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Odol ist ein Markenname der GlaxoSmithKline Consumer Healthcare für eine Pflegeserie zur Gesunderhaltung von Zahnfleisch, Zähnen, Mund und Rachen.
Das Kunstwort Odol ist ein Kofferwort aus dem griechischen odous = Zahn und dem lateinischen Wort oleum = Öl.
Inhaltsverzeichnis |
Im Jahr 1892 brachte der Dresdner Unternehmer Karl August Lingner das Mundwasser Odol auf den Markt, ein Mittel, das durch die Beimischung ätherischer Öle erstmals die kosmetische mit der medizinischen Wirkung durch Zusatz eines Antiseptikums verband. Erfinder des Mundwassers war Prof. Richard Seifert (1861–1919). Am 5. März 1895 wurde die Marke Odol als "Zahn- und Mund-Reinigungs-Mittel" in das deutsche Markenregister eingetragen. Ende der 1930er-Jahre wurde Odol in mehr als zwanzig Ländern hergestellt.
Mit für die damalige Zeit ungewöhnlich hohen Werbeaufwendungen konnte die Firma renommierte Künstler für ihre Werbung gewinnen, darunter den deutschen Jugendstilmaler Franz von Stuck und den italienischen Komponisten Giacomo Puccini, der dem Mundwasser L'ode all' Odol, eine „Odol-Ode“, widmete.[1][2]
Im Jahr 1945 wurden die Dresdner Lingner-Werke völlig zerstört. 1949 sicherte sich dann ein Düsseldorfer Betrieb die alleinigen Markenrechte, jedoch wurde auch in der DDR ein Mundwasser unter dem Namen Odol produziert, das ebenfalls traditionell in kleinen Flaschen mit schiefem Hals daher kam. Dieses jedoch ging im Jahre 1952 zusammen mit den Leowerken in dem VEB Elbe-Chemie auf.[3] Heute wird das Odol-Mundwasser ausschließlich in Herrenberg hergestellt.
Unter dem Dach von GlaxoSmithKline hat sich Odol zur größten Mundhygienemarke in Deutschland entwickelt. Heute beansprucht Odol einen Anteil von rund 70 Prozent am Mundwassermarkt und hat dazu den Weg zur Dachmarke beschritten. So werden unter anderem verschiedene Zahncremes (seit 1889) und Zahnpflege-Kaugummis unter der Bezeichnung Odol-med3 angeboten. Außerdem gibt es Pastillen, Mundsprays und diverse Mundspülungen unter der Markenbezeichnung Odol.
Odol enthält 1,2-Propandiol, Ethanol, Wasser, Aromastoffe, ätherische Öle, Sorbitanester und Natrium-Saccharin, Odol plus zusätzlich Bisabolol, Salbeiöl, Cetylpyridiniumchlorid und Zinkchlorid[4].
Ein älteres Mittel als Odol ist Odontine, ein aus Äther mit Nelken- und Pfefferminzöl bereitetes betäubendes Mittel gegen Zahnschmerzen.
Das Parseval-Luftschiff Naatz PN 30 trug den Namen „Odol“.