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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | |
| Landkreis: | Wetteraukreis | |
| Höhe: | 131 m ü. NN | |
| Fläche: | 118,34 km² | |
| Einwohner: |
17.599 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 149 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 63667 | |
| Vorwahlen: | 06043, 06044 (Stornfels), 06046 (Schwickartshausen), 06402 (Unter-Widdersheim) | |
| Kfz-Kennzeichen: | FB | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 40 016 | |
| LOCODE: | DE NID | |
| Stadtgliederung: | 18 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Schloßgasse 34 63667 Nidda | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Hans-Peter Seum (parteilos) | |
| Lage der Stadt Nidda im Wetteraukreis | ||
Nidda ist eine Stadt in der hessischen Wetterau. Ihren Namen verdankt sie dem Fluss Nidda.
Inhaltsverzeichnis |
Der Osten Niddas liegt im westlichen Vogelsberg.
Nidda grenzt im Norden an die Stadt Laubach (Landkreis Gießen), im Osten an die Stadt Schotten (Vogelsbergkreis) und die Gemeinde Hirzenhain, im Süden an die Stadt Ortenberg und die Gemeinde Ranstadt, im Südwesten an die Gemeinde Echzell, sowie im Westen an die Gemeinde Wölfersheim (alle im Wetteraukreis) und die Stadt Hungen (Landkreis Gießen).
Nidda besteht aus den Stadtteilen Bad Salzhausen, Borsdorf, Eichelsdorf, Fauerbach, Geiß-Nidda, Harb, Kohden, Michelnau, Nidda, Ober-Lais, Unter-Lais, Ober-Schmitten, Ober-Widdersheim, Schwickartshausen, Stornfels, Ulfa, Unter-Schmitten, Unter-Widdersheim und Wallernhausen.
Anfang des 9. Jahrhunderts wurde Nidda erstmals urkundlich erwähnt.
Der Edelfreie Volkold II., vielleicht aber auch schon sein Vater Volkold I. von Malsburg, dem er als Vogt der Reichsabtei Fulda über deren Besitz in der nördlichen Wetterau folgte, erbaute um 1100 eine kreisrunde Wasserburg in Nidda, die den staufischen Kaisern zur Sicherung der vorbeiführenden Handelsstraßen diente. (Sie wurde bald nach 1604, als Nidda an Hessen-Darmstadt fiel, abgerissen und durch ein Renaissanceschloss ersetzt.) Volkold II. verlegte seinen Wohnsitz von der fuldischen Burg Bingenheim nach Nidda und begründete die Familie der Grafen von Nidda.
1187 übertrug Graf Berthold von Nidda die Pfarrei Nidda zusammen mit beträchtlichem Grundbesitz an den Johanniterorden, der danach in Nidda eine Komturei einrichtete. Die dann errichteten Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Ordens bestimmten in den folgenden Jahrhunderten das Bild der Stadt.
Im Jahre 1205 erbte Graf Ludwig I. von Ziegenhain die kleine Grafschaft Nidda, da seine Mutter Mechtild, Schwester des ohne männliche Erben verstorbenen letzten Grafen von Nidda, Berthold II., Alleinerbin ihres Bruders gewesen war.
1234 wurde Nidda in einer Urkunde der Grafen Gottfried IV. und Berthold I. erstmals als Stadt bezeichnet; 1218 und 1223 wurde der Ort noch als „villa“ bezeichnet.
Von 1258 bis 1311/1333 waren die Grafschaften Ziegenhain und Nidda nach einer Erbteilung wieder voneinander geteilt. Erst 1333 kam es zur erneuten Vereinigung. Graf Johann I. von Ziegenhain heiratete 1311 die Erbtochter Lukardis (Luitgart) des Niddaer Grafen Engelbert I. Dieser starb 1330, und seine Tochter blieb bis 1333 nominelle Regentin. 1333 vereinte dann Johann von Ziegenhain beide Grafschaften in seiner Hand.
Nach dem Aussterben der Grafen von Ziegenhain und Nidda mit dem Tode Johanns II. im Jahre 1450 kam die Grafschaft Nidda in den Besitz der Landgrafen von Hessen. Seitdem ist im Haus Hessen der Titel „Graf von Nidda“ Bestandteil des Familiennamens. Zur Grafschaft Nidda gehörten zu diesem Zeitpunkt das Amt Nidda mit den Gerichten Widdersheim, Rodheim, Ulfa und Wallernhausen, die Herrschaft Lißberg, die Fuldische Mark mit den halben Vogteien Echzell, Berstadt, Dauernheim und Bingenheim mit Ausnahme des dortigen Schlosses, und die Gerichte Burkhards und Crainfeld.
An die romanische Pfarrkirche wurde 1491 ein spätgotischer Kirchturm angebaut, der 2012 umfangreich einschließlich des Dachturms erneuert wurde.[2]
1821 wurden die Ämter aufgelöst und Nidda wurde Sitz des Landratsbezirks Nidda bzw. ab 1830 des Kreises Nidda und 1848-1852 des Regierungsbezirks Nidda.
Überwiegend evangelisch
Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:[3]
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2011 |
Sitze 2011 |
% 2006 |
Sitze 2006 | |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 36,8 | 14 | 40,3 | 15 |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 30,0 | 11 | 46,0 | 17 |
| BL | Bürger Liste Nidda | 16,6 | 6 | — | — |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 10,0 | 4 | 5,4 | 2 |
| FWG/FDP | Freie Wählergemeinschaft/Freie Demokratische Partei | 3,6 | 1 | — | — |
| DIE LINKE | Die Linke | 2,9 | 1 | — | — |
| FWG | Freie Wählergemeinschaft Nidda | — | — | 1,1 | 1 |
| FUB/FDP | Freie Unabhängige Bürger/Freie Demokratische Partei | — | — | 6,3 | 2 |
| NPD | Nationaldemokratische Partei Deutschlands | — | — | 0,9 | 0 |
| Gesamt | 100,0 | 37 | 100,0 | 37 | |
| Wahlbeteiligung in % | 48,9 | 52,1 | |||
Die vergangenen Bürgermeisterwahlen lieferten folgende Ergebnisse:
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Die Bürgermeisterdirektwahl am 25. Februar 2007 gewann Lucia Puttrich mit 64,2 % aller Stimmen. Es war ihre dritte und letzte Amtszeit, nachdem sie 2009 das Direktmandat für den Bundestag erhalten hat. Seit dem 7. März 2010 ist der parteilose Hans-Peter Seum neuer Bürgermeister, der im zweiten Wahlgang die Mehrheit für sich beanspruchen konnte.
| 2010 | Hans-Peter Seum |
| 1995-2009 | Lucia Puttrich |
| 1989-1995 | Helmut Jung |
| 1961-1989 | Wilhelm Eckhardt |
| 1949-1961 | Dr. August Ludwig Böcher |
| ~ | ~ |
| 1910-1924 | Ludwig Erk |
| 1899-1910 | Hermann Roth |
| 1898-1899 | Wilhelm Erk |
| 1869-1898 | Ludwig Rullmann |
| 1859-1869 | August Reuning |
| 1848-1858 | Ludwig Uhl |
Blasonierung: „In Schwarz über einem achtstrahligen Stern (Ziegenhain) im Halbbogen eine silberne, rot (Tor und Fenster) abgesetzte Burg (Nidda).“
Flaggenbeschreibung: „Die Flagge zeigt die Farben Schwarz und Gold, im oberen Drittel das Stadtwappen“ Die Flagge ist senkrecht geteilt, links Schwarz und rechts Gold. Die Farben lassen sich bis zur Grafschaft Ziegenhain und Nidda zurückverfolgen.
Nidda hat Städtepartnerschaften mit Crest in Frankreich, Bad Kösen in Sachsen-Anhalt, Weißenstein in Österreich und Cromer in England. Derzeit werden Verhandlungen über eine Partnerschaft mit Nida in Litauen und Salandra (Italien) geführt.
Bedingt durch seinen Wald- und Wasserreichtum sowie durch die Qualität des Wassers hat das Papierhandwerk in Nidda eine lange Tradition. Einige in Nidda ansässige Unternehmen haben dieses Handwerk weiterentwickelt und sind heute industrielle Hersteller mit modernen Anlagen und vielseitigen Produktpaletten. Sie sind wichtige Arbeitgeber in der Region. Das Schloss beherbergt seit 1874 das Amtsgericht Nidda.
Nidda liegt an den Bundesstraßen 455 und 457 sowie an der Lahn-Kinzig-Bahn zwischen Gießen und Gelnhausen (Haltepunkte in den Ortsteilen Nidda, Borsdorf und Ober-Widdersheim). Der Bahnhof Nidda ist außerdem Endhaltestelle der Bahnlinie nach Friedberg.
Altenstadt | Bad Nauheim | Bad Vilbel | Büdingen | Butzbach | Echzell | Florstadt | Friedberg (Hessen) | Gedern | Glauburg | Hirzenhain | Karben | Kefenrod | Limeshain | Münzenberg | Nidda | Niddatal | Ober-Mörlen | Ortenberg | Ranstadt | Reichelsheim (Wetterau) | Rockenberg | Rosbach v. d. Höhe | Wölfersheim | Wöllstadt
Bad Salzhausen | Borsdorf | Eichelsdorf | Fauerbach | Geiß-Nidda | Harb | Kohden | Michelnau | Ober-Lais | Ober-Schmitten | Ober-Widdersheim | Schwickartshausen | Stornfels | Ulfa | Unter-Schmitten | Unter-Widdersheim | Wallernhausen