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| Niederdorf | |||
|---|---|---|---|
| (ital.:Villabassa) | |||
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| Bezirksgemeinschaft | Pustertal | ||
| Provinz: | Bozen (Südtirol) | ||
| Region: | Trentino-Südtirol | ||
| Staat: | Italien | ||
| Einwohner (VZ 2001/31.12.2010): | 1.308/1.473 | ||
| Sprachgruppen laut Volkszählung 2001: |
93,32 % deutsch 6,68 % italienisch 0,00 % ladinisch | ||
| Koordinaten | 46° 44′ N, 12° 11′ O46.733333333312.18333333331158Koordinaten: 46° 44′ N, 12° 11′ O | ||
| Meereshöhe: | 1.115 - 2.378 m s.l.m. (Zentrum: 1.158 m s.l.m.) | ||
| Fläche/Dauer- siedlungsraum: |
17,9/6,0 km² | ||
| Fraktionen: | Niederdorf | ||
| Nachbargemeinden: | Gsies, Prags, Toblach, Welsberg-Taisten | ||
| Postleitzahl: | 39039 | ||
| Vorwahl: | 0474 | ||
| ISTAT-Nummer: | 021113 | ||
| Steuernummer: | 81007400211 | ||
| Politik | |||
| Bürgermeister (2010): | Kurt Ploner (SVP) | ||
Niederdorf (ital.: Villabassa) ist eine 1.154 m hoch gelegene Gemeinde mit 1473 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010) in Südtirol, Italien. Der Ort liegt im Pustertal an der Rienz.
Inhaltsverzeichnis |
Niederdorf hat einen Bahnhof der Pustertaler Bahnlinie, die Staatsstrasse (SS 49) umgeht Niederdorf im Süden. Westlich von Niederdorf beginnt die Straße nach Prags, Der Rienzradweg, Fortsetzung des Drauradweges gegen Westen, führt durch Niederdorf, wo der Rad- und Wanderweg zum Pragser Wildsee abzweigt.
Niederdorf wurde bereits 994 als Nidrindorf erwähnt, als Pfarre erstmals 1225. Unter den Grafen von Görz und Tirol befand sich hier eine Gerichtsstätte. Ab Mitte des 19.Jh., insbesondere nach der Eröffnung der Pustertalbahn 1871, wuchs die Bedeutung des Fremdenverkehrs, besonders wegen der nahegelegenen Anziehungspunkte Pragser Wildsee, Plätzwiese und Bad Altprags. Aus Niederdorf stammt auch Frau Emma, eine bedeutende Persönlichkeit des Tiroler Fremdenverkehrs.
In den letzten Kriegstagen des Zweiten Weltkrieges, Ende April 1945, befreite der Wehrmachtsoffizier Wichard von Alvensleben in Niederdorf einen Transport von 139 prominenten Sonderhäftlingen aus zwölf verschiedenen Nationen, deren SS-Wachmannschaft den Befehl hatte, diese Häftlinge nicht lebend in Feindeshand fallen zu lassen. Zu diesen Häftlingen gehörten u.a. der ehemalige österreichische Bundeskanzler Kurt Schuschnigg, Martin Niemöller, einer der führenden Männer der bekennenden Kirche im Dritten Reich und späterer Kirchenpräsident in Hessen, sowie die Sippenhäftlinge des 20. Juli 1944, die Familien Stauffenberg, Goerdeler usw.
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