritt in die NSDAP zu bewegen, ist deutlich erkennbar“. Es sei durchaus möglich, dass einzelne NS-FĂŒhrer zum Beweis ihrer TĂŒchtigkeit hohe Eintrittszahlen auch ohne die entsprechenden Unterschriften melden wollten; etwa zu „FĂŒhrers Geburtstag“.[26] Allerdings gibt es fĂŒr Parteiaufnahmen ohne Wissen der Betroffenen keine Belege, wĂ€hrend die strenge Einhaltung der Aufnahmerichtlinien auch im Jahre 1944 durch Listen von Aufnahmescheinen gut dokumentiert ist. Demzufolge wurden auch bei Sammeleintritten etwa von Hitlerjungen nicht eigenhĂ€ndig unterschriebene Aufnahmescheine durch den NS-Reichsschatzmeister zurĂŒck an die jeweilige Gauleitung geschickt; die Parteiaufnahme kam nicht zustande. So tauchen die Namen von Ehmke und Henze auf Sammellisten mit mehreren hundert AufnahmeantrĂ€gen auf, von denen die nicht unterschriebenen AntrĂ€ge unbearbeitet zurĂŒckgeschickt wurden (Ehmkes und Henzes AntrĂ€ge wurden nicht beanstandet).[27][28]

Der Historiker Michael Buddrus vom Institut fĂŒr Zeitgeschichte[29] kommt deshalb zu dem Ergebnis, dass eine Aufnahme in die NSDAP ohne eigene Unterschrift unwahrscheinlich sei. Nach vorlĂ€ufiger EinschĂ€tzung des Bundesarchivs sind die entsprechenden Parteivorschriften auch wĂ€hrend des Krieges streng eingehalten worden.[30] In diesem Zusammenhang werden Forschungsdefizite beklagt, da es keine neuere Gesamtgeschichte der NSDAP und auch keine Darstellungen zu ihrem Aufnahmeverfahren gebe.[31]

Benennungen

Ein Mitglied dieser Partei, oft auch fĂŒr sie auftretende AnhĂ€nger, wurden und werden seitdem „Nationalsozialist“ oder kurz „Nazi“ bzw. „Parteigenosse“ oder kurz „Pg“ genannt.[32] Die Partei selbst wurde in der Alltagssprache meist durch das BuchstabenkĂŒrzel NSDAP bezeichnet. Höhere ParteifunktionĂ€re in öffentlichen Ämtern nannte man in Anlehnung an Begriffe aus dem MilitĂ€r Chargen. Aufgrund der Uniformfarbe ranghöherer ParteifunktionĂ€re hatte sich im Volksmund auch die Bezeichnung „Goldfasan“ eingebĂŒrgert.[33]

