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Neue Religiöse Bewegung

Der Begriff Neue Religiöse Bewegung wird verwendet, um möglichst wertfrei religiöse Gruppen zu bezeichnen und löste die frühere Bezeichnung Jugendsekte ab. Es gibt verschiedene mögliche Definitionen des Begriffs.

Inhaltsverzeichnis

Definitionskriterien

Nicht alle hier gelisteten Definitionen treffen auf jede neureligiöse Bewegung zu. Typische Kriterien für neue religiöse Bewegungen sind:

Enquête-Kommission

Die 1996 eingesetzte Enquête-Kommission „Sogenannte Sekten und Psychogruppen“ des Deutschen Bundestages verzichtete auf den Begriff Sekte. Die Kommission „wendet sich ausdrücklich gegen eine pauschale Stigmatisierung solcher Gruppen und lehnt die Verwendung des Begriffs ‚Sekte‘ wegen seiner negativen Konnotation ab.“[5] Das deutsche Grundgesetz kennt nur Religionen, Religionsgesellschaften und Religionsgemeinschaften. Daher gibt es staatsrechtlich „in dieser Beziehung keinen Unterschied zwischen Kirche und anderen religiösen Organisationsformen.“[5]

Neue Religionen (Auswahl)

Zu den „Neuen Religionen“ zählen die nordamerikanischen Religionswissenschaftler Douglas E. Cowan und David G. Bromley die folgenden Gruppen:[6]

Siehe auch

 Portal:Neue Religiöse Bewegungen – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Neue Religiöse Bewegungen

Literatur

  • Peter Clarke: Encyclopedia of New Religious Movements. Routledge, 2005, ISBN 0-415-26707-2.
  • Reinhard Hempelmann u.a.: Panorama der neuen Religiosität. Gütersloher Verlagshaus, 2005, ISBN 3-579-02320-9.
  • Douglas E. Cowan, David G. Bromley: Neureligionen und ihre Kulte. Insel, Frankfurt am Main 2010, ISBN 978-3458710318.[7]

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Eileen Barker: Perspective: What Are We Studying? In: Nova Religio 8, 2004, Heft 1, S. 88–102.
  2. a b c Eileen Barker: New religious movements: A practical introduction. Her Majesty’s Stationary Office, London 1989, S. 10f.
  3. Hubert Knoblauch: Das Unsichtbare Neue Zeitalter: ‘New Age’, Privatisierte Religion und Kultisches Milieu. In: Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie 41, 1989, S. 504–525, hier S. 517. Vgl. Thomas Robbins: Cults, Converts and Charisma: The Sociology of New Religious Movements. In: Current Sociology 36, 1988, S. 1–255, hier S. 4.
  4. David G. Bromley, Anson D. Shupe: Anti-Cultism in the United States: Origins, Ideology and Organizational Development. In: Social Compass 42, 1995, S. 221–236, hier S. 228.
  5. a b Endbericht der Enquete-Kommission „Sogenannte Sekten und Psychogruppen“. Deutscher Bundestag, Drucksache 13/10950, 9. Juni 1998, S. 4.
  6. Douglas E. Cowan, David G. Bromley: Neureligionen und ihre Kulte. Insel, Frankfurt am Main 2010, ISBN 978-3458710318.
  7. Vgl. Claudia Wustmann: Rezension zu: Cowan, Douglas E.; Bromley, David G.: Neureligionen und ihre Kulte. Frankfurt am Main 2010. In: H-Soz-u-Kult, 14. April 2011, abgerufen am 14. April 2011.
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