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| Niederalemannisch | ||
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Gesprochen in |
Baden-Württemberg, Elsass, Basel-Stadt | |
| Linguistische Klassifikation |
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Das Niederalemannische ist eine Dialektgruppe des Alemannischen, und gehört damit zum Oberdeutschen.
Inhaltsverzeichnis |
Das Niederalemannische gliedert sich in die zwei Untergruppen Bodensee-Alemannisch und Oberrhein-Alemannisch:
Anlautendes /k/ ist zu [kʰ] oder [kx] geworden und nicht zum Frikativ [x] wie im Hochalemannischen.
Westliches und östliches Niederalemannisch weisen außer der erwähnten kaum weitere Gemeinsamkeiten auf: die Sprache des Oberrheins ist durch fränkische Einflüsse geprägt, diejenige des Bodensees und des Alpenrheins durch schwäbische. Steger/Jakob haben deshalb das traditionelle Niederalemannische in die oben aufgeführten beiden Gruppen Oberrheinalemannisch und Bodenseealemannisch geteilt.[1] Mit Oberrheinalemannisch greifen sie Maurers Oberrheinisch wieder auf, dessen Dreiteilung des Alemannischen in Schwäbisch, Oberrheinisch und Südalemannisch kein Niederalemannisch kannte.[2] Auch Wiesinger gibt das traditionelle Niederalemannisch auf; er nennt allein dessen westlichen Teil Niederalemannisch (= Steger/Jakobs Oberrheinalemannisch) und den östlichen Teil Mittelalemannisch (= Steger/Jakobs Bodenseealemannisch), wobei er breite Übergangsräume zu den Nachbarmundarten, besonders zum Hochalemannischen, skizziert.[3]
Etwa seit dem Ende des 19. Jahrhunderts, ganz besonders aber seit 1945 wird das Niederalemannische vor allem in Deutschland in zunehmendem Maße durch die umliegenden Dialekte Schwäbisch und Bairisch verändert und allmählich durch diese, bzw. durch das Hochdeutsche ersetzt. Im Elsass wird das Niederalemannische durch das Französische überdurchschnittlich stark beeinflusst. Während beispielsweise Schweizer Höchst- und Hochalemannen neben ihrem eigenen Dialekt das Hochdeutsche parallel als Zweitsprache für den Austausch mit Nichtschweizern benutzen, schwindet im Niederalemannischen der sprachliche Rückhalt in der Bevölkerung, es wird zunehmend durch das Schwäbische sowie das Hochdeutsche verdrängt. Von diesem Rückgang ausgenommen ist das niederalemannische Baseldeutsch, das von der Identität des Schweizerdeutsch profitiert, allerdings auch zunehmend hochalemannisch umgeformt wird, sowie das Vorarlbergische.
Zudem leidet das regionale alemannische Selbstverständnis durch die Sicht auf das Niederalemannische als eine Art Minderheiten- oder gar Außenseiter-Sprache, welche der hochdeutschen Sprache und den umliegenden Dialekten unterlegen sei. Dagegen spricht jedoch die gesellschaftlich gefestigte Position des Schweizerdeutschen in der Schweiz. In jüngster Zeit gibt es jedoch vereinzelt Lehrer und andere Stimmen, die auch im Niederalemannischen eine Erhaltung des lokalen Dialektes fordern und sich damit zusätzlich für eine mehrsprachige Kultur einsetzen.