Auszeichnungen

Siehe auch

Literatur

  • Christine Arbogast: Herrschaftsinstanzen der wĂŒrttembergischen NSDAP. Funktion, Sozialprofil und Lebenswege einer regionalen NS-Elite 1920–1960. MĂŒnchen et al. 1998. ISBN 3-486-56316-5.
  • Ralf Balke: Hakenkreuz im Heiligen Land. Die NSDAP-Landesgruppe PalĂ€stina. Sutton, Erfurt 2001, ISBN 3-89702-304-0.
  • Wolfgang Benz (Hrsg.): Wie wurde man Parteigenosse? Die NSDAP und ihre Mitglieder. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2009, ISBN 3-596-18068-6.
  • Bibliographisches Institut Leipzig: Schlag nach! Wissenswerte Tatsachen aus allen Gebieten, 1. Auflage, Leipzig 1938.
  • Wilfried Böhnke: Die NSDAP im Ruhrgebiet 1920–1933. Verlag Neue Gesellschaft, Bonn 1974, ISBN 3-87831-166-4.
  • Martin Broszat: Die Machtergreifung. Der Aufstieg der NSDAP und die Zerstörung der Weimarer Republik, 5. Auflage. MĂŒnchen 1994, ISBN 3-423-04516-7.
  • Thomas Childers: The Nazi Voter. The Social Foundation of Fascism in Germany, 1919–1933, Chapel Hill 1983, ISBN 0-8078-4147-1.
  • Ernst Deuerlein (Hg.): Der Aufstieg der NSDAP in Augenzeugenberichten, 4. Auflage. Dtv, MĂŒnchen 1980, ISBN 3-423-02701-0.
  • Peter Diehl-Thiele: Partei und Staat im Dritten Reich. Untersuchung zum VerhĂ€ltnis von NSDAP und allgemeiner innerer Staatsverwaltung. MĂŒnchen 1969.
  • JĂŒrgen W. Falter: Hitlers WĂ€hler. Beck, MĂŒnchen 1991, ISBN 3-406-35232-4.
  • Dorothee Hochstetter: Motorisierung und Volksgemeinschaft. Das Nationalsozialistische Kraftfahrerkorps (NSKK) 1931–1945. MĂŒnchen et al. 2005, ISBN 3-486-57570-8.
  • Johnpeter Horst Grill: The Nazi-Movement in Baden. 1920–1945. Chapel Hill 1983, ISBN 0-8078-1472-5.
  • Wolfgang Horn: Der Marsch zur Machtergreifung. Die NSDAP bis 1933. Königstein/Ts. 1980, ISBN 3-7610-7234-1.
  • Peter HĂŒttenberger: Die Gauleiter. Eine Studie zum Wandel des MachtgefĂŒges in der NSDAP. Stuttgart 1969.
  • Werner Jochmann (Hg.): Nationalsozialismus und Revolution. Ursprung und Geschichte der NSDAP in Hamburg 1922–1933. Dokumente. Frankfurt a.M. 1963.
  • Olaf Kappelt: Die Entnazifizierung in der SBZ sowie die Rolle und der Einfluß ehemaliger Nationalsozialisten in der DDR als ein soziologisches PhĂ€nomen. Hamburg 1997, ISBN 3-86064-614-1.
  • Michael H. Kater: The Nazi Party. A Social Profile of Members and Leaders, 1919–1945. Oxford 1983, ISBN 0-631-13313-5.
  • Robert M. W. Kempner (Hg.): Der verpasste Nazi-Stopp. Die NSDAP als staats- und republikfeindliche, hochverrĂ€terische Verbindung. Preußische Denkschrift von 1930. Ullstein, Berlin 1983, ISBN 3-548-34159-4.
  • Ian Kershaw: Hitler. 1889–1936. DVA, Stuttgart 1998, ISBN 3-421-05131-3.
  • Ian Kershaw: Hitler. 1936–1945. DVA, Stuttgart 2000, ISBN 3-421-05132-1.
  • Ian Kershaw: Der NS-Staat. Geschichtsinterpretationen und Kontroversen im Überblick. Rowohlt, Reinbek b. Hamburg 1999, ISBN 3-499-60796-4.
  • Udo Kissenkoetter: Gregor Straßer und die NSDAP. Stuttgart 1978, ISBN 3-421-01881-2. Wichtige Arbeit ĂŒber den bedeutendsten NS-FunktionĂ€r nach Hitler bis 1932
  • Gerhard Kratzsch: Der Gauwirtschaftsapparat der NSDAP. MenschenfĂŒhrung, Arisierung, Wehrwirtschaft im Gau Westfalen-SĂŒd. MĂŒnster 1989, ISBN 3-402-06931-8.
  • Gerd Krumeich (Hrsg.): Nationalsozialismus und Erster Weltkrieg. Klartext Verlag, Essen 2010, ISBN 978-3-8375-0195-7.
  • Joachim Lilla: Die Stellvertretenden Gauleiter und die Vertretung der Gauleiter der NSDAP im Dritten Reich. Koblenz 2003, ISBN 3-86509-020-6.
  • Peter Longerich: Hitlers Stellvertreter. FĂŒhrung der Partei und Kontrolle des Staatsapparates durch den Stab Heß und die Partei-Kanzlei Bormann. MĂŒnchen et al. 1992, ISBN 3-598-11081-2.
  • Peter Longerich: Die braunen Bataillone. Geschichte der SA. MĂŒnchen 1989, ISBN 3-406-33624-8.
  • Werner Maser: Der Sturm auf die Republik. FrĂŒhgeschichte der NSDAP. Berlin 1981, ISBN 3-548-34041-5.
  • Horst Matzerath/Henry A. Turner jr.: Die Selbstfinanzierung der NSDAP 1930–1932. In: Geschichte und Gesellschaft 3 (1977), S. 59–92.
  • Donald McKale: The Nazi Party Courts. Hitler’s Management of Conflict in his Movement, 1921–1945. Lawrence (Kan.) 1974, ISBN 0-7006-0122-8.
  • Jeremy Noakes: The Nazi Party in Lower Saxony. 1921–1933. Oxford et al. 1971.
  • Armin Nolzen: Die NSDAP, der Krieg und die deutsche Gesellschaft. In: Jörg Echternkamp (Hg.): Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg. Bd. 9/1: Die deutsche Kriegsgesellschaft 1939 bis 1945: Politisierung, Vernichtung, Überleben. DVA, Stuttgart 2004, ISBN 3-421-06236-6, S. 99–193.
  • Armin Nolzen: FunktionĂ€re in einer faschistischen Partei. Die Kreisleiter der NSDAP 1932/33 bis 1944/45. In: Till Kössler/Helke Stadtland (Hrsg.): Vom Funktionieren der FunktionĂ€re. Politische Interessenvertretung und gesellschaftliche Integration in Deutschland nach 1933, Essen 2004, S. 37–75, ISBN 3-89861-266-X.
  • Armin Nolzen: Charismatic Legitimation and Bureaucratic Rule. The NSDAP in the Third Reich, 1933–1945, in: German History (GH) 23 (2005), S. 494–518.
  • Dietrich Orlow: The History of the Nazi Party. Vol. I: 1919–1933, Vol. II: 1933–1945. Pittsburgh 1969 u. 1973, ISBN 0-8229-3253-9.
  • Kurt PĂ€tzold/Manfred Weißbecker: Geschichte der NSDAP 1920–1945. Köln 2002, ISBN 3-89438-260-0.
  • Kurt PĂ€tzold/Manfred Weissbecker: Rudolf Heß. Der Mann an Hitlers Seite. Leipzig 1999
  • Gerhard Paul: Aufstand der Bilder. Die NS-Propaganda vor 1933, 2. Aufl. Bonn 1992, ISBN 3-8012-5015-6.
  • Michael Rademacher: Handbuch der NSDAP-Gaue, 1928–1945. Die AmtstrĂ€ger der NSDAP und ihrer Organisationen auf Gau- und Kreisebene in Deutschland und Österreich sowie in den Reichsgauen Danzig-Westpreußen, Sudetenland und Wartheland. Vechta 2000, ISBN 3-8311-0216-3.
  • Carl-Wilhelm Reibel: Das Fundament der Diktatur. Die NSDAP-Ortsgruppen 1932–1945. Paderborn et al. 2002, ISBN 3-506-77528-6.
  • Mathias Rösch: Die MĂŒnchner NSDAP 1925–1933. Eine Untersuchung zur inneren Struktur der NSDAP in der Weimarer Republik. MĂŒnchen et al. 2002. ISBN 3-486-56670-9.
  • Detlef Schmiechen-Ackermann: Der Blockwart. Die unteren ParteifunktionĂ€re im nationalsozialistischen Terror- und Überwachungsapparat. In: Vierteljahrshefte fĂŒr Zeitgeschichte 48 (2000), H.4, S. 575–602.
  • Henry A. Turner: Die Großunternehmer und der Aufstieg Hitlers. Siedler, Berlin 1985, ISBN 3-88680-143-8.
  • Albrecht Tyrell (Hrsg.): FĂŒhrer befiehl
 Selbstzeugnisse aus der „Kampfzeit“ der NSDAP. DĂŒsseldorf 1969, ISBN 3-8112-0694-X.
  • Albrecht Tyrell: Vom „Trommler“ zum „FĂŒhrer“. Der Wandel von Hitlers SelbstverstĂ€ndnis zwischen 1919 und 1924 und die Entwicklung der NSDAP. MĂŒnchen 1975, ISBN 3-7705-1221-9.
  • Norbert Podewin: Braunbuch. Kriegs- und Naziverbrecher in der Bundesrepublik und in Berlin (West). Mit e. krit. WĂŒrdigung u. e. GesprĂ€ch m. d. Leiter d. damaligen Arbeitsgruppe, Gerhard Dengler. Hrsg. v. Norbert Podewin. Reprint der Ausgabe von 1968 (damals im Staatsverlag der DDR). Verlag edition ost, ohne Jahr (wohl 2002). ISBN 3-360-01033-7.
  • Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten e.V. (Hrsg.): „die anderen“ – Widerstand und Verfolgung in Harburg und Wilhelmsburg – Zeugnisse und Berichte 1933–1945, Selbstverlag, 1980. – Autoren: Klaus-Dieter BrĂŒgmann, Margarete Dreibrodt, Hans-Joachim Meyer, Otto Nehring – Sechste Auflage, 2005; neu bearbeitet von Christian Gotthardt und Hans-Joachim Meyer

