|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
| Strukturformel | ||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| | ||||||||||||||||||||||
| Allgemeines | ||||||||||||||||||||||
| Name | Natriumlaurylsulfat | |||||||||||||||||||||
| Andere Namen |
| |||||||||||||||||||||
| Summenformel | C12H25NaO4S | |||||||||||||||||||||
| CAS-Nummer | 151-21-3 | |||||||||||||||||||||
| PubChem | 3423265 | |||||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
fest, farblos, geruchlos[1] | |||||||||||||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 288,4 g·molâ1 | |||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||||||||
| Dichte |
1,1 g·cmâ3 (20 °C)[2] | |||||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt | ||||||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
380 °C (Thermische Zersetzung)[1] | |||||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
gut löslich in Wasser (150 g·lâ1 bei 20 °C)[2] | |||||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||||||
| ||||||||||||||||||||||
| LD50 | ||||||||||||||||||||||
| Soweit möglich und gebrÀuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | ||||||||||||||||||||||
Natriumlaurylsulfat oder Natriumdodecylsulfat ist ein anionisches Tensid, also eine waschaktive Substanz, das als Detergens Verwendung findet, z. B. in Reinigungsmitteln. Chemisch ist Natriumlaurylsulfat ein Monoester der SchwefelsÀure, bestehend aus einer langkettigen (C12) Alkylgruppe und einem modifizierten Sulfatanion mit einem Natriumkation.
Inhaltsverzeichnis |
Natriumlaurylsulfat kann durch Veresterung von Dodecanol mit SchwefelsÀure, ChlorsulfonsÀure oder Schwefeltrioxid und nachfolgender Neutralisation gewonnen werden. Ebenso ist die Addition von SchwefelsÀure an 1-Dodecen möglich. Da die verwendeten Ausgangsprodukte meist technische Fettalkohole sind, die zum Beispiel aus den entsprechenden Fetten bzw. FettsÀuren reduktiv gewonnenen werden, enthalten die meisten Handelsprodukte neben Dodecyl- auch Tetradecyl- und Hexadecylketten in unterschiedlichen Anteilen. In technischen MerkblÀttern sind die entsprechenden Produkte hÀufig mit dem Zusatz (C12-C16) gekennzeichnet.
Natriumlaurylsulfat wird als allergieauslösend und hautreizend betrachtet, weswegen seine Verwendung in Kosmetika umstritten ist. Insbesondere wird von Menschen mit spezieller Empfindlichkeit die Verursachung von Aphthen im Mundraum durch Natriumlaurylsulfat-haltige Zahnpasten beobachtet. Allerdings weist SDS eine antibakterielle und antivirale Wirkung auf. Inwiefern es in der Lage ist, HI-Viren zu zerstören, wie geltend gemacht wurde[3], bleibt zu klÀren.
Natriumlaurylsulfat diente frĂŒher in den meisten Shampoos und Duschgelen als reinigende Komponente. Heute ist es in diesen Anwendungen fast vollstĂ€ndig durch Natriumdodecylpoly(oxyethylen)sulfat (Natriumlaurethsulfat) ersetzt. Natriumlaurylsulfat wird als Emulgator in Salben und Lotionen sowie Reinigungsmitteln, vor allem in HandspĂŒlmitteln und flĂŒssigen Waschmitteln verwendet.
Die intensive Anwendung als Denaturierungsmittel fĂŒr Proteine ist ein Grund fĂŒr die Bedeutung von Natriumlaurylsulfat in höheren Konzentrationen fĂŒr die Biotechnologie. Die Wirkung auf Proteine basiert darauf, dass nichtkovalente Bindungen der Proteine unterbrochen und so deren QuartĂ€r- und TertiĂ€rstruktur zerstört werden. Dabei bindet Natriumlaurylsulfat im VerhĂ€ltnis von ca. 1,4/1 g. Durch die Eigenschaft, Mizellen auszubilden, sind Natriumlaurylsulfat-Protein-Lösungen nicht dialysierbar; eine Entfernung von Natriumlaurylsulfat ist durch FĂ€llungsreaktionen mit organischen Lösungsmitteln möglich (siehe Henderson, 1979).
In der Analytik wird Natriumlaurylsulfat bei der Polyacrylamid-Gelelektrophorese (SDS-PAGE) verwendet.[4]