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| æČçžç PrĂ€fektur Okinawa | |
|---|---|
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| Basisdaten | |
| Verwaltungssitz: | Naha |
| Region: | Kyƫshƫ |
| Insel: | Kyƫshƫ |
| FlĂ€che: | 2.275,55 kmÂČ |
| Wasseranteil: | 0,5 % |
| Einwohner: | 1.399.300 (1. Juli 2011) |
| Bevölkerungsdichte: | 615 Einw. pro kmÂČ |
| Landkreise: | 5 |
| Gemeinden: | 41 |
| ISO 3166-2: | JP-47 |
| Gouverneur: | Hirokazu Nakaima |
| Website: | www.pref.okinawa.jp |
| Symbole | |
| PrÀfekturflagge: | |
| PrÀfekturbaum: | Pinus luchuensis |
| PrÀfekturblume: | Indischer Korallenbaum |
| PrÀfekturvogel: | Okinawa-Specht |
| PrĂ€fekturfisch: | Zweistreifen-FĂŒsilier |
| PrĂ€fekturlied: | Okinawa-kenmin no uta (âLied der BĂŒrger von Okinawaâ) |
| Gedenktag der RĂŒckgabe an Japan: | 15. Mai |
Okinawa (jap. æČçžç, Okinawa-ken, Okinawaisch: UchinÄ[1]) ist Japans sĂŒdlichste PrĂ€fektur. Sie umfasst die zu den RyĆ«kyĆ«-Inseln gehörenden Inselgruppen Okinawa, Miyako und Yaeyama. Die PrĂ€fektur Okinawa ist daher von der gleichnamigen Inselgruppe und deren Hauptinsel Okinawa HontĆ zu unterscheiden. Letztere stellte ehemals den Mittelpunkt des Königreichs RyĆ«kyĆ« dar, und liegt etwas ĂŒber 500 Kilometer sĂŒdwestlich der japanischen Hauptinsel KyĆ«shĆ«. Die Insel Yonaguni am sĂŒdwestlichen Ende der PrĂ€fektur Okinawa ist nur knapp 125 Kilometer von Taiwan entfernt.
Inhaltsverzeichnis |
Die zur PrÀfektur Okinawa gehörenden Inseln liegen zwischen 24° und 28° N und zwischen 123° und 131° 20' E.
Im Einzelnen umfasst die PrÀfektur Okinawa:
FĂŒr eine genaue Auflistung der Inseln siehe Liste der Inseln der PrĂ€fektur Okinawa.
Hauptartikel: Geschichte der Ryƫkyƫ-Inseln
Auf Okinawa und den umliegenden Inselgruppen konnten sich eigene Sprachen und Kulturen entwickeln, da Okinawa zum Königreich RyĆ«kyĆ« (çç, RyĆ«kyĆ«) gehörte, das bis 1879 Bestand hatte.
Die auf Okinawa gesprochenen RyĆ«kyĆ«-Sprachen, auch bekannt als Uchinaguchi, werden jedoch nur noch von Ă€lteren Einwohnern verwendet. Die meisten jungen Einwohner ziehen die japanische Sprache vor, wenn auch ein okinawischer Dialekt verbleibt. Das Ă€uĂert sich vor allem bei nur lokal gebrĂ€uchlichem Vokabular. Trotzdem versucht man durch populĂ€re Musik (beispielsweise die okinawische Band Begin) sowie durch Radio und Fernsehsendungen in der RyĆ«kyĆ«-Sprache, die jungen Menschen dazu zu bringen, sie doch zu lernen und aktiv zu nutzen.
Die Schlacht um Okinawa im Jahre 1945 war eine der letzten groĂen Schlachten im Zweiten Weltkrieg, die schĂ€tzungsweise 120.000 Menschenleben kostete. Als Folge des Zweiten Weltkrieges wurde die Insel durch die USA besetzt.
WĂ€hrend der Besatzungszeit versuchte man einen von Japan unabhĂ€ngigen âStaat Okinawaâ oder die âRepublic of the Ryukyusâ zu bilden. Sogar einen Anschluss als US-Bundesstaat, wie Hawaii, wurde noch vor dem Koreakrieg in ErwĂ€gung gezogen. Jedoch ging die Kontrolle ĂŒber die Insel am 15. Mai 1972 an Japan zurĂŒck. Mehr als ein FĂŒnftel der Insel ist allerdings weiterhin eine US-MilitĂ€rbasis.
Der G8-Wirtschaftsgipfel 2000 fand von 21. bis 23. Juli unter japanischem Vorsitz auf der