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| Flagge |
Wappen |
| Provinz | |
| Bürgermeister | Kees Veerhoek (VVD) |
| Fläche – Land – Wasser |
68,11 km² 60,94 km² 7,17 km² |
| CBS-Code | 1740 |
| Einwohner | 22.617 (31. Dez. 2010[1]) |
| Bevölkerungsdichte | 332 Einwohner/km² |
| Koordinaten | 51° 56′ N, 5° 38′ O51.93166666675.63027777778Koordinaten: 51° 56′ N, 5° 38′ O |
| Bedeutender Verkehrsweg | |
| Vorwahl | 0344, 0488 |
| Postleitzahlen | 4040-4041, 4043, 4050-4051, 4053-4054, 6669 |
| Website | www.nederbetuwe.nl |
Neder-Betuwe (
anhören?/i) ist eine Gemeinde der niederländischen Provinz Gelderland. Sie hat eine Gesamtfläche von 68,11 km² und zählte am 31. Dezember 2010 nach Angaben des CBS 22.617 Einwohner.
Inhaltsverzeichnis |
In der Gemeinde liegen folgende Dörfer mit mehr als 1000 Einwohnern (Reihenfolge: abnehmende Größe):
Dazu noch einige kleine Ortschaften.
Die Gemeinde bildet den westlichen Teil der Betuwe, jener Landschaft zwischen Rhein und Waal, die ihren Namen den Batavern verdankt. Nördlich der Gemeinde, jenseits des Rheins, liegen Rhenen und Wageningen.
Durch die Gemeinde verlaufen die Eisenbahn Tiel- Arnheim (mit Kleinbahnhöfen in Kesteren, Dodewaard und Opheusden) und die Autobahn A15 Rotterdam–Tiel–Arnheim/Nimwegen.
Im Dorf Dodewaard steht ein 1997 abgeschaltetes Kernkraftwerk. Des Weiteren gibt es mehrere kleine Industrie- und Handelsbetriebe, und vor allem in Opheusden viele Baumschulen, viel Obstbau (Äpfel, Birnen und Kirschen) und Landwirtschaft.
IJzendoorn hat einen Ausweichhafen für die Flussschifffahrt.
Das Gebiet war schon in der Jungsteinzeit bewohnt von Trägern der Vlaardingen-Kultur. Später gab es Siedlungen der Römer und der mit ihnen verbündeten Batavern.
Vom 3. bis zum 10. Jahrhundert war das Gebiet unbewohnt. Danach siedelten sich wieder Menschen an, im 14. Jahrhundert ermöglichte die bessere Eindeichung der Flüsse eine deutliche Bevölkerungszunahme.
Die Reformation ging hier nach niederländischen Begriffen ziemlich träge vor sich hin. Erst um 1620 schloss das letzte Kloster seine Pforten. Das Dorf Opheusden gilt jetzt aber als äußerst streng calvinistisch: sonntags verlassen die meisten Einwohner ihr Haus nur zum Kirchgang.
Von 1672 bis 1674 wurde das Gebiet von den Franzosen besetzt, was mit Recht verheerende Folgen hatte. Das 18. Jahrhundert brachte zunächst eine Verbesserung durch den Anbau von Tabak und bessere Landwirtschaftsmethoden, aber dann kam eine Periode vieler Flussüberschwemmungen, die viele um ihre Habseligkeiten oder sogar das Leben brachten.
Zwischen 1870 und 1920 gab es Arbeit in Steinfabriken; als diese jedoch Pleite gingen, und durch die zugenommene Wasserverschmutzung im Rhein die Fischerei unmöglich geworden war, suchten die Männer der Neder-Betuwe Arbeit im Ausland, u. a. im Ruhrgebiet.
Der Zweite Weltkrieg brachte viel Leid und Verwüstungen, vor allem ab September 1944, als die Betuwe ein, zum Teil unter Wasser gesetztes, Niemandsland zwischen den kämpfenden Parteien war.
Nach der Befreiung wurden die Dörfer, u. a. dank der Marshall-Hilfe, wieder aufgebaut. Dass die Flüsse immer noch eine Gefahr für die Menschen der Betuwe sind, zeigte sich, als 1995 der Deich bei Ochten zu brechen drohte, und alle Orte vorübergehend evakuiert werden mussten. Eine Verbesserung der Deiche wurde dann mit Vorrang durchgeführt.
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