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| Oberwart | ||
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Burgenland | |
| Politischer Bezirk: | Oberwart | |
| Kfz-Kennzeichen: | OW | |
| Fläche: | 36,47 km² | |
| Koordinaten: | 47° 17′ N, 16° 12′ O47.287777777816.2030555556315Koordinaten: 47° 17′ 16″ N, 16° 12′ 11″ O | |
| Höhe: | 315 m ü. A. | |
| Einwohner: | 7.157 (1. Jän. 2011) | |
| Bevölkerungsdichte: | 196,24 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 7400 | |
| Vorwahl: | 03352 | |
| Gemeindekennziffer: | 1 09 17 | |
| NUTS-Region | AT113 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Hauptplatz 9 7400 Oberwart | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Gerhard Pongracz (SPÖ) | |
| Gemeinderat: (2007) (25 Mitglieder) |
||
| Lage der Stadt Oberwart im Bezirk Oberwart | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Oberwart (ungarisch: Felsőőr, kroatisch: Gornja Borta, romani: Erba) ist eine Stadt im Burgenland in Österreich. Sie ist die Bezirkshauptstadt des Bezirks Oberwart. Die Stadt ist hauptsächlich als Markt- und Schulstadt bekannt.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt im Südburgenland an der Pinka. Ortsteile der Stadtgemeinde sind Oberwart und Sankt Martin in der Wart.
| Deutscher Ortsname | Ungarischer Ortsname | Kroatischer Ortsname | Ortsname in Romani |
|---|---|---|---|
| Oberwart | Felsőőr | Gornja Borta / Jerba | Erba |
| Sankt Martin in der Wart | Őriszentmárton | Sveti Martin | - |
1327 wurde Oberwart als Grenzwächtersiedlung des ungarischen Gyepűsystems erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zum Königreich Ungarn.
Seit 1898 durfte aufgrund der Standardisierung der geographischen Namen nur der ungarische Ortsname Felsőőr verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 der Republik Österreich zugesprochen. Am 4. Oktober 1921 proklamierte der ungarische Freischärler Pál Prónay den Staat "Leitha-Banat" (Lajta-Bánság), der sich aber nach kurzer Zeit auflöste.
Der Ort gehört seit dem 26. November 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch Geschichte des Burgenlandes). Stadtgemeinde ist Oberwart seit 1939 bzw. 1973 (durch VO 4 erfolgte Weiterverleihung).
Am 5. Februar 1995 wurden bei Oberwart die vier Roma Peter Sárközi, Josef Simon, Ervin und Karl Horvath durch eine Rohrbombe des Briefbombenattentäters Franz Fuchs getötet. Sie hatten versucht, eine Plakette mit rassistischen Beschimpfungen ("Roma zurück nach Indien"), die an der Bombe angebracht war, zu entfernen. Die Morde wurden literarisch durch Stefan Horvath sowie Elfriede Jelinek (in ihrem Stück "Stecken, Stab und Stangl") verarbeitet.
Oberwart besitzt den einzig erhaltenen jüdischen Friedhof im Burgenland, dessen Grabsteine nicht hebräisch beschriftet sind.
Die Bevölkerung besteht zu 73 % aus deutschsprachigen Österreichern. Der Anteil der Burgenland-Ungarn beträgt 17,5 %. Daneben gibt es noch 3,5 % Burgenland-Kroaten, die den Ort Gornja Borta nennen, sowie einige Burgenland-Roma.
59 % der Bevölkerung sind Katholiken und 33 % Protestanten.
In Oberwart wird, wie im gesamten Burgenland, der Bürgermeister durch Direktwahl bestimmt. Bürgermeister ist Gerhard Pongracz von der SPÖ, Vizebürgermeister ist Georg Rosner (ÖVP). Verwaltet wird die Stadt vom Stadtamt Oberwart. Amtsleiter ist Werner Gilschwert.
Die Mandatsverteilung (25 Sitze) in der Gemeindevertretung ist SPÖ 14, ÖVP 10, FPÖ 1, Grüne 0 und andere Listen 0 Mandate.
Die Wappenbeschreibung lautet: In silbernem Schild ein blau gekleideter Krieger - Grenzwächter - mit schwarzer Mütze und ebensolchen Stiefeln, in der Rechten eine schwarze Streitaxt, die Linke an der Hüfte; Leibrock, Hose und Mütze mit goldener Verschnürung versehen, letztere außerdem mit einer blauen Feder. Der Krieger wird von zwei an die Seitenränder gelehnten schwarzen Felsen begleitet, auf denen ein schwarzer Wachtturm mit zwei Zinnen und Spitzdach steht
Der Bahnhof Oberwart ist derzeit die Endstation der Pinkatalbahn, die ursprünglich bis ins ungarische Szombathely führte. 2011 soll das im Jahr 1984 eingestellte rund 10 Kilometer lange Teilstück bis Großpetersdorf für den Personenverkehr wiedereröffnet werden. In Planung bzw. Überlegung ist auch die Wiedereröffnung der restlichen 30 Kilometer langen Strecke bis nach Szombathely, was aber in näherer Zukunft wohl nicht realisiert werden wird.
Seit der Einstellung der Strecke Friedberg-Oberwart am 1. August 2011 gehört Oberwart neben Oberpullendorf, Güssing, Zwettl und Waidhofen an der Thaya zu den fünf Bezirkshauptstädten Österreichs ohne Anbindung an den öffentlichen Schienenpersonenverkehr.
Seit dem Frühjahr 2005 betreibt ein Verein die Strecke Oberwart - Oberschützen als Nostalgiebahn.
Unter dem Namen Eurowart veranstaltet die Stadt seit einigen Jahren eine Rahmenveranstaltung, bei der sich jeweils ein anderes europäisches Land in einzelnen Veranstaltungen präsentiert. So waren bisher Italien, Frankreich, Niederlande und Irland mit kulturellen und gastronomischen Veranstaltungen zu Gast.
Im September 1984 wurde für ein Konzert im Oberwarter Fußballstadion von Opus der Nr.1 Welthit "Live Is Life" als eine Art Mitsingnummer komponiert.[1]
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