|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
| Norcia | ||
|---|---|---|
| |
||
| Staat: | Italien | |
| Region: | Umbrien | |
| Provinz: | Perugia (PG) | |
| Koordinaten: | 42° 48′ N, 13° 6′ O42.792222222213.0927777778604Koordinaten: 42° 47′ 32″ N, 13° 5′ 34″ O | |
| Höhe: | 604 m s.l.m. | |
| Fläche: | 274 km² | |
| Einwohner: | 4995 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 18 Einw./km² | |
| Postleitzahl: | 06024 | |
| Vorwahl: | 0743 | |
| ISTAT-Nummer: | 054035 | |
| Demonym: | Nursini | |
| Schutzpatron: | Sankt Benedikt | |
| Website: | Norcia | |
Norcia (lateinisch Nursia) ist eine Stadt mit 4995 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010) in der umbrischen Provinz Perugia in Italien. Sie liegt 154 km nordöstlich von Rom, 95 km südöstlich von Perugia sowie 83 km westlich der Adriatischen Küste bei Porto d'Ascoli.
Inhaltsverzeichnis |
Norcia liegt an der Grenze zu den Marken, am Fuße der Sibyllinischen Berge. Das weitläufige Gemeindegebiet erstreckt sich vom Tal des Nera bis zum Cima Del Redentore (2448 m) im Massiv des Monte Vettore, der die höchste Erhebung Umbriens darstellt. Ein großer Teil von Norcia gehört zum Nationalpark Monti Sibillini.
Norcia ist Mitglied in der Comunità Montana Valnerina
Norcia wird durch die Staatsstraße SS 685 delle Tre Valli Umbre erschlossen, die von Spoleto kommend, hinter Norcia über die Forca Canapine (1541 m) im Trontotal die Via Salaria erreicht. Der nächste Bahnhof ist in 41 km Entfernung der von Spoleto, seit 1968 die Bahnstrecke nach Spoleto stillgelegt wurde.
Die Ursprünge des Ortes gehen auf die Zeit der Sabiner zurück. Norcia wurde im 3. Jahrhundert v. Chr.. von den Römern erobert und bekam 268 v. Chr. römisches Bürgerrecht. 572 n. Chr. wurde Norcia von den Langobarden, deren Zentrum sich im nahen Spoleto befand zerstört. Ihnen folgten Goten und Sarazenen, so dass Norcia 890 verlassen war. Erst langsam entwickelte sich danach wieder das bürgerliche Leben, bis sich Norcia um 1200 als Freie Kommune konstituierte. Es entwickelte sich zu einem regionalen Zentrum und Handelsplatz. Gleichzeitig wurde die heute noch erhaltene Stadtmauer errichtet. 1484 kam die Stadt nach heftigem Widerstand unter die Regierung des Heiligen Stuhls, unter der es blieb, bis sich am 18. September 1860 in einer Volksabstimmung eine große Mehrheit der Nursini für den Beitritt zum Königreich Italien aussprach.
| Jahr | 1861 | 1881 | 1901 | 1921 | 1936 | 1951 | 1971 | 1991 | 2001 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 9.204 | 9.994 | 9.584 | 10.754 | 8.225 | 7.977 | 5.458 | 4.726 | 4.872 |
Quelle: ISTAT
Nicola Alemanno (rechte Bürgerliste) wurde im Juni 2004 zum Bürgermeister gewählt. Nachdem Anfang 2008 9 der 16 Gemeinderäte zurücktraten, wurde die Stadtregierung durch ein Dekret des Staatspräsidenten aufgelöst und am 7. Mai Giancarlo de Filippis als kommissarischer Bürgermeister bis zur nächsten Kommunalwahl im Juni 2009 eingesetzt.[2]
Neben der Stadtmauer, 14. Jahrhundert, sind vor allem die Gebäude um die Piazza San Benedetto von besonderer Bedeutung. Hier stehen die Basilika San Benedetto, errichtet um 1200, das Rathaus (um 1300) und die im 16. Jahrhundert nach einem Entwurf von Vignola erbaute castellina, ein festungsartiger Stadtpalast. Neben der dort ebenfalls befindlichen Kirche Santa Maria Argentea gehört die Kirche des Heiligen Franziskus (14. Jahrhundert) zu den herausragenden Kirchenbauten der Stadt. Hier befindet sich ebenfalls die städtische Bibliothek.
Norcia ist über Italien hinaus für seine Schwarzen Trüffel und Schweine-Würste bekannt. Die haltbaren Würste aus Norcia wurden früher von fliegenden Händlern in ganz Mittelitalien verkauft. Daher werden noch heute Feinkostläden in Italien als Norcineria bezeichnet.
Eine weitere Spezialität sind die Linsen aus Castelluccio di Norcia, die als IGP (Produkt mit geschützter Herkunftsbezeichnung) geführt werden.
Für die Wirtschaft der Stadt spielt der Tourismus eine wichtige Rolle.
Um 480 sollen hier der Heilige Benedikt, Gründer des Benediktiner-Ordens, und seine Zwillingsschwester Scholastika geboren worden sein.
Assisi | Bastia Umbra | Bettona | Bevagna | Campello sul Clitunno | Cannara | Cascia | Castel Ritaldi | Castiglione del Lago | Cerreto di Spoleto | Citerna | Città della Pieve | Città di Castello | Collazzone | Corciano | Costacciaro | Deruta | Foligno | Fossato di Vico | Fratta Todina | Giano dell’Umbria | Gualdo Cattaneo | Gualdo Tadino | Gubbio | Lisciano Niccone | Magione | Marsciano | Massa Martana | Monte Castello di Vibio | Monte Santa Maria Tiberina | Montefalco | Monteleone di Spoleto | Montone | Nocera Umbra | Norcia | Paciano | Panicale | Passignano sul Trasimeno | Perugia | Piegaro | Pietralunga | Poggiodomo | Preci | San Giustino | Sant’Anatolia di Narco | Scheggia e Pascelupo | Scheggino | Sellano | Sigillo | Spello | Spoleto | Todi | Torgiano | Trevi | Tuoro sul Trasimeno | Umbertide | Valfabbrica | Vallo di Nera | Valtopina |