Weblinks

 Commons: Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei â€“ Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ John Toland: Adolf Hitler, Band 1 (1977), ISBN 3-404-61063-6, S. 139.
  2. ↑ Christian Hartmann (Hrsg.): Adolf Hitler: Reden, Schriften, Anordnungen. Bd. 5., Von der ReichsprĂ€sidentenwahl bis zur Machtergreifung April 1932–Januar 1993. Teil 2., Oktober 1932–Januar 1933. Saur, MĂŒnchen 1998, S. 285, Fn 6.
  3. ↑ Wolfgang Benz: Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP). In: derselbe, Hermann Weiß und Hermann Graml (Hrsg.): EnzyklopĂ€die des Nationalsozialismus. Klett-Cotta, Stuttgart 1997, S. 602.
  4. ↑ Auch zum Folgenden: Albrecht Tyrell (Hrsg.): FĂŒhrer befiehl
 Selbstzeugnisse aus der „Kampfzeit“ der NSDAP. Grondrom Verlag, Bindlach 1991, S. 68–72.
  5. ↑ Schreiben Hitlers an Albert Stier vom 23. Juni 1924. In: Albrecht Tyrell (Hrsg.): FĂŒhrer befiehl
 Selbstzeugnisse aus der „Kampfzeit“ der NSDAP. Grondrom Verlag, Bindlach 1991, S. 78.
  6. ↑ Götz Aly: Warum die Deutschen? Warum die Juden? Gleichheit, Neid und Rassenhass, S. Fischer, Frankfurt a.M. 2011, S. 252.
  7. ↑ Philipp Heyde, Das Ende der Reparationen. Deutschland, Frankreich und der Youngplan 1929–1932, Schöningh, Paderborn 1998, S. 91, 109 f. u. Ă¶.
  8. ↑ Gerhard Paul, Aufstand der Bilder. Die NS-Propaganda vor 1933, J.H.W. Dietz Nachf., Bonn 1990, S. 90–94.
  9. ↑ Oded Heilbronner, Where Did Nazi Anti-Semitism Disappear to? Anti-Semitic Propaganda and Ideology of the Nazi Party, 1929–1933. A Historiographic Study, Yad Vashem Studies, 21 (1991), S. 263–286.
  10. ↑ Andreas Wirsching, Vom Weltkrieg zum BĂŒrgerkrieg? Politischer Extremismus in Deutschland und Frankreich 1918–1933/39. Berlin und Paris im Vergleich, Oldenbourg, MĂŒnchen 1999, S. 463.
  11. ↑ Hans-Ulrich Wehler, Deutsche Gesellschaftsgeschichte. Bd. 4: Vom Beginn des Ersten Weltkriegs bis zur GrĂŒndung der beiden deutschen Staaten 1914–1949. 2., durchges. Aufl., C.H. Beck, MĂŒnchen 2003, S. 568 f.
  12. ↑ Daniela MĂŒnkel, Nationalsozialistische Agrarpolitik und Bauernalltag, Campus Verlag, MĂŒnchen 1996, S. 86–84.
  13. ↑ Albrecht Tyrell, FĂŒhrer befiehl 
 Selbstzeugnisse aus der ‘Kampfzeit’ der NSDAP, Droste Verlag, DĂŒsseldorf 1969, S. 271 ff.; die Zitate aus Hitlers Vorwort zur Dienstvorschrift fĂŒr die PO. der NSDAP vom 15. Juli 1932, ebd., S. 304.
  14. ↑ JĂŒrgen W. Falter, Hitlers WĂ€hler, C.H. Beck, MĂŒnchen 1991, S. 365–374, das Zitat auf S. 372.
