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| Strukturformel | ||||||||||||||||||||||
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| Allgemeines | ||||||||||||||||||||||
| Name | Natriumnitrat | |||||||||||||||||||||
| Andere Namen |
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| Summenformel | NaNO3 | |||||||||||||||||||||
| CAS-Nummer | 7631-99-4 | |||||||||||||||||||||
| PubChem | 24268 | |||||||||||||||||||||
| Kurzbeschreibung |
farb- und geruchsloser Feststoff [1] | |||||||||||||||||||||
| Eigenschaften | ||||||||||||||||||||||
| Molare Masse | 84,99 g·molâ1 | |||||||||||||||||||||
| Aggregatzustand |
fest | |||||||||||||||||||||
| Dichte |
2,26 g·cmâ3 (20 °C) [1] | |||||||||||||||||||||
| Schmelzpunkt | ||||||||||||||||||||||
| Siedepunkt |
Zersetzung ab 380 °C [1] | |||||||||||||||||||||
| Löslichkeit |
leicht löslich in Wasser: 874 g·lâ1 (20 °C)[1] | |||||||||||||||||||||
| Sicherheitshinweise | ||||||||||||||||||||||
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| LD50 |
1267 mg·kgâ1 (Ratte, oral)[2] | |||||||||||||||||||||
| Soweit möglich und gebrÀuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. | ||||||||||||||||||||||
Natriumnitrat (auch Natronsalpeter oder Chilesalpeter) ist eine chemische Verbindung, das Natriumsalz der SalpetersĂ€ure. Im reinen Zustand liegt es in Form einer hygroskopischen (wasseranziehenden), weiĂen Substanz oder farblosen Kristallen vor.
Inhaltsverzeichnis |
Natriumnitrat ist das wichtigste natĂŒrlich vorkommende Nitrat. Hauptfundort ist Chile, daher auch der Trivialname Chilesalpeter. Weitere natĂŒrliche Vorkommen gibt es in Ăgypten, Kleinasien, Kolumbien und Kalifornien.
NatĂŒrliche Vorkommen werden durch Auslaugung mit heiĂen Solen gewonnen und durch Filtration von Fremdstoffen gereinigt. Das in der KĂ€lte auskristallisierte Natriumnitrat hat eine Reinheit von etwa 98 %. Das in den Mutterlaugen enthaltene Iodat geht in die Iodgewinnung.
Natriumnitrat kann auch durch Umsatz von Natriumcarbonat mit SalpetersÀure gewonnen werden:
Hier bietet sich die Absorption von Restgasen der Ammoniakoxidation in konzentrierter Natriumcarbonat-Lösung an:
Zur Oxidation des Nitrits wird dieses mit SalpetersÀure angesÀuert, an der Luft zu Nitrat oxidiert und mit Natriumcarbonat neutralisiert. In Vakuumverdampfern wird es bis zum Feststoff eingeengt.
Natriumnitrat kann auch durch Umsetzung von Natriumhydroxid mit SalpetersÀure gewonnen werden:
In heiĂer SchwefelsĂ€ure wird es unter Bildung von SalpetersĂ€ure zu Natriumhydrogensulfat umgesetzt:
Bei Temperaturen oberhalb von 380 °C zersetzt es sich zu Natriumnitrit:
Bei Temperaturen oberhalb von 800 °C zu Natriumoxid:
Nitrat wirkt gegen Bakterien, vor allem gegen den gefĂŒrchteten Botulismus-Erreger (Clostridium botulinum). Beim Pökelprozess wird der chemisch wenig bestĂ€ndige Muskelfarbstoff (Myoglobin) in eine stabilere Variante umgewandelt (Umrötung). Als Folge davon behĂ€lt das Fleisch seine rote Farbe. Nicht gepökelte Fleisch- und Wurstwaren nehmen eine graue Farbe an, die von den meisten Kunden fĂ€lschlicherweise als Hinweis auf einen Verderb angesehen wird. Zudem wird beim Pökeln ein typisches Aroma ausgebildet.
Natriumnitrat wird fĂŒr Wurstwaren, HartkĂ€se, SchnittkĂ€se, eingelegte Heringe und Sprotten verwendet.
Nitrate selbst sind ungefĂ€hrlich. Problematisch ist ihr Einsatz, weil sie in Nitrite umgewandelt werden. Diese Umwandlung ist im Lebensmittel, aber auch im menschlichen Körper möglich. Nitrite wirken gefĂ€Ăerweiternd und blutdrucksenkend. In höheren Dosierungen können sie zu akuten Vergiftungserscheinungen (Mangel an Blutfarbstoff HĂ€moglobin = Zyanose) fĂŒhren. Nitrit kann mit gleichzeitiger Aufnahme von Protein im menschlichen Körper zu stark krebserregenden Nitrosaminen umgewandelt werden.