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50.856838888912.1689888889Koordinaten: 50° 51′ N, 12° 10′ O
Die Neue Landschaft Ronneburg ist ein Landschaftspark im ostthüringischen Ronneburg, der in einem ehemaligen Uranerzbergbaugebiet der SDAG Wismut entstand. Der 124 Hektar große Park war einer der beiden Ausstellungsbereiche der Bundesgartenschau 2007.
Inhaltsverzeichnis |
Der Uranerzbergbau, der in der Region Ronneburg sowohl unter Tage als auch im Tagebau betrieben worden war, wurde nach der politischen Wende 1990 eingestellt. Die in eine GmbH umgewandelte Wismut begann danach mit der Sanierung des Geländes, zu dem u. a. der Tagebau Lichtenberg mit der angrenzenden Nordhalde sowie als weithin sichtbare Landmarken die beiden Spitzkegelhaldenpaare von Reust und Paitzdorf gehörten.
Im Laufe der Arbeiten wurde die Nordhalde vollständig in das Tagebaurestloch umgelagert, wobei eine künstliche Erhebung, die Schmirchauer Höhe, entstand. Die Abtragung der Spitzkegelhalden erfolgte in den Jahren 2004 bis 2006.
Zur Bundesgartenschau, die vom 27. April bis zum 14. Oktober 2007 in Gera und dem benachbarten Ronneburg stattfand, war die Neue Landschaft Ronneburg neben dem Geraer Hofwiesenpark einer der beiden Hauptausstellungsbereiche. Ein in kurzen Zeitabständen fahrender Busshuttle verband den Hofwiesenpark mit dem Parkplatz am Flugplatz Gera und mit der Neuen Landschaft Ronneburg. Am Parkeingang der Neuen Landschaft Ronneburg gab es Rollstühle für Behinderte und den Haltepunkt für eine geführte Rundfahrt durch das weiträumige Parkgelände.
Ausstellungsschwerpunkte der rund 60 Hektar Buga-Schauflächen in der Neuen Landschaft Ronneburg waren das Große Arboretum sowie der Rosengarten mit der Informationshalle der Wismut GmbH. Die Neue Landschaft Ronneburg wird durch das Gessental in zwei höher gelegene Bereiche geteilt. Verbunden werden diese durch die größte Holzbrücke Europas mit dem Namen Drachenschwanz. Außerdem wurde während der Bundesgartenschau 2007 auch die längste Sitzbank der Welt auf den Lichtenberger Kanten errichtet.
Ein offizielles Begleitprogramm des Landkreises Altenburger Land zur Bundesgartenschau 2007 war die sehenswerte Ausstellungsfläche Förderturm Löbichau des ehemaligen Schachtes 403 bei dem Ort Löbichau mit einer Lindenallee für Fußgänger und Radfahrer zur sanierten Halde Beerwalde, die bis zur Bergkuppe begangen werden kann. Die Ausstellungsfläche Förderturm Löbichau befindet sich nördlich von Ronneburg neben dem Sportplatz des Ortes Löbichau; sie kann mit dem Auto von Ronneburg oder von der Ausfahrt der A 4 Ronneburg über die B 7 in wenigen Minuten erreicht werden.
Am 7. Dezember 2007 wurde zwischen der Stadt Ronneburg, dem Landkreis Greiz und der Weltentor GmbH & Co.KG Bad Frankenhausen (jetzt Weltentor GmbH & Co.KG – Ronneburg) eine Vereinbarung über die Zusammenarbeit zur Errichtung eines Mittelalter- und Fantasyparks in einem Teil der Neuen Landschaft geschlossen. Dieser Park trägt den Namen Themenpark Weltentor[1] und wurde mit einem Wintermarkt vom 15. November bis zum 31. Dezember 2008 eröffnet [2], der reguläre Betrieb hat mit 1. Mai 2009 begonnen. Die Weltentor GmbH & Co. KG erhält dafür Fördermittel des Landes Thüringen.[3] Im Juni 2009 meldeten die Weltentor GmbH & Co. KG und die Weltentor Beteiligungsgesellschaft mbH allerdings Insolvenz an. [4] Der Park wurde vorläufig von einer Unternehmergesellschaft unter Beteiligung der Parkmitarbeiter weiterbetrieben, die allerdings am 15. Oktober 2009 ebenfalls Insolvenz anmeldete. Damit wurde der Park endgültig geschlossen.
Derzeit wird das Gelände von einem Verein gepachtet, welcher teilweise aus ehemaligen Mitarbeitern des Themenparks besteht. Das Volk von Caraslan e.V.[5] hält hierbei das Gelände instand und arbeitet der Neueröffnung des Parks unter neuem Namen entgegen.
Weitere Teile des Landschaftsparks wie der Ronneburger Balkon und das ehemalige Ronneburger Rittergut werden weiterhin durch die Kommune betrieben. Für den Besuch des Landschaftsparks wird seit 2009 eine Gebühr erhoben.[6] Am 21. August 2010 wurde in der Neuen Landschaft eine massive Freilichtbühne eingeweiht, die zu 90 Prozent aus Fördermitteln finanziert wurde und an deren Standort sich bereits zur BUGA eine temporäre Bühne befunden hatte.[7]