  15. ↑ 1918–33: Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP), LeMO, abgerufen am 8. Juli 2012.
  16. ↑ Peter Longerich: Stichwort 30. Januar 1933, Heyne Verlag, MĂŒnchen. 1992. S. 64–65.
  17. ↑ Heinz Höhne: „Gebt mir vier Jahre Zeit“. Hitler und die AnfĂ€nge des Dritten Reichs. Ullstein, Berlin 1996, S. 131 f.
  18. ↑ Henning Köhler: Deutschland auf dem Weg zu sich selbst. Eine Jahrhundertgeschichte. Hohenheim-Verlag, Stuttgart 2002, S. 290 f.
  19. ↑ Schlag nach!, Bibliographisches Institut Leipzig, 1. Auflage, 1938.
  20. ↑ Ulrich Raulff, in: SĂŒddeutsche Zeitung vom 25. September 2004.
  21. ↑ Uniformen des Großdeutschen Reiches, Verlag Moritz Ruhl, 1943, S. 72.
  22. ↑ Bundesarchiv: Zum NSDAP-Aufnahmeverfahren
  23. ↑ Anordnung 1/44 des Reichsschatzmeisters im Faksimile beim Bundesarchiv unter: Zum NSDAP-Aufnahmeverfahren
  24. ↑ Schreiben des Aufnahmeamtes vom 18. August 1944 an den Gauschatzmeister DĂŒsseldorf im Faksimile beim Bundesarchiv unter: Zum NSDAP-Aufnahmeverfahren
  25. ↑ Interview mit Norbert Frei in der Wochenzeitung „Die Zeit“ bei Presseportal
  26. ↑ SĂŒdkurier Nr. 150 vom 3. Juli 2007, S. 11.
  27. ↑  Malte Herwig: Hoffnungslos dazwischen. In: Der Spiegel. Nr. 29, 2007 ({{#invoke:Vorlage:FormatDate|Execute}}, online).
  28. ↑ Das doofe Dur der Angepassten, in: Die Weltwoche, 11. Februar 2009.
  29. ↑ Homepage Michael Buddrus, IfZ. Siehe auch ders., Totale Erziehung fĂŒr den totalen Krieg. Hitlerjugend und nationalsozialistische Jugendpolitik (= Texte und Materialien zur Zeitgeschichte, Bd. 13, Redaktion: Hartmut Mehringer und Udo Wengst), MĂŒnchen 2003 (online).
  30. ↑ Walser, Lenz und Hildebrandt. Unwissentlich in der NSDAP. SĂŒddeutsche Zeitung vom 30. Juni 2007.
  31. ↑ Malte Herwig: Verraten und verschenkt? Der Umgang mit der NS-Vergangenheit von KĂŒnstlern in Deutschland, in: Weltwoche, 25. Februar 2009.
  32. ↑ Frank Staudenmayer: NS-Dokuzentrum – Über NĂŒrnbergs Nazi-Vergangenheit (Version vom 16. September 2011 im Internet Archive)
    Vgl. auch zeitgenössisch: Edelweißpiraten ĂŒber NS-FĂŒhrer u. a.; Bernhard Gotto: Nationalsozialistische Kommunalpolitik, S. 120 ff.
    Bundesarchiv: PG – Zum Mitgliedschaftswesen der NSDAP
  33. ↑ Beate Meyer: „Goldfasane“ und „Nazissen“. Die NSDAP im ehemals „roten“ Stadtteil Hamburg-EimsbĂŒttel. Hrsg. von der Galerie Morgenland, Hamburg 2002.
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