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Norbert Thom (* 11. August 1946 in Kleinsteinlohe, Tiefenbach (Oberpfalz), Bayern; heimatberechtigt in Köniz[1]) ist ein deutsch-schweizerischer Wirtschaftswissenschaftler. Er lehrt Betriebswirtschaftliche Organisationslehre und Personalwesen an der Universität Bern.
Inhaltsverzeichnis |
Norbert Thom studierte im Hauptfach Betriebswirtschaftslehre und als Nebenfächer Volkswirtschaftslehre und Soziologie an der Universität zu Köln. Er gehörte dem Graduiertenseminar des European Institute for Advanced Studies in Management (EIASM) in Brüssel an und wurde 1976 mit der Arbeit "Zur Effizienz betrieblicher Innovationsprozesse" zum Dr. rer. pol. promoviert. Anschließend war er Assistent bei Erwin Grochla, habilitierte sich 1984 in Köln für Betriebswirtschaftslehre und lehrte als Privatdozent an der Universität zu Köln.
1984 hatte er eine Lehrstuhlvertretung für die ordentliche C4-Professur für Organisation und Personalwirtschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen inne. 1985 erhielt er einen Ruf auf die Professur für Führungs-, Organisations- und Personallehre in deutscher und französischer Sprache an die Schweizer Universität Freiburg und war Gründungsdirektor des Seminars für Unternehmungsführung und Organisation der Universität Freiburg.
1991 wechselte Norbert Thom an die Universität Bern. Er gründete an der Universität Bern das Institut für Organisation und Personal (IOP) und ist deren Direktor. 2000/2001 war er Kommissarischer Direktor des Instituts für Internationales Innovationsmanagement der Universität Bern. 2001 war er Mitgründer des interfakultären Kompetenzzentrums für Public Management (KPM) der Universität Bern.
Norbert Thom engagierte sich in zahlreichen Ämtern, darunter im Senat der Universität Freiburg (1988-90), in der Finanzkommission der Universität Bern und Finanzchef ihrer Rechts- und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät (1992-95), Sprecher des Departements für Betriebswirtschaftslehre der Universität Bern (2001-02) und als Mitglied des Ständigen Ausschusses für das Kompetenzzentrum für Public Management der Universität Bern (seit 2002, ab 2008: Vorsitzender dieses Ausschusses). Von 1995 bis 1997 war er Vize-Rektor der Universität Bern mit dem Verantwortungsbereich Finanzen und Planung.
Er hatte Gastprofessuren an den Universitäten in Basel, Bern, Linz, Dresden, Fribourg inne.
Thom wurde im Herbst 2011 in der Schweiz eingebürgert.[2]
Thom war Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Betriebswirtschaft (1990-93). Von 1997 bis 2000 war er Mitglied des Schweizerischen Wissenschaftsrates, einem Beratungsorgan der Bundesregierung in allen Fragen der Wissenschaftspolitik. Seit 2002 ist er Vizepräsident der Volkswirtschaftlichen Gesellschaft des Kantons Bern. 2004 bis 2005 war er Mitglied des Gesamtvorstandes des Verbandes der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft.
Seit 2000 ist er Vizepräsident der Stiftung der Schweizerischen Gesellschaft für Organisation und Management. Von 1991 bis 2007 war er Vizepräsident der Schweizerischen Gesellschaft für Organisation und Management.
Norbert Thom hat ca. 300 Fachaufsätze in Zeitschriften und Sammelwerken, über 330 kleinere Beiträge in Zeitungen, Magazinen und Fachzeitschriften, rund 30 selbst verfasste oder herausgegebene Bücher veröffentlicht, insbesondere zum betrieblichen Innovationsmanagement und Vorschlagswesen, zur Gestaltung von Programmen für die Förderung des Führungsnachwuchses,zum Management des Wandels von privaten und öffentlichen Unternehmen und zum Public Management auf allen Staatsebenen. Besonderen Erfolg hatte er mit seinen Initiativen zum Berufsbild (Profil) des Organisators (der Organisierenden) in Deutschland und in der Schweiz. Zudem war er von 1986 bis 1995 Chefredakteur der Zeitschrift Führung und Organisation (zfo), seit 1996 bis 2005 Mitglied des zfo-Herausgeberbeirats.
Wiederholt hatte Thom die Jury-Präsidentschaft bei den SGO-Preis (1992–2004, 7 Preisverleihungen), beim Staufenbiel-Award (seit 1999, 3 Preisverleihungen), beim REHAU-Preis (seit 2000, 12 Preisverleihungen) beim IOP-Award (seit 2001, 5 Preisverleihungen) inne. Er war Mitglied der Jury des Seghezzi-Preises 2003, 2005, 2007 und 2009 für wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet des Qualitätsmanagements und ist seit 2003 Mitglied der Jury des Swiss HR-Awards (jährliche Preisverleihung).
Er ist seit 1981 Mitglied der katholischen Studentenverbindung AV Hansea (Berlin) zu Köln im CV und seit 2008 Ehrenphilister der AKV Burgundia Bern im Schw. StV.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Thom, Norbert |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Wirtschaftswissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 11. August 1946 |
| GEBURTSORT | Kleinsteinlohe, Bayern |