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Oblast Tjumen

Subjekt der Russischen Föderation
Oblast Tjumen
Тюменская область
Flagge Wappen
Flagge
Wappen
Föderationskreis Ural
Fläche 160.122 km²
Bevölkerung 1.340.445 Einwohner
(Stand: 14. Okt. 2010)[1]
Bevölkerungsdichte 8,4 Einwohner/km²
Verwaltungszentrum Tjumen
Offizielle Sprache russisch
Ethnische
Zusammensetzung
Russen (82,3 %)
Tataren (8,1 %)
Ukrainer (1,7 %)
Deutsche (1,2 %)
(Stand: 2002)[2]
Gouverneur Wladimir Jakuschew
Gegründet 14. August 1944
Zeitzone UTC+6
Telefonvorwahlen (+7) 345xx
Postleitzahlen 625000–627999
Kfz-Kennzeichen 72
OKATO 71
Website www.admtyumen.ru
Lage in Russland

Die Oblast Tjumen (russisch Тюменская область/ Tjumenskaja oblast) ist eine Oblast in Russland. Zur Oblast Tjumen gehören administrativ ebenfalls die Autonomen Kreise der Chanten und Mansen/Jugra und der Jamal-Nenzen, die aber selbständige Föderationssubjekte bilden.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Die Oblast im engeren Sinne liegt im Süden des Westsibirischen Tieflandes und grenzt im Norden an den Autonomen Bezirk der Chanten und Mansen, im Osten an die Oblast Omsk, im Südosten an Kasachstan und im Westen an die Oblast Kurgan und die Oblast Swerdlowsk. Die wichtigsten Flüsse sind der Irtysch und seine Nebenflüsse Tobol und Ischim. Sie hat ohne die Autonomen Kreise der Chanten und Mansen sowie der Jamal-Nenzen eine Fläche von 160.122 km² und gut 1,3 Millionen Einwohner, mit den Autonomen Kreisen knapp 3,4 Millionen Einwohner auf 1.464.173 km².

Geschichte

Die Geschichte der russischen Besiedlung begann Ende des 16. Jahrhunderts. Die Stadt Tobolsk war eine Zeit lang sogar Hauptstadt Sibiriens. Am 14. August 1944 wurde die Oblast Tjumen von der Oblast Omsk abgetrennt.

Wirtschaft

Wichtigste Industriezweige sind die petrochemische Industrie, die Holzverarbeitung und der Maschinenbau. Aufgrund des Reichtums am Erdöl und Erdgas zählt das Gebiet zu den reichsten Russlands. Bei Einbeziehung der Autonomen Kreise der Chanten und Mansen/Jugra sowie der Jamal-Nenzen besitzt die Oblast Tjumen das höchste regionale BIP pro Kopf der Bevölkerung aller Gebiete Russland. Aufgeschlüsselt nach Föderationssubjekten liegt die eigentliche Oblast Tjumen zwar nach diesem Parameter auch im Vorderfeld, wird aber von den beiden Autonomen Kreisen, insbesondere dem der Chanten und Mansen, um das Mehrfache übertroffen.[3]

Verwaltungsgliederung und größte Ortschaften

Die Oblast Tjumen gliedert sich in 22 Rajons und fünf Stadtkreise. Die Stadtkreise werden von den fünf Städten der Oblast gebildet; neben dem Verwaltungszentrum Tjumen sind Tobolsk und Ischim die bedeutendsten.

f1Georeferenzierung Karte mit allen Koordinaten: OSM, Google oder Bing

Städte
Name Russisch Stadtkreis/Rajon Einwohner
(14. Oktober 2010)[1]
Wappen Lage
Ischim Ишим Stadtkreis 65.229 Coat of Arms of Ishim (Tyumen oblast).png 56° 7′ N, 69° 30′ O56.11769.5
Jalutorowsk Ялуторовск Stadtkreis 36.494 Coat of Arms of Yalutorovsk (Tyumen oblast) (1785).png 56° 39′ N, 66° 18′ O56.6566.3
Sawodoukowsk Заводоуковск Stadtkreis 25.657 Coat of Arms of Zavodoukovsk (Tyumen oblast).png 56° 30′ N, 66° 33′ O56.566.55
Tjumen Тюмень Stadtkreis 581.758 Coat of Arms of Tyumen (Tyumen oblast) (2005).png 57° 9′ N, 65° 32′ O57.1565.533
Tobolsk Тобольск Stadtkreis 99.698 Coat of Arms of Tobolsk (Tyumen oblast) (2007).png 58° 12′ N, 68° 15′ O58.268.25

Die zuvor bestehenden fünf Siedlungen städtischen Typs wurden 2009 in ländliche Siedlungen umgewandelt.[4] Vier von ihnen hatten zu diesem Zeitpunkt (Stand 1. Januar 2009) über 10.000 Einwohner: die im Ballungsraum Tjumen liegenden Borowski (16.446), Winsili (12.739) und Bogandinski (10.374); außerdem Golyschmanowo (14.582).

Weblinks

 Commons: Oblast Tjumen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b  Predvaritel'nye itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2010 goda. Rosstat, Statistika Rossii, Moskau 2011, ISBN 978-5-902339-98-4 (Vorläufige Ergebnisse der allrussischen Volkszählung 2010; russisch; Download).</span>
  2. Naselenie po nacional'nosti i vladeniju russkim jazykom po sub"ektam Rossijskoj Federacii. In: Itogi Vserossijskoj perepisi naselenija 2002 goda. Rosstat, abgerufen am 1. November 2011 (XLS, русский, Ethnische Zusammensetzung und Kenntnis der russischen Sprache nach Föderationssubjekt, Ergebnisse der Volkszählung 2002).
  3. Jährliche Wirtschaftsdaten beim Föderalen Dienst für staatliche Statistik Russlands (russisch, teilweise englisch)
  4. Gesetz der Oblast Tjumen zu Veränderungen der Verwaltungsgliederung vom 12. Februar 2009 (russisch; PDF, S. 42–77)
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