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Mithilfe einer Niederschlagsradar-Station kann in einem begrenzten Umkreis der Wassergehalt einer Wolke gemessen werden, welcher wiederum Rückschlüsse auf eventuellen Niederschlag (Regen, Hagel oder Schnee) zulässt. In der Luftfahrt wird das Niederschlagsradar hauptsächlich genutzt, um Flüge durch Gewittergebiete zu vermeiden und die zu erwartenden Turbulenzen einschätzen zu können.
Inhaltsverzeichnis |
Ein Niederschlagsradar basiert auf dem Primärradarprinzip. Das Niederschlagsradar sendet Mikrowellen aus und empfängt den Teil dieser Wellen, der auf seinem Weg durch die Atmosphäre reflektiert wird. Operative, bodengebundene Niederschlagsradare in Europa arbeiten meistens im C-Band (ca. 5 cm Wellenlänge).
Je mehr Wassertropfen, Schneekristalle oder Eiskörner die Atmosphäre pro Volumen enthält, desto mehr Mikrowellenstrahlung wirft sie zurück (d.h. je höher der Anteil der reflektierten Radarstrahlen, desto höher ist der flüssige und feste Wassergehalt der Wolke; die gasförmige Phase von Wasser, der Wasserdampf, wird nicht gemessen). Aus dem Zeitunterschied zwischen Senden der Strahlung und dem Empfang der reflektierten Strahlung schließt man auf den Abstand der Niederschlagspartikel vom Radar. Somit erhält man ein eindeutiges Bild über Abstand und Niederschlagsgehalt der Wolke.
Bei dem Messvorgang selbst kommt es zu einigen physikalisch bedingten Problemen:
Niederschlagsradar in Deutschland, Österreich und der Schweiz |
In Deutschland betreibt der deutsche Wetterdienst einen Radarverbund[1] mit Niederschlagsradarstationen in Berlin-Tempelhof, Dresden-Klotzsche, Emden-Knock, Essen-Bredeney, Feldberg (Schwarzwald), Flechtdorf, Frankfurt-Walldorf, Fürholzen, Hamburg-Fuhlsbüttel, Hannover, Neuhaus a. R., Neuheilenbach, Rostock, Türkheim (Geislingen) und Ummendorf.[2]
In Österreich gibt es fünf Wetterradarstationen: in Schwechat und Salzburg sowie auf dem Zirbitzkogel, dem Patscherkofel und der Valluga.[3]
MeteoSchweiz betreibt die drei Wetterradarstationen in la Dôle, auf dem Albis und auf dem Monte Lema.[4]