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Der Begriff Objekt (latein: obiectum, das Entgegengeworfene) ist ein in der Philosophie vielfältig verwendetes Konzept. In der Ontologie wird „Objekt“ oft synonym mit „Gegenstand“ verwendet. In diesem Sinne gilt „Objekt“ mit „Eigenschaft“ und „Ereignis“ als grundlegende ontologische Kategorie, die zusammen alles Existierende, jede Entität, umfassen sollen. In der ontologischen Debatte wird insbesondere das Verhältnis des Objekt- oder Gegenstandsbegriffes zu den anderen grundlegenden Begriffen thematisiert. So wird etwa diskutiert, ob Eigenschaften eine von Objekten unabhängige Existenz zugesprochen werden kann, oder ob sich Ereignisse auf Verteilung von Eigenschaften auf Objekte in der Zeit zurückführen lassen.
Seit dem Dualismus Descartes wird das Objekt zudem dem Subjekt gegenübergestellt (Subjekt-Objekt-Spaltung). Ein Subjekt mag im ontologischen Sinne durchaus als Objekt gelten. Der entscheidende Unterschied ist hier vielmehr, dass das Subjekt als das aktiv Wahrnehmende definiert ist, während das Objekt passiv in der Wahrnehmung Gegebene ist.
Neben den allgemeinen Bedeutungen des Objektbegriffs im Sinne der Ontologie und der Subjekt-Objekt-Dichotomie wurde der Objektbegriff in verschiedenen Traditionen immer wieder als Terminus technicus verwendet: