|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
| Strukturformel | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| | |||||||
| Allgemeines | |||||||
| Name | Natriumacetat | ||||||
| Andere Namen |
| ||||||
| Summenformel | C2H3NaO2 | ||||||
| CAS-Nummer |
| ||||||
| Kurzbeschreibung |
weiĂes kristallines Salz[1] | ||||||
| Eigenschaften | |||||||
| Molare Masse | 82,03 g·molâ1 (wasserfrei) 136,08 g·molâ1 (Trihydrat) | ||||||
| Aggregatzustand |
fest | ||||||
| Dichte |
1,52 g·cmâ3 (20 °C, wasserfrei)[1] | ||||||
| Schmelzpunkt |
Zersetzung bei 324 °C[1] | ||||||
| Löslichkeit |
gut in Wasser (365 g·lâ1 bei 20 °C)[1] | ||||||
| Sicherheitshinweise | |||||||
| |||||||
| Soweit möglich und gebrÀuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | |||||||
Natriumacetat ist ein farbloses, schwach nach Essig riechendes Salz. Es ist das Natriumsalz der EssigsĂ€ure und entsteht beispielsweise bei der Reaktion von Natronlauge, Natriumcarbonat oder Natriumhydrogencarbonat mit EssigsĂ€ure. Gelegentlich wird Natriumacetat mit NaAc oder NaOAc abgekĂŒrzt, was zu Verwirrung fĂŒhren kann, da Ac das Symbol fĂŒr das Element Actinium ist.
Inhaltsverzeichnis |
Aus wĂ€ssrigen Lösungen kristallisiert Natriumacetat mit 3 Mol Kristallwasser: Na(CH3COO) · 3 H2O.[2] Dieses Trihydrat bildet groĂe, farblose Kristalle und ist gut wasserlöslich (612 g/l bei 20 °C) und löst sich ab 58 °C im eigenen Kristallwasser.[1] Bei höherer Temperatur (~120 °C) verdampft das Kristallwasser und es entsteht kristallwasserfreies Natriumacetat Na(CH3COO), manchmal auch NaAc (Schreibweise der Anorganik), "organisch korrekt" NaOAc geschrieben. Das wasserfreie Salz ist ebenfalls farblos, brennbar[1], und zieht Luftfeuchtigkeit an, es ist hygroskopisch und gut wasserlöslich (365 g/l bei 20 °C).[1] WĂ€ssrige Lösungen von Natriumacetat und EssigsĂ€ure bilden eine Pufferlösung. Das heiĂt der pH-Wert bleibt auch nach Zugabe von (kleineren Mengen) SĂ€ure oder Lauge nahezu konstant.[3]
Natriumacetat ist der Lebensmittelzusatzstoff E 262a. Er wird als SĂ€ureregulator und Konservierungsmittel fĂŒr Obst und GemĂŒse in Dosen und GlĂ€sern, Brot, Fisch in allen Variationen, Feinkostsalaten, Mayonnaisen und Salatsaucen verwendet.[4] Ferner kommt es in Kombination mit verschiedenen FruchtsĂ€uren (ĂpfelsĂ€ure, CitronensĂ€ure, WeinsĂ€ure, usw.) in Kartoffelchips der Geschmacksrichtung "Salt & Vinegar" als Zutat vor.
Aus ĂŒbersĂ€ttigter Natriumacetatlösung lassen sich zu Demonstrationsversuchen einfach Kristalle, die Eisbergen Ă€hneln, herstellen. HierfĂŒr werden Impfkristalle auf den Boden eines Becherglases gelegt und langsam mit einer ĂŒbersĂ€ttigten Natriumacetatlösung begossen. Es bilden sich sofort Kristalle und hĂ€ufen sich zu einem eisbergĂ€hnlichen Turm auf.[5]
Das sogenannte "Instant-Ice" basiert auf demselben Prinzip. Man fĂŒllt ein (durchsichtiges) GefÀà mit der Lösung auf und berĂŒhrt mit der Fingerspitze die OberflĂ€che der Lösung. Diese kristallisiert sofort aus und wird fest wie Eis (Die Fingerspitze ersetzt hier den Impfkristall).
Die Kristallisation des Natriumacetats ist stark exotherm, so dass hierbei viel Energie in Form von WÀrme frei wird. Sie wird in WÀrmekissen genutzt, wobei das Trihydrat in regenerierbaren HandwÀrmern als LatentwÀrmespeicher dient.[2]
Im LabormaĂstab kann es z. B. durch Reaktion von Natriumcarbonat (Soda) und EssigsĂ€ure gewonnen werden:
Ebenso z. B. durch Neutralisation von Natronlauge mit Ethan(Essig-)sÀure: