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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Kassel | |
| Landkreis: | Fulda | |
| Höhe: | 278 m ü. NN | |
| Fläche: | 90,28 km² | |
| Einwohner: |
10.880 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 121 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 36119 | |
| Vorwahlen: | 06655, 06669, 0661 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FD | |
| GemeindeschlĂĽssel: | 06 6 31 018 | |
| Gemeindegliederung: | 8 Ortsteile | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Lindenplatz 4 36119 Neuhof | |
| Webpräsenz: | ||
| BĂĽrgermeisterin: | Maria Schultheis (CDU) | |
| Lage der Gemeinde Neuhof im Landkreis Fulda | ||
Neuhof ist eine Gemeinde im Landkreis Fulda in Osthessen, Deutschland.
Inhaltsverzeichnis |
Der namengebende Hauptort der Gemeinde liegt im Fliedetal zwischen den Mittelgebirgen Rhön im Osten und Vogelsberg im Westen, etwa 15 km südwestlich der Kreisstadt Fulda.
Die Gemeinde Neuhof grenzt im Norden an die Gemeinde Großenlüder und die Stadt Fulda sowie im Osten an die Gemeinde Eichenzell. Im Südosten liegt die Gemeinde Kalbach, im Süden die Gemeinde Flieden (alle im Landkreis Fulda) und im Südwesten die Stadt Steinau an der Straße (Main-Kinzig-Kreis). Im Westen befinden sich die zum Vogelsbergkreis gehörende Gemeinden Freiensteinau und Grebenhain. Im Nordwesten ist die Gemeinde Hosenfeld (Landkreis Fulda) gelegen.
Neuhof (bestehend aus den Gemeindeteilen Ellers, Neustadt und Opperz) ist Hauptort der gleichnamigen GroĂźgemeinde. Daneben umfasst die Gemeinde die Ortsteile Dorfborn, Giesel, Hattenhof, Hauswurz, Kauppen, Rommerz und Tiefengruben.
Zum Hauptort Neuhof (Gemeindeteil Opperz) zählt auch der etwa zwei Kilometer südwestlich des Gemeindeteils Opperz gelegene Weiler Erlenhof an der Kreisstraße 80 Richtung Flieden-Schweben.
Dorfborn umfasst zudem den etwa einen Kilometer nordwestlich der Ortsmitte gelegenen kleineren Ortsteil Kahlberg. Kahlberg war früher ein Ortsteil von Ellers, war aber aufgrund seiner räumlichen Nähe eng mit Dorfborn verbunden. Heute ist Kahlberg mit Dorfborn zusammengewachsen.
Mit 10.869 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2010) ist Neuhof nach Künzell, Petersberg und Eichenzell die viertgrößte Gemeinde im Landkreis Fulda. Die Einwohnerzahlen verteilen sich auf die einzelnen Ortsteile wie folgt (Zahlen gemäß Gemeindeverwaltung Neuhof):[2]
| Ortsteil | Einwohner | |
|---|---|---|
| Neuhof (Ellers, Neustadt und Opperz) | 4.898 | 45,1 % |
| Rommerz | 1.643 | 15,1 % |
| Hattenhof | 1.524 | 14,2 % |
| Giesel | 1.022 | 9,4 % |
| Hauswurz | 942 | 8,7 % |
| Dorfborn (mit Kahlberg) | 606 | 5,6 % |
| Tiefengruben | 149 | 1,4 % |
| Kauppen | 85 | 0,8 % |
| gesamt | 10.869 | 100 % |
Die Gemeinde Neuhof kann auf eine mehr als 1000-jährige Geschichte zurückblicken. Mit dem heutigen Gemeindeteil Neustadt erfolgte im Jahr 956 die erste urkundliche Erwähnung einer Ansiedlung.[3]
Der Name Neuhof (lat. Nova Curia, mhd. Nuwenhof) wurde 1239 zum ersten Mal genannt. Er stammt von der Adelsfamilie von Neuhof (lat. de nova curia) bzw. von der gleichnamigen Wasserburg der Fuldaer Fürstäbte. Einzelne Vertreter der Familie von Neuhof waren vermutlich Burgmannen. Um das Jahr 1250 ließ Fürstabt Heinrich IV. von Erthal (1249–1261) das Schloss Neuhof mit neuen Mauern, Zäunen und Gräben befestigen.
Neben Neustadt entstanden in der Nähe des Schlosses die Siedlungen Opperz (1326) und Ellers (1486). Das Wasserschloss wurde allmählich Mittelpunkt eines Verwaltungsbezirks im alten Gericht Flieden. Besonders in Zeiten, als in Fulda die Pest herrschte (beispielsweise in den Jahren 1597 und 1611), zogen sich Regierung und Kanzlei des Hochstifts Fulda auf das Schloss Neuhof zurück.
Die Ortsteile der heutigen Gemeinde Neuhof lagen im Mittelalter an der Wegkreuzung der beiden Altstraßen Via Regia (alte Königsstraße oder Reichsstraße von Frankfurt am Main nach Leipzig, auch Alte Heerstraße genannt) und Antsanvia (Handelsstraße von Mainz nach Eisenach, auch Alte Straß genannt).
An den Verlauf der Via Regia erinnern heute entsprechende Hinweisschilder mit der Aufschrift „Des Reiches Straße“.
Entlang der Via Regia zwischen Fulda und Frankfurt am Main verlief zudem ein Jakobsweg, der 2008 wieder eröffnet wurde.[4]
Der Hauptort der Gemeinde Neuhof wurde mit Verfügung des Kasseler Regierungspräsidenten vom 15. November 1928 aus den vormals selbstständigen Gemeinden Ellers, Neustadt und Opperz gebildet.
Zum 1. Januar 1972 wurde Neuhof im Rahmen der Gebietsreform in Hessen mit den bis dahin ebenfalls selbstständigen Gemeinden Dorfborn, Giesel, Kauppen und Tiefengruben zur Großgemeinde Neuhof zusammengefasst. Durch Gesetz mit Wirkung vom 1. August 1972 kamen schließlich noch Hattenhof, Hauswurz und Rommerz hinzu.
Das Gebiet der politischen Gemeinde Neuhof umfasst fĂĽnf katholische Pfarreien, die wiederum drei Dekanaten bzw. vier PastoralverbĂĽnden im Bistum Fulda zugeordnet sind:
| Pfarrei | Ortsteil(e) | Dekanat | Pastoralverbund |
|---|---|---|---|
| St. Michael | Neuhof, Dorfborn und Tiefengruben | Neuhof–Großenlüder | Heiliger Geist Kalbach–Neuhof |
| Mariä Himmelfahrt | Rommerz | Neuhof–Großenlüder | Heiliger Geist Kalbach–Neuhof |
| St. Bartholomäus | Hauswurz und Kauppen | Neuhof–Großenlüder | Christus Erlöser Flieden–Hauswurz |
| St. Laurentius | Giesel | Fulda | Herz Jesu Fulda-West |
| St. Kosmas und Damian | Hattenhof | Rhön | St. Marien Eichenzell |
Im Hauptort Neuhof besteht die zum Dekanat Neuhof–Großenlüder bzw. Pastoralverbund Heiliger Geist Kalbach–Neuhof zählende katholische Pfarrei St. Michael. Sie umfasst die Pfarrkirche St. Michael und ein Pfarrzentrum im Gemeindeteil Opperz sowie die Filialkirchen St. Barbara im Gemeindeteil Ellers, St. Josef der Arbeiter in Dorfborn und die Kapelle St. Maria Unbefleckte Empfängnis in Tiefengruben. Zu ihr zählen rund 4.400 Katholiken. Das entspricht etwa 77 Prozent der Bevölkerung.
Zum selben Dekanat und Pastoralverbund zählt außerdem die katholische Pfarrei Mariä Himmelfahrt in Rommerz, die seit 2005 von der Pfarrei St. Michael im Hauptort Neuhof seelsorgerisch betreut und mitverwaltet wird.
Das Dekanat Neuhof–Großenlüder umfasst auch die katholische Pfarrei St. Bartholomäus in Hauswurz mit der Filialkirche Mariä Himmelfahrt in Flieden-Buchenrod. Die Pfarrei St. Bartholomäus gehört dem Pastoralverbund Christus Erlöser Flieden–Hauswurz an und schließt kirchenrechtlich auch den Neuhofer Ortsteil Kauppen sowie den Ortsteil Brandlos der Nachbargemeinde Hosenfeld ein, die über keine eigenen Kirchengebäude verfügen.
Weiterhin gibt es die dem Dekanat Fulda bzw. Pastoralverbund Herz Jesu Fulda-West zugeordnete katholische Pfarrei St. Laurentius in Giesel, die seit 2006 von der Fuldaer Pfarrei St. Andreas (Stadtteil Neuenberg) seelsorgerisch betreut und mitverwaltet wird, sowie die zum Dekanat Rhön bzw. Pastoralverbund St. Marien Eichenzell zählende Pfarrei St. Kosmas und Damian in Hattenhof.
Die frühere Gieseler Filialgemeinde Mariä Geburt in Fulda-Istergiesel wurde 2006 dem Dekanat Fulda bzw. Pastoralverbund Johannesberg zugeordnet. Die seelsorgerische Betreuung und Verwaltung wird seither von der Pfarrei St. Johannes der Täufer in Fulda-Johannesberg sichergestellt.
In Neuhof besteht zudem eine evangelische Kirchengemeinde mit einer Pfarrkirche und einem Jugendheim im Gemeindeteil Ellers, einem Gemeindehaus in Rommerz sowie einer Filialkirche in der Nachbargemeinde Flieden.
Bis 1938 gab es in Neuhof eine jüdische Gemeinde mit einer Synagoge (eingeweiht 1876) in der heutigen Marktstraße (damals Frankfurter Straße) im Gemeindeteil Neustadt. Ihre Entstehung geht nachweislich bis auf das Jahr 1563 zurück. Zur Gemeinde gehörten die in Neuhof lebenden jüdischen Bürger.
In der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Synagoge geschändet und die Inneneinrichtung zerstört. Das Gebäude wurde nicht angezündet. In Neuhof lebten damals 48 Juden. Im Laufe des Jahres 1942 wurden die noch verbliebenen jüdischen Bürger aus Neuhof deportiert.
In den letzten Kriegsjahren wurde die ehemalige und leerstehende Synagoge widerrechtlich zu Wohnungen umgebaut. Das Synagogengebäude blieb nach 1945 erhalten, bis 1956 in seiner L-Form. Danach wurde es von Privatpersonen gekauft, die es durch An- und Umbauten äußerlich stark veränderten und dabei als ehemalige Synagoge unkenntlich machten. Als Ergebnis der An- und Umbauten befindet sich an dieser Stelle ein langgestrecktes Wohn- und Geschäftshaus in Privatbesitz.
Trotz der Umbauten ist die Bausubstanz des ehemaligen Synagogengebäudes derzeit noch zu etwa 80 Prozent erhalten. Das ehemalige Ritualbad (Mikwe) wurde bei Renovierungsarbeiten im Jahr 2008 aufgrund einer Bauzeichnung des Fuldaer Bauinspektors Friedrich Hoffmann geortet und zum Teil wieder freigelegt. Eine Hinweis- oder Gedenktafel ist nicht vorhanden.
Der 1905 angelegte jĂĽdische Friedhof in der Gemarkung Flieden oberhalb der LandesstraĂźe zwischen Neuhof und Flieden (ehemalige BundesstraĂźe 40) ist bis heute erhalten.[5]
Die Gemeindevertretung Neuhof besteht aus 37 Mitgliedern. Die Kommunalwahl am 27. März 2011 ergab folgende Stimm- bzw. Sitzverteilung bei 49,4 Prozent Wahlbeteiligung:
| Parteien und Wählergemeinschaften | 2011 | 2006 | 2001 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| % | Sitze | % | Sitze | % | Sitze | |
| Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) | 59,8 | 22 | 71,6 | 27 | 63,0 | 23 |
| Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) | 24,0 | 9 | 28,4 | 10 | 28,5 | 11 |
| Bündnis 90/Die Grünen (GRÜNE) | 15,1 | 6 | – | – | 3,0 | 1 |
| Die Linke (DIE LINKE) | 1,1 | 0 | – | – | – | – |
| Christliche Wähler-Einheit (CWE) | – | – | – | – | 5,5 | 2 |
| Gesamt | 100,0 | 37 | 100,0 | 37 | 100,0 | 37 |
| Wahlbeteiligung | 49,4 % | 42,1 % | 55,8 % | |||
| Name | von | bis |
|---|---|---|
| August Lotz | 1945 | 1952 |
| Jakob Schneider | 1952 | 1959 |
| Karl HeimĂĽller (CDU) | 1960 | 1984 |
| Martin Hohmann (CDU) | 1984 | 1998 |
| Maria Schultheis (CDU) | 1999 | heute |
Bürgermeisterin Maria Schultheis (CDU) wurde am 20. Dezember 1998 erstmals direkt in dieses Amt gewählt, das sie am 1. Februar 1999 offiziell angetreten hat. Ihre letzte Wiederwahl erfolgte am 24. Oktober 2010 mit einem Stimmenanteil von 54,6 Prozent bei einer Wahlbeteiligung von 52,5 Prozent.
Blasonierung: Das Wappen der Gemeinde Neuhof ist geteilt von Gold und Schwarz, die als Symbolfarben für den Bergbau stehen. Es zeigt im oberen Teil vorne in Gold drei ineinander verschlungene schwarze Ringe als Sinnbild für den Zusammenschluss der vormals selbstständigen Gemeinden Ellers, Opperz und Neustadt im Jahr 1928. Im oberen Teil hinten sind in Gold ein gekreuzter schwarzer Hammer und Schlägel als Embleme für den Bergbau zu sehen. Im unteren Teil befindet sich in Schwarz ein von einer schmalen schwarzen Linie durchzogenes goldfarbenes Kreuz als Symbol für die fast 650-jährige Zugehörigkeit Neuhofs zum Kloster bzw. Hochstift Fulda mit der späteren Funktion als Amtssitz und „Nebenresidenz“ der Fuldaer Fürstäbte bzw. Fürstbischöfe.
Die Wahrzeichen der Gemeinde sind die katholische Pfarrkirche St. Michael im Gemeindeteil Opperz und die vier erhaltenen Türme des ehemaligen Neuhofer Wasserschlosses, dessen Hauptgebäude 1958 abgerissen wurde. An seiner Stelle befindet sich heute die Schlossschule (Grundschule Neuhof).
Die Pfarrkirche St. Michael ist eine dreischiffige Pfeilerbasilika. Sie entstand 1831 und wurde von 1909 bis 1911 erweitert. Die Fassade wird von drei Sandsteinfiguren geschmückt. Bemerkenswert ist der zweigeschossige spätgotische Westturm mit Spitzhelm. Er wurde als Wehrkirche mit einer kleinen Kapelle im Erdgeschoss am Friedhof in Opperz errichtet, die 1490 dem Erzengel Michael (Festtag und Patrozinium am 29. September) geweiht wurde.
Das nachbarocke Langhaus der Kirche mit Tonnengewölbe ist einfach gestaltet. Die Ausstattung stammt aus verschiedenen Zeiten. Zu erwähnen sind beispielsweise die spätbarocken Apostelfiguren im Hauptschiff. Der spätgotische Taufstein stammt von 1503.
In der Gemeinde Neuhof besteht traditionell ein reges musikalisches Leben sowohl im kirchlichen wie auch im profanen Bereich. Neben der Chorvereinigung Cäcilia (gegründet 1907) und der Jungen Kantorei St. Michael (gegründet 1998) gibt es im Hauptort Neuhof ein Akkordeonorchester, ein Blasorchester und einen Spielmanns- und Fanfarenzug, außerdem ein Blasorchester im Ortsteil Rommerz sowie jeweils einen Musikverein in den Ortsteilen Giesel, Hattenhof und Hauswurz. Ein eigener Verein zur Förderung junger Musiker kümmert sich um die Belange neuer musikalischer Talente.
Für Sport- und Freizeitaktivitäten stehen in Neuhof u. a. zwei Stadien, fünf Sportplätze und sechs Turnhallen, vier Bolzplätze, zwei Tennisanlagen, eine Tennishalle/Squash, mehrere Kegelbahnen, ein Streetball- und Inlineskatingplatz sowie ein Grillplatz zur Verfügung. Größere Sportveranstaltungen finden in der Vier-Felder-Halle (62 x 27 m Nutzfläche) der Wernher-von-Braun-Schule statt, die eine feste Sitztribüne für etwa 900 Zuschauer enthält. Weiterhin gibt es eine Sportschule für Selbstverteidigung, Kampfsport und Fitness.
Eine touristische Attraktion ist der 1999 eröffnete Planetenwanderweg, ein naturwissenschaftlicher Lehrpfad, der von der Wernher-von-Braun-Schule am Opperzer Berg ausgehend bis zum Kalbacher Ortsteil Eichenried führt.
Neuhof liegt außerdem am 240 km langen Rhein-Main-Kinzig-Radweg, der in Rüdesheim am Rhein beginnt und nach Tann (Rhön) führt.
Als Unterzentrum besitzt die Gemeinde Neuhof Mittelpunktfunktion für den südwestlichen Teil des Landkreises Fulda mit einem Einzugsbereich von rund 25.000 Einwohnern. Hier finden sich u. a. zehn Ärzte, zwei Tierärzte, zwei Apotheken, ein Seniorenpflege- und Betreuungszentrum, neun Kirchengebäude, eine Postagentur, ein Bahnhof, mehrere Lebensmittelmärkte, Banken, fünf Schulen, eine Zweigstelle der Volkshochschule des Landkreises Fulda, sechs Kindergärten, ein Gemeindezentrum, sieben Bürgerhäuser, drei Gemeindebüchereien, eine Polizeidienststelle, eine Straßenmeisterei, vier Revierförstereien (Betriebsbezirke des Forstamts Fulda) sowie mehrere Gasthäuser.
Die räumliche Nähe zum Oberzentrum Fulda hat neben anderen Faktoren allerdings auch mit dazu geführt, dass Neuhof in den letzten Jahren einige Unternehmen und öffentliche Einrichtungen verlor. Größere Unternehmen waren in der Vergangenheit die Rhöngold-Molkerei der Gebrüder Fricke, die Fleischwarenfabrik Josef Ruppel und der Holzhandel Reschop. Früher gab es in Neuhof außerdem noch zwei Forstämter, eine Zweigstelle des Amtsgerichts Fulda, ein Hallenfreibad („Allwetterbad“), ein Postamt und eine Niederlassung der Barmherzigen Schwestern mit Altenheim. Außerdem ging die Eigenständigkeit der Raiffeisenbank Neuhof eG verloren.
| Standort: | Neuhof-Dorfborn |
| Gesamtfläche (geplanter Endausbau): | etwa 35 ha |
| derzeit erschlossen: | etwa 8 ha |
| derzeit vorhandene freie Flächen: | etwa 3.600 bis 6.500 m² |
Zur Förderung der Regionalentwicklung hat sich Neuhof im Mai 1998 mit den Gemeinden Bad Salzschlirf, Eichenzell, Flieden, Großenlüder, Hosenfeld und Kalbach zum Regionalforum Fulda Südwest zusammengeschlossen und eine kommunale Arbeitsgemeinschaft gebildet.[6] Seit der Umwandlung des Zusammenschlusses in einen Verein 2006 sind unter anderem die Kreishandwerkerschaft, der Kreisbauernverband und die Arbeitsgemeinschaft der Naturschutzverbände beigetreten. 2007 wurde das Regionalforum vom Land Hessen als Förderregion der Europäischen Union nach der sogenannten Gemeinschaftsinitiative LEADER zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft anerkannt und kann somit in der aktuellen Förderperiode 2008–2013 mit Fördergeldern für verschiedene Maßnahmen rechnen. Seit 2008 gehört das Regionalforum zum Verein Hessische Regionalforen (HRF) e. V.
In folgenden Bereichen fĂĽhrt die Kooperation der sieben Gemeinden zu Einsparungen oder Mehreinnahmen:
Neuhof ist die einzige Bergbaugemeinde im Landkreis Fulda. Im Kalibergwerk Neuhof-Ellers (gegründet 1906) wird von 680 Mitarbeitern Kalisalz abgebaut und zu hochwertigen Düngemitteln verarbeitet. Bei einer jährlichen Rohsalzförderung von fast vier Millionen Tonnen erzeugt Neuhof-Ellers rund 1,3 Millionen Tonnen Verkaufsprodukte. Das Werk ist damit der größte Industriebetrieb im südlichen Teil des Landkreises. Es gehört heute zur Kasseler K+S AG (früher Kali und Salz AG bzw. Wintershall AG). Die weithin sichtbare Abraumhalde, im Volksmund auch „Kaliberg“ oder „Monte Kali“ genannt, hat eine Höhe von 120 m und ragt bis auf 500 m ü. NN. Sie besteht aus etwa 96 Millionen Tonnen überwiegend Natriumchlorid (Kochsalz) und Calciumsulfat (Gips) und ist somit eine der größten Deponien Europas. Jährlich werden etwa 2,4 Millionen Tonnen neu aufgeschüttet. Die Gesamtfläche der Halde beträgt zur Zeit etwa 65 Hektar.
1926/27 wurde das Bergwerk auf Betreiben von August Rosterg, dem seinerzeitigen Generaldirektor der Wintershall AG, stillgelegt. Ab 1935 wurde der Kalischacht Ellers als Heeres-Nebenmunitionsanstalt der deutschen Wehrmacht genutzt[7]. Im Herbst 1944 begannen die Adlerwerke aus Frankfurt am Main mit der Herrichtung der Muna für eine untertägige Verlagerung von Teilen ihrer Produktion. Das Bauvorhaben erhielt den Decknamen Schakal. Nach einem Luftangriff auf dem Bahnhof Neuhof und bedingt durch das Vorrücken amerikanischer Truppen wurde der Ausbau Ende März 1945 abgebrochen. Erst im Jahr 1954 wurden die Anlagen erneuert, und das Bergwerk nahm nach fast dreißigjähriger Stilllegung seinen Betrieb wieder auf.
Neuhof bietet mehrere Haltepunkte und Umsteigemöglichkeiten der Lokalen Nahverkehrsgesellschaft Fulda (LNG Fulda) mbH in benachbarte Ortschaften (Linien 50 bis 54) im Rahmen der Rhein-Main-Verkehrsverbund GmbH (RMV).
Kooperative Gesamtschule mit Förderstufe
Förderschule mit Beratungszentrum
Bad Salzschlirf | Burghaun | Dipperz | Ebersburg | Ehrenberg (Rhön) | Eichenzell | Eiterfeld | Flieden | Fulda | Gersfeld (Rhön) | Großenlüder | Hilders | Hofbieber | Hosenfeld | Hünfeld | Kalbach | Künzell | Neuhof | Nüsttal | Petersberg | Poppenhausen (Wasserkuppe) | Rasdorf | Tann (Rhön)