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| Flagge |
Wappen |
| Provinz | Gelderland |
| BĂŒrgermeister | Thom de Graaf |
| Sitz der Gemeinde | Nijmegen |
| FlĂ€che â Land â Wasser |
57,53 kmÂČ 53,59 kmÂČ 3,94 kmÂČ |
| CBS-Code | 0268 |
| Einwohner | 164.165 (31. Dez. 2010[1]) |
| Bevölkerungsdichte | 2.854 Einwohner/kmÂČ |
| Koordinaten | 51° 50âČ N, 5° 52âČ O51.83611111115.86666666667Koordinaten: 51° 50âČ N, 5° 52âČ O |
| Bedeutender Verkehrsweg | A73, N325, N326 |
| Vorwahl | 024, 0481 |
| Postleitzahlen | 6500-6546, 6663, 6679, 6683 |
| Website | www.nijmegen.nl |
Nijmegen [ËnÉiËmeËÉŁÉ(n)][2] (
anhören?/i), deutsch Nimwegen, auf Nimwegisch: NimwÚÚge [nÉȘmËÊÉËÊÉ], ist eine Hansestadt mit 161.817 Einwohnern (ZĂ€hlung vom 15. September 2009). Sie liegt im Osten der Niederlande in der Provinz Gelderland in der NĂ€he der Grenze zur deutschen Region Niederrhein. Nijmegen war der wichtigste der vier Hauptorte in der Grafschaft Geldern, 1402 wurde Nijmegen Mitglied der Hanse.
Inhaltsverzeichnis |
Der lateinische Name Noviomagus geht zurĂŒck auf die keltischen Wörter magos fĂŒr Ebene oder Markt und novio neu. Die Römer latinisierten es zu Noviomagus. In der Zeit Karls des GroĂen hieĂ sie Numaga, was sich mit der Zeit in Nieumeghen oder Nimmegen (siehe auch das deutsche Neumagen) verĂ€nderte. Manche Einheimische nennen ihre Stadt nicht Nijmegen, sondern NimwÚÚge.
Die Hansestadt Nijmegen bezeichnet sich als die Ă€lteste Stadt der Niederlande. Die Geschichte der Stadt geht bis in die Zeit des Römischen Reiches zurĂŒck, 2005 fand die 2000-Jahr-Feier statt, die Römer unterhielten hier einen MilitĂ€rstĂŒtzpunkt, Ulpia Noviomagus Batavorum. (Maastricht im SĂŒden der Niederlande nennt sich allerdings ebenfalls Ă€lteste Stadt des Landes.) Das Kastell befand sich im 4. Jahrhundert auf dem PfalzhĂŒgel. Nach Abzug der Römer gingen um 410 auch deren administrativ-militĂ€rische Funktionen verloren. Zahlreiche Grabungsfunde im Stadtgebiet erweisen eine SiedlungskontinuitĂ€t vom 4. bis zum 7. Jahrhundert.[3]
Die römischen Befestigungen gingen an die Merowingerkönige und dann in die HĂ€nde der karolingischen Könige. Anfang des 7. Jahrhunderts ist eine merowingische MĂŒnzstĂ€tte nachgewiesen. Die Pfalzkirche aus dem 1. Viertel des 7. Jahrhunderts diente zugleich als Pfarrkirche. Nijmegen war ein castrum gegen die Nachbarvölker Sachsen und Friesen. Karl der GroĂe baute 777 auf den Mauern des Kastells eine Pfalz, die aber erst nach seinem Tod fertiggestellt wurde. Die zugehörige Ortschaft wurde als villa bezeichnet. Ludwig der Fromme hielt sich oft in der Pfalz auf.[3] Die Pfalz war Mittelpunkt eines ausgedehnten Königsgutsbezirkes (fiscus Niumaga) mit Reichsforst.[4] Um 880 nahmen die Normannen die Pfalz ein, die sie bei ihrem Abzug niederbrannten.
Als Handelsniederlassung entstand Nijmegen wahrscheinlich vor dem Jahre 1000 zwischen der heutigen Grotestraat, Priemstraat und Nonnenstraat, westlich des PfalzhĂŒgels in unmittelbarer NĂ€he zum Waal.[5] Otto III. hielt 1018 auf dem königlichen Besitz in Nijmegen ab, dem im Lauf insbesondere der ottonischen und salischen Zeit weitere königliche oder kaiserliche Hoftage folgten.[6] Wohl um 1030 wurde in der Pfalz die St.-Nikolaus-Kapelle, einer der wenigen erhaltenen romanischen Zentralbauten errichtet. Es war ein Zentralbau nach dem Vorbild der Aachener karolingischen Pfalzkirche.[7]
Friedrich Barbarossa, Kaiser des Heiligen Römischen Reiches baute die im Jahr 1047 von Herzog Gottfried vom BĂ€rtigen niedergebrannte Pfalz 1155 in eine ausgedehnte Burganlage, den Valkhof, um. Davon ist aber nur noch ein kleiner Teil - zwei Kapellen - erhalten. November 1165 wurde Heinrich VI., der Sohn Barbarossas, in Nijmegen geboren.[8] Seit Ende des 12. Jahrhunderts hatte Nijmwegen eine königliche, seit 1247 eine grĂ€fliche MĂŒnzstĂ€tte.[9]
Unter Heinrich VII. wurde Nijmegen 1230 freie Reichsstadt. Kurz darauf, am 8. Oktober 1247, kam die Reichsstadt in GelderlÀndische HÀnde. Graf Otto II. von Gelderland erhielt die Stadt als Pfand vom römisch-deutschen König Wilhelm II. (der gleichzeitig Graf von Holland war). Weil das Lehen nicht ausgelöst werden konnte, blieb es fortan im Besitz der Herren von Geldern. Unter Otto II. begann 1250 auch der Bau der Stevenskerk, einer Kirche, die auch heute noch die Silhouette von Nijmegen dominiert. Um 1300 wurde die Umwallung der Stadt anlegt (FlÀche 29 ha).[9]
Nijmegen konnte trotz der GroĂen Pest 1345 seine Einwohnerzahl steigern. Nijmegen wurde 1402 Mitglied der Hanse. Es wurden Handelsbeziehungen nach England und in die Ostsee aufgebaut.
Mitte des 15. Jahrhunderts soll die Stadt ĂŒber 10.000 Einwohner besessen haben.[9] Bau und die Renovierung zahlreicher Kirchen und Klöstern lockten das Kunstgewerbe in die Stadt. Nijmegen wurde der wichtigste von vier Hauptorten im Herzogtum Geldern. 1543 kam Nijmegen mit dem Rest des Geldernlandes durch den Vertrag von Venlo in spanische HĂ€nde. Prinz Moritz eroberte die Stadt 1591. Zu Nijmegen wurde 1678 der Friede von Nimwegen zwischen Frankreich und der Republik der Sieben Vereinigten Niederlande geschlossen.
1923 bekam Nijmegen eine katholische UniversitĂ€t (Katholieke Universiteit Nijmegen, kurz KUN). Diese wurde 2004 in Radboud Universiteit Nijmegen umbenannt (kurz RU), um mit dem ĂŒberregional bekannten Krankenhaus Radboud auch namentlich eine Einheit zu bilden.
Am 22. Februar 1944, im Zweiten Weltkrieg, wurde Nijmegen durch ein alliiertes Bombardement stark zerstört: Nachdem eine Mission auf Gotha (Werk der Messerschmitt AG) abgebrochen war, sind die zurĂŒckfliegenden Bomber auf der Suche nach einem SekundĂ€rziel vermutlich dem Irrtum erlegen, das deutsche Kleve anzufliegen. Im September desselben Jahres erlitt Nijmegen weitere KriegsschĂ€den wĂ€hrend der Schlacht um Arnheim. Im nahegelegen Klever Reichswald und im Umfeld der heutigen Stadt fand zudem im Februar 1945 die sogenannte Schlacht im Reichswald statt. Nach dieser Schlacht konnten die Alliierten anschlieĂend bei Wesel einen BrĂŒckenkopf ĂŒber den Rhein schlagen und somit das Ruhrgebiet einnehmen.
Nijmegen liegt 15 km sĂŒdlich von Arnheim in der NĂ€he der bundesdeutschen Gemeinden Kranenburg und Kleve. Im Norden bildet die Waal die Stadtgrenze, die bei Pannerden als einer der FlĂŒsse des Rheindeltas aus dem Rhein entsteht. Eisenbahnlinien und Autobahnen verbinden die Stadt mit Arnheim, âs-Hertogenbosch und Venlo. Das Netz der Stadtbuslinien der Novio dient der Feinverteilung. AuĂerdem wird Nijmegen mit Ăberlandbussen angefahren. Die Ortschaft liegt auch an der linksrheinischen Autobahn nach Goch, ins Ruhrgebiet und nach Köln.
Die Stadt hat einen Binnenhafen am Maas-Waal-Kanal, der an der nördlichsten Stelle der Stadt von der Waal abzweigt. Die Industrie umfasst unter anderem Computerchips, Beton und Kleingewerbe.
In der NÀhe der Bahnhofhaltestelle Nijmegen-Heyendaal befindet sich der Campus der Radboud-UniversitÀt Nijmegen sowie einige Standorte der Hogeschool van Arnhem en Nijmegen (HAN). Insgesamt studieren fast 33.000 Menschen in Nijmegen.[10]
Des Weiteren befindet sich direkt neben dem Hauptbahnhof das HauptgebĂ€ude des ROC Nijmegen, ein Zentrum fĂŒr Berufsausbildungen.
PartnerstÀdte von Nijmegen sind:
Aalten | Apeldoorn | Arnheim | Barneveld | Berkelland | Beuningen | Bronckhorst | Brummen | Buren | Culemborg | Doesburg | Doetinchem | Druten | Duiven | Ede | Elburg | Epe | Ermelo | Geldermalsen | Groesbeek | Harderwijk | Hattem | Heerde | Heumen | Lingewaal | Lingewaard | Lochem | Maasdriel | Millingen am Rhein | Montferland | Neder-Betuwe | Neerijnen | Nijkerk | Nimwegen | Nunspeet | Oldebroek | Oost Gelre | Oude IJsselstreek | Overbetuwe | Putten | Renkum | Rheden | Rijnwaarden | Rozendaal | Scherpenzeel | Tiel | Ubbergen | Voorst | Wageningen | West Maas en Waal | Westervoort | Wijchen | Winterswijk | Zaltbommel | Zevenaar | Zutphen