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Oblast Omsk

Subjekt der Russischen Föderation
Oblast Omsk
Омская область
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Sibirien
Fläche 141.140 km²
Bevölkerung 1.977.450 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 14 Einwohner/km²
Verwaltungszentrum Omsk
Offizielle Sprache russisch
Ethnische
Zusammensetzung
Russen (83,5 %)
Kasachen (3,9 %)
Ukrainer (3,7 %)
Deutsche (3,7 %)
Tataren (2,3 %)
(Stand: 2002)[2]
Gouverneur Leonid Poleschajew
Gegründet 7. Dezember 1934
Zeitzone UTC+7
Telefonvorwahlen (+7) 381xx
Postleitzahlen 644000–646999
Kfz-Kennzeichen 55
OKATO 52
Website www.omskportal.ru
Lage in Russland
An der Tara

Die Oblast Omsk (russisch Омская область / Omskaja oblast) ist eine Oblast in Russland.

Die Oblast liegt im Süden des Westsibirischen Tieflands und grenzt im Westen und Norden an der Oblast Tjumen, im Osten an den Oblasten Tomsk und Nowosibirsk, im Süden und Südwesten an Kasachstan. Der wichtigste Fluss ist der Irtysch.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Nachdem das Gebiet Ende des 16. Jahrhunderts durch Jermak unter russische Oberhoheit gekommen war, setzte die russische Besiedlung ein. Um 1900 gründeten deutschstämmige Umsiedler (vor allem Russlandmennoniten) aus dem europäischen Teil Russlands mehrere Siedlungen mit teilweise bis zu 100 % deutschsprachiger Bevölkerung, deren Umgangssprache Plautdietsch, ein niederdeutscher Dialekt mit „russischem Einschlag“, noch heute dort gesprochen wird.

Bevölkerung

Die Bevölkerung der Oblast zählt 2.014.135 Einwohner und setzt sich neben Russen (83,5 %) aus Kasachen (3,9 %), Ukrainern (3,8 %), Russlanddeutschen (3,7 %), Tataren (2,30 %) und weiteren Nationalitäten zusammen. Mehr als die Hälfte der Einwohner lebt in der Stadt Omsk, der einzigen Großstadt der Oblast. Südwestlich von Omsk liegt der 1992 gegründete deutsche Nationalkreis Asowo. Bei seiner Gründung waren von den rund 60.000 Einwohnern etwa 60% Russlanddeutsche. Die meisten von ihnen sind jedoch inzwischen in die Bundesrepublik Deutschland ausgewandert. Sie wurden durch Zuwanderer aus anderen Teilen der ehemaligen Sowjetunion ersetzt, teilweise ebenfalls Russlanddeutsche, deren Muttersprache aber größtenteils Russisch ist. Trotz starker Auswanderung der Russlanddeutschen nach Deutschland in den 1990er-Jahren besitzt die Oblast Omsk bis heute den prozentual höchsten Anteil von Deutschen an der Gesamtbevölkerung unter allen Föderationssubjekten Russlands.

Zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen zählen die Ölraffinierung, die Rüstungs-, Lebensmittel- und die Holzindustrie. Fruchtbare Schwarzerdeböden sorgen für eine relativ ergiebige Landwirtschaft.

Verwaltungsgliederung und Städte

Die Oblast Omsk gliedert sich in 32 Rajons und einen Stadtkreis, den das Verwaltungszentrum der Oblast, die Millionenstadt Omsk, bildet. Insgesamt gibt es in der Oblast sechs Städte und 21 Siedlungen städtischen Typs.

Größte Städte
Name Russisch Einwohner
(14. Oktober 2010)[1]
Omsk Омск 1.153.971
Tara Тара 27.322
Issilkul Исилькуль 24.481
Kalatschinsk Калачинск 23.539

Weblinks

 Commons: Omsk Oblast – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b  Predvaritel'nye itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Rosstat, Statistika Rossii, Moskau 2011, ISBN 978-5-902339-98-4 (Vorläufige Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010; russisch; Download).</span>
  2. Naselenie po nacional'nosti i vladeniju russkim jazykom po sub"ektam Rossijskoj Federacii. In: Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2002 goda. Rosstat, abgerufen am 1. November 2011 (XLS, русский, Ethnische Zusammensetzung und Kenntnis der russischen Sprache nach Föderationssubjekt, Ergebnisse der Volkszählung 2002).
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