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| Spitzname(n) | Ch'ŏllima (ein unzähmbares Pferd in der koreanischen Mythologie) | ||
| Verband | Chosŏn Minjujuŭi Inmin Konghwaguk Ch'ukku Hyŏphwi | ||
| Konföderation | AFC | ||
| Technischer Sponsor | Legea | ||
| Trainer | | ||
| Heimstadion | Kim-Il-sung-Stadion | ||
| FIFA-Code | PRK | ||
| FIFA-Rang | 111. (299 Punkte) (Stand: 7. März 2012)[1] | ||
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| Statistik | |||
|---|---|---|---|
| Erstes Länderspiel (Rangun, Myanmar; 22. März 1964) | |||
| Höchster Sieg (Taipei, Taiwan; 11. März 2005) | |||
| Höchste Niederlage (Kapstadt, Südafrika; 21. Juni 2010) | |||
| Erfolge bei Turnieren | |||
| Weltmeisterschaft | |||
| Endrundenteilnahmen | 2 (Erste: 1966) | ||
| Beste Ergebnisse | Viertelfinale 1966 | ||
| Asienmeisterschaft | |||
| Endrundenteilnahmen | 3 (Erste: 1980) | ||
| Beste Ergebnisse | Vierter Platz 1980 | ||
| (Stand: 25.06.2010) | |||
Die Nordkoreanische Fußballnationalmannschaft ist die Auswahl-Mannschaft des ostasiatischen Staates Nordkorea. Sie wird vom Nordkoreaner Yon Jong-su betreut. Zuständig ist der Fußballverband der Demokratischen Volksrepublik Korea (koreanisch: 조선민주주의인민공화국 축구협회/Chosŏn Minjujuŭi Inmin Konghwaguk Ch'ukku Hyŏphwi). Er wurde 1945 gegründet und trat 1958 der FIFA bei. Bereits 1954 war der Verband eines der Gründungsmitglieder des asiatischen Fußballverbandes AFC.
Ihre Heimspiele bestreitet die Mannschaft im Pjöngjanger Kim-Il-sung-Stadion, welches eine Kapazität von 70.000 Zuschauern besitzt.
Inhaltsverzeichnis |
Aufgrund der politischen Spannungen und des Korea-Krieges war Fußball in Nordkorea zunächst kaum populär, erst durch die Hilfe der Sowjetunion in den 1960er Jahren konnte sich diese Sportart entwickeln. Am 22. März 1964 bestritt die nordkoreanische Auswahl im Rahmen der Qualifikation zu den Olympischen Spielen erstmals ein offizielles Länderspiel. Das Spiel gegen die Auswahl Burmas endete mit einem 0:0-Unentschieden. Das Rückspiel in Pjöngjang gewannen die Nordkoreaner im April desselben Jahres mit 1:0, durch zwei Siege gegen Thailand (5:0 und 2:0) war Nordkorea für die Olympischen Spiele qualifiziert, die Mannschaft zog ihre Teilnahme aber zurück.
Siehe Hauptartikel: Fußball-Weltmeisterschaft 1966/Nordkorea
Nur ein Jahr nach dem internationalen Debüt bestritt die Mannschaft die Qualifikationsspiele zur WM-Endrunde 1966 in England. Gegen Australien konnte Nordkorea mit 6:1 und 3:1 gewinnen und sich die Teilnahme an der Endrunde sichern.
Die WM selbst wurde der größte Erfolg der Nordkoreaner, als die Mannschaft unter Trainer Myung Rye-hyun durch einen 1:0-Sieg über das hochfavorisierte Italien bis ins Viertelfinale vorstoßen konnte. Torschütze des Siegestreffers war Pak Doo-ik. Im Viertelfinale verlor man trotz zwischenzeitlicher 3:0-Führung mit 3:5 gegen Portugal. Die Viertelfinal-Teilnahme blieb aber bis 2002 der größte Erfolg einer asiatischen Mannschaft bei einer WM-Endrunde.
Nach der WM 1966 bestritt Nordkorea lange Zeit kein Länderspiel mehr, das Olympia-Qualifikationsspiel gegen Syrien im Oktober 1971 war der erste Auftritt der Nordkoreaner nach fünf Jahren. In der Qualifikation konnte man zunächst die Syrer und den Irak ausschalten, gegen den Iran konnte man sich aber nicht durchsetzen. 1973 spielte Nordkorea wieder in der WM-Qualifikation, kam aber nicht über die Gruppenphase der Qualifikation hinaus. Bei den Sommerspielen 1976 war Nordkorea vertreten und konnte das Viertelfinale erreichen. 1978 gewann Nordkorea die Goldmedaille bei den Asienspielen 1978 in Thailand, als man sich nach einem 0:0 gemeinsam den Titel mit Südkorea teilte. Das Aufeinandertreffen am 22. Dezember 1978 war zugleich das erste Länderspiel zwischen den beiden Koreanischen Fußballmannschaften.
Ein weiterer Erfolg war der vierte Platz bei der Fußball-Asienmeisterschaft 1980 in Kuwait. 1992 war Nordkorea zum zweiten und bisher letzten Mal vertreten, dort kam die Mannschaft aber nicht über die Vorrunde hinaus. Nachdem die Mannschaft im Rahmen der Qualifikation zur Weltmeisterschaft 1994 gegen die politischen Erzfeinde Japan und Südkorea mit jeweils 0:3 verloren hatte, untersagte die politischen Führung des Landes der Nationalmannschaft jegliche Reisen ins Ausland. Die Mannschaft bestritt deshalb zwischen 1993 und 1998 keine Länderspiele.[2]
In den letzten Jahren konnten vor allem die Nachwuchsmannschaften Nordkoreas Erfolge erzielen, so wurde die U-17-Auswahl des Landes 2004 und 2006 Asienmeister und konnte sich bei den Weltmeisterschaften 2005 und 2007 jeweils für das Viertelfinale qualifizieren. Die U-19-Auswahl wurde 2006 Asienmeister.
Am 14. Mai 2009 besuchte die nordkoreanische Nationalmannschaft, erstmals seit der WM 1966, West-Europa. Sie wurden vom Schweizer Club FC Concordia Basel zum Freundschaftsspiel eingeladen. Concordias Präsident, Stephan Glaser, hatte sich die Transferrechte der nordkoreanischen Nationalspieler für Europa gesichert.[3]
Siehe Hauptartikel: Fußball-Weltmeisterschaft 2010/Nordkorea
Die Qualifikation zur WM 2010 schloss die Mannschaft überraschend erfolgreich ab. In der Gruppe mit Südkorea, Iran, Saudi-Arabien und den VAE gelang es den Nordkoreanern den zweiten Platz hinter Südkorea und die damit verbundene direkte Qualifikation zur Weltmeisterschaft zu erreichen. Die Qualifikation, Nordkoreas erste seit 1966, wurde beim 0:0 gegen Saudi-Arabien in Riad perfekt gemacht. Bei der Endrunde in Südafrika gingen allerdings alle drei Vorrundenspiele verloren: Nach einem respektablen 1:2 gegen Brasilien verlor man gegen Portugal gleich mit 0:7. Auch gegen die Elfenbeinküste unterlag man (0:3), womit die Mannschaft mit der schlechtesten Tordifferenz aller Gruppenletzten nach der Vorrunde ausschied.
Nach der nur knappen Niederlage gegen Brasilien wurde das Spiel gegen Portugal in Nordkorea live übertragen, was dort sonst in aller Regel nicht der Fall ist. Nordkoreanische Spiele werden für gewöhnlich zeitversetzt übertragen; im Falle eines Sieges von Mannschaften aus als feindlich angesehenen Ländern werden sie nicht gesendet. Nachdem sich die deutliche Niederlage abzuzeichnen begann, verzichtete der nordkoreanische Kommentator für den Rest der Partie auf Bemerkungen. Nach dem Abpfiff wurde die Übertragung kommentarlos beendet. [4] Die 0:7-Niederlage gegen Portugal war die bislang höchste Niederlage Nordkoreas.
Im August 2010 wurde in westlichen Medien die Vermutung laut, dass die nordkoreanische Fußballnationalmannschaft nach dem schlechten Abschneiden bei der WM in Südafrika anschließend zuhause bestraft wurde (u.a. stundenlange Kritiksitzungen, angeblicher Ausschluss des Nationaltrainers aus der Partei). Die FIFA untersuchte diese Anschuldigungen [5], stellte diese aber kurz danach wieder ein. Der nordkoreanische Verband hatte zugesichert, dass alle Spieler und Trainer Kim Jong-hun "wie gewöhnlich trainieren und in Kürze an den Asien-Spielen teilnehmen werden".[6]
Trainer Kim Jong-hun wurde allerdings im November 2010 durch Jo Tong-sop abgelöst.[7]
Durch den Gewinn des AFC Challenge Cups qualifizierte sich Nordkorea ebenfalls für die Fußball-Asienmeisterschaft 2011 in Katar, für das Land war es die erste Teilnahme seit 19 Jahren.
Bei der Endrunde konnte die Mannschaft nicht überzeugen, einem 0:0 gegen die Vereinigten Arabischen Emirate folgten zwei 0:1-Niederlagen gegen Iran und Irak. Somit schied Nordkorea torlos in der Vorrunde aus.
Eine Nordkoreanische Mannschaft nahm erstmalig an der Qualifikation zu den Spielen 1964 teil.
| 1964 in Tokio | qualifiziert, aber nicht teilgenommen |
| 1968 in Mexiko Stadt | vor der Qualifikation zurückgezogen |
| 1972 in München | nicht qualifiziert |
| 1976 in Montreal | Viertelfinale |
| 1980 in Moskau | nicht qualifiziert |
Nach 1980 nahm die A-Nationalmannschaft nicht mehr an den Olympischen Spielen und den Qualifikationsspielen dazu teil. Eine nordkoreanische Olympiamannschaft konnte sich auch noch nicht qualifizieren.
Nordkorea nahm erstmals an der Qualifikation zur WM 1966 teil und konnte sich auf Anhieb qualifizieren, profitierte dabei aber vom Rückzug der afrikanischen Mannschaften und Südkoreas. In England konnte Nordkorea als erste asiatische Mannschaft das Viertelfinale erreichen. Bis 2010 blieb dies die einzige Endrundenteilnahme, da Nordkorea danach entweder in der Qualifikation scheiterte, nicht teilnahm oder seine Mannschaft zurückzog.
| Jahr | Gastgeberland | Teilnahme bis … | Letzte(r) Gegner | Ergebnis | Bemerkungen und Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|---|
| 1930 | Uruguay | noch nicht existent | |||
| 1934 | Italien | noch nicht existent | |||
| 1938 | Frankreich | noch nicht existent | |||
| 1950 | Brasilien | nicht teilgenommen | |||
| 1954 | Schweiz | nicht teilgenommen | |||
| 1958 | Schweden | nicht teilgenommen | |||
| 1962 | Chile | nicht teilgenommen | |||
| 1966 | England | Viertelfinale | Portugal | - | 1:0 gegen Italien in der Vorrunde |
| 1970 | Mexiko | zurückgezogen | |||
| 1974 | Deutschland | nicht qualifiziert | In der Qualifikation am Iran gescheitert, der sich aber ebenfalls nicht qualifizieren konnte. | ||
| 1978 | Argentinien | zurückgezogen | Nordkorea sollte in der Qualifikation in der 1. Runde gegen Israel, Japan und Südkorea antreten, verzichtete aber auf die Teilnahme. Alle drei konnten sich aber auch nicht qualifizieren. | ||
| 1982 | Spanien | nicht qualifiziert | In der Qualifikation an China gescheitert, das sich ebenfalls nicht qualifizieren konnte. | ||
| 1986 | Mexiko | nicht qualifiziert | In der Qualifikation an Japan gescheitert, das sich aber auch nicht qualifizieren konnte. | ||
| 1990 | Italien | nicht qualifiziert | In der Qualifikation in der Endrunde an Südkorea und den Vereinigten Arabischen Emiraten gescheitert. | ||
| 1994 | USA | nicht qualifiziert | In der Qualifikation in der 3. Runde an Saudiarabien und Südkorea gescheitert. | ||
| 1998 | Frankreich | nicht teilgenommen | |||
| 2002 | Südkorea/Japan | nicht teilgenommen | |||
| 2006 | Deutschland | nicht qualifiziert | In der Qualifikation an Japan und dem Iran gescheitert. | ||
| 2010 | Südafrika | Vorrunde | Brasilien, Portugal, Elfenbeinküste | - | Nach 3 Niederlagen, davon mit 0:7 die höchste Niederlage Nordkoreas, mit dem schlechtesten Torverhältnis aller Mannschaften ausgeschieden. |
| 2014 | Brasilien | nicht qualifiziert | In der Qualifikation in der 3. Runde an Japan und Usbekistan gescheitert. | ||
| 2018 | Russland | ||||
| 2022 | Katar |
Als inoffizielles Vorläuferturnier gilt der Dynasty Cup:
Der angegebene Kader umfasst die Nationalspieler, die im Aufgebot für die Fußball-Asienmeisterschaft 2011 in Katar standen.
Afghanistan | Australien | Bahrain | Bangladesch | Bhutan | Brunei | China | Guam | Hongkong | Indien | Indonesien | Irak | Iran | Japan | Jemen | Jordanien | Kambodscha | Katar | Kirgisistan | Kuwait | Laos | Libanon | Macao | Malaysia | Malediven | Mongolei | Myanmar | Nepal | Nordkorea | Nördliche Marianen | Oman | Osttimor | Pakistan | Palästina | Philippinen | Saudi-Arabien | Singapur | Sri Lanka | Südkorea | Syrien | Tadschikistan | Taiwan | Thailand | Turkmenistan | Usbekistan | Vereinigte Arabische Emirate | Vietnam
Asiatische Nationalmannschaften der UEFA
Armenien |
Aserbaidschan |
Israel* |
Georgien |
Kasachstan* |
Russland |
Türkei |
Zypern
Ehemalige asiatische Nationalmannschaften
Nordjemen* |
Südjemen* |
Föderation Malaya |
Palästina/Eretz Israel (Brit. Mandatsgebiet Palästina) |
Nordvietnam* |
Südvietnam* |
UdSSR |
Vereinigte Arabische Republik (Syrien/Ägypten)
* Ehemaliges Mitglied der AFC
Fußballnationalmannschaften der:
CAF (Afrika) |
CONCACAF (Nord-, Zentralamerika, Karibik) |
CONMEBOL (Südamerika) |
OFC (Ozeanien) |
UEFA (Europa)