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Nehrung

Nehrungen in der Ostsee

Eine Nehrung ist ein schmaler, meistens sandiger Landstreifen, der einen flacheren Teil des Meeres vom offenen Wasser abtrennt.

Die Erscheinungen sind typischer für die gezeitenlosen Meere wie die Ostsee, wo sie auch als Nehrungs-, Sand- oder Strandhaken bezeichnet werden.

Inhaltsverzeichnis

Entstehung

Eine Nehrung entsteht durch Sandverdriftung bei der Bildung einer Ausgleichsküste, aufgrund von schräg eintreffenden Wellen (Küstenlängsströmung, vergleiche Abbildung). In früheren Zeiten nutzte man diese Erscheinung zur Eindeichung. Der vom Meer abgetrennte Teil wird Lagune, Haff oder Bodden genannt und enthält durch den Süßwasserzufluss meistens Brackwasser. Nehrungen können auch Dünen tragen.

Beispiele

Große Nehrungen sind:

Curonian Lagoon.jpg Kurische Nehrung zwischen Ostsee und Kurischem Haff, nördlich der Halbinsel Samland, zu Litauen und Russland
Vistula Lagoon.jpg Frische Nehrung zwischen Ostsee und Frischem Haff, südlich der Halbinsel Samland, zu Polen und Russland
Hel peninsula landsat.jpg Halbinsel Hel in der Danziger Bucht; früher Putziger Nehrung genannt
Venice Lagoon December 9 2001.jpg Inseln Lido, Pellestrina

und Sottomarina

zwischen Adria und der Lagune von Venedig


Kleinere Nehrungshaken findet man im Nordseebereich auf Sylt (Ellenbogen), und Amrum (Odde) und im Ostseebereich in der Schleimündung, in der Flensburger Förde auf der Halbinsel Holnis, an der Kieler Außenförde bei Wendtorf, in der Hohwachter Bucht, und auf Fehmarn (Grüner Brink, Krummsteert).

Siehe auch

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Nehrung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Spits – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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