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Das Nordfranzösische Schichtstufenland ist eine aus verschiedenen Mittelgebirgen und Hügelländern bestehende Schichtstufenlandschaft im Norden Frankreichs, im Osten Belgiens und im südlichen Westen Deutschlands. Es wird durch den Oberrheingraben vom sich östlich anschließenden Südwestdeutschen Schichtstufenland getrennt, nach Norden stößt es am Hunsrück ans Rheinische Schiefergebirge.
Der deutsche Anteil der Landschaft, der sich auf Rheinland-Pfalz und das Saarland beschränkt, wird auch unter der eher wenig geläufigen Bezeichnung Saar-Nahe-Berg- und Tafelland zusammengefasst.[1] Er stellt nach den Arbeiten der ehemaligen Bundesanstalt für Landeskunde eine Großlandschaft 2. Ordnung dar.[2]
Das bekannteste und höchste Mittelgebirge der Landschaft bilden die Vogesen im Nordosten Frankreichs, die nach Norden in den Pfälzerwald übergehen.
Inhaltsverzeichnis |
Innerhalb der Gliederung des Handbuchs der naturräumlichen Gliederung Deutschlands und seiner begleitenden Publikationen fasst der auf deutschem Boden liegende Anteil des Nordfranzösischen Schichtstufenlandes vier Haupteinheitengruppen (zweistellig) nebst untergeordneter Haupteinheiten (dreistellig) zusammen:[1]
Das Saar-Nahe-Bergland besteht aus einer ehemaligen Tiefenregion des Paläozoikums, die mit permo-karbonischen Abtragungsprodukten der variszischen Faltengebirgsbildung gefüllt ist. Die äußerst wechselhafte Landschaft trägt mit dem Donnersberg (687 m, Glan-Alsenz-Berg- und Hügelland) die höchste Erhebung des Nordfranzösischen Schichtstufenlandes auf deutschem Boden und stellt, neben einem Teil der Vogesen, den einzigen Grundgebirgs<b />anteil der Großlandschaft dar.
Das sich südlich anschließende und im Vergleich deutlich homogenere, am Kalmit bis 673 m hohe Haardtgebirge steht dem gegenüber auf Buntsandstein, das Pfälzisch-Saarländische Muschelkalkgebiet im Westen und das Gutland nördlich davon in erster Linie auf Muschelkalk. Hierbei flankiert das Gutland den Hunsrück westlich und die Westeifel südlich, reicht also nach Norden bis ins Gebiet unmittelbar westlich des Rheinischen Schiefergebirges.
Die Anhebung der Erdkruste hatte eine Schrägstellung der im Laufe der Erdgeschichte sedimentierten Materialien zufolge. Die unterschiedlich widerstandsfähigen Schichten wurden in weiterer Folge unterschiedlich stark erodiert. Somit entstanden ebene Flächen, die sich zwischen den härteren und schwerer erodierbaren Schichten anordneten. Die nachträgliche Erosions- und Sedimentationstätigkeit der Flüsse formte die Landschaft weiter und gab ihr ihr heutiges Aussehen.