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| Basisdaten | |
|---|---|
| Verwaltungssitz | Lille |
| Präsident des Regionalrats | Daniel Percheron PS |
| Bevölkerung
– gesamt 2007 |
4.021.676 Einwohner |
| Fläche – gesamt |
12.414 km² |
| Départements | 2 |
| Arrondissements | 13 |
| Kantone | 156 |
| Gemeinden | 1.547 |
| ISO 3166-2-Code | FR-O |
Nord-Pas-de-Calais [nɔʀpɑdkaˈlɛ] ist die nördlichste Region Frankreichs. Sie liegt an der Grenze zu Belgien. Die Einwohnerzahl liegt bei ungefähr 4 Millionen.
Inhaltsverzeichnis |
Hauptstadt ist Lille. Andere wichtige Städte sind: Arras, Calais, Boulogne-sur-Mer, Dunkerque, Cambrai, Douai und Valenciennes.
Die Region hat 4 Millionen Einwohner (7 % der französischen Bevölkerung). Die Bevölkerungsdichte von 320 Einwohner pro km² nimmt nach der Île-de-France den zweiten Rang in Frankreich ein. Wegen der hohen Geburtenrate ist die Bevölkerung von Nord-Pas-de-Calais die jüngste unter den Regionen in Frankreich: 36,5 % der Einwohner sind weniger als 25 Jahre alt (der Nationaldurchschnitt ist 32,4 %). Trotzdem verringert sich die Regionalpopulation wegen hoher Abwanderung.
Beschreibung: In Gold ein schwarzer rot gezungter und bewehrter Löwe.
In der Region liegen die französischen Anteile von Flandern (Französisch-Flandern) und dem Hennegau sowie die Landschaft Artois. Sie gehören alle erst seit 1678 zu Frankreich. Vorher waren sie Teil der burgundischen beziehungsweise spanischen Niederlande. Zu dieser Region gehört außerdem die Landschaft Boulonnais mit den bedeutenden Hafenstädten Boulogne und Calais.
Nord-Pas-de-Calais entstand 1960 mit der Einrichtung der Regionen in Frankreich. 1972 erhielt die Region den Status eines Établissements public unter Leitung eines Regionalpräfekten. Durch die Dezentralisierungsgesetze von 1982 erhielten die Regionen den Status von Collectivités territoriales (Gebietskörperschaften), wie ihn bis dahin nur die Gemeinden und die Départements besessen hatten. 1986 wurden die Regionalräte erstmals direkt gewählt. Seitdem wurden die Befugnisse der Region gegenüber der Zentralregierung in Paris schrittweise erweitert.
In der Region gibt es drei Dialekte :
Nach dem Zweiten Weltkrieg geriet die Region in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Kohle, Metallurgie und Textilindustrie waren seit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert neben einer ungemein ertragreichen Landwirtschaft die wichtigsten Wirtschaftszweige. Heutzutage bleiben nur einige Textilunternehmen. Obwohl TGV und Eurotunnel neue Dynamik beigetragen haben, liegt die Arbeitslosigkeit höher als der nationale Durchschnitt mit 12.6% gegen 9.1% (Januar 2010)[1]. Mehrere französische Unternehmen haben ihren Hauptsitz in der Region:
Die Region Nord-Pas-de-Calais untergliedert sich in die Départements Nord und Pas-de-Calais.
| Département | Präfektur | ISO 3166-2 | Arrondissements | Kantone | Gemeinden | Einwohner (Jahr) | Fläche (km²) |
Dichte (Einw./km²) | ||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nord | Lille | FR-59 | 6 | 79 | 652 |
|
5.743 | 447,8 | ||
| Pas-de-Calais | Arras | FR-62 | 7 | 77 | 895 |
|
6.671 | 219 |
Seit 1999 hat die Unesco 17 Belfriede der Region denkmalgeschützt.
| Belfried von Armentières
Denkmalgeschützt seit 1999 |
Belfried von Bailleul
Denkmalgeschützt seit 1999 | ||
| Belfried von Bergues
Denkmalgeschützt seit 1999 |
Belfried von Cambrai
Denkmalgeschützt seit 1999 | ||
| Belfried von Comines
Denkmalgeschützt seit 1999 |
Belfried von Douai
Denkmalgeschützt seit 1999 | ||
| Belfried von Dunkerque (St. Eloi-Kirche)
Denkmalgeschützt seit 1999 |
Belfried von Dunkerque (Rathaus)
Denkmalgeschützt seit 1999 | ||
| Belfried von Gravelines
Denkmalgeschützt seit 1999 |
Belfried von Lille
Denkmalgeschützt seit 1999 | ||
| Belfried von Loos
Denkmalgeschützt seit 1999 |
Belfried von Aire-sur-la-Lys
Denkmalgeschützt seit 1999 | ||
| Belfried von Arras
Denkmalgeschützt seit 1999 |
Belfried von Béthune
Denkmalgeschützt seit 1999 | ||
| Belfried von Boulogne-sur-Mer
Denkmalgeschützt seit 1999 |
Belfried von Calais
Denkmalgeschützt seit 1999 | ||
| Belfried von Hesdin
Denkmalgeschützt seit 1999 |
Zitadelle von Arras
Befestigung von Vauban Denkmalgeschützt seit 2008 | ||
| Reuze Papa, Gigant von Cassel
Denkmalgeschützt seit 2005 |
Gayant et Marie Cagenon, Gigant von Douai
Denkmalgeschützt seit 2005 |
Die Region Nord-Pas-de-Calais gehört seit jeher zu den Fußballhochburgen Frankreichs.
Mit dem OSC Lille und dem FC Valenciennes spielen derzeit zwei Klubs aus Nord-Pas-de-Calais in der Ligue 1, der ersten und höchsten Spielklasse im französischen Profifußball. Der OSC Lille gewann in der Saison 2010/11 die französische Meisterschaft. Ein paar Wochen zuvor konnte auch der französische Pokal gewonnen werden. Der FC Valenciennes ist seit 2006 Mitglied der Ligue 1. Vorher pendelte der Verein zwischen Ligue 1 und der Ligue 2.
Der RC Lens gehörte viele Jahre der Ligue 1 an. 2008 stieg Lens ab, im Jahr darauf gelang der direkte Wiederaufstieg. 2011 stieg der Verein jedoch erneut ab.
Nord-Pas-de-Calais ist Schauplatz des 2008 erschienen Kinofilms Willkommen bei den Sch'tis. Für den Postbeamten Philippe Abrams (Kad Merad) bedeutet die Arbeit in Nord-Pas-de-Calais eine Strafversetzung in einen Ort, in dem es ihm aufgrund der für ihn unverständlichen Sprache des französischen Nordens schwer fällt, überhaupt etwas zu verstehen. Dem „Ch’ti“-Dialekt verdankt der Film seinen Namen.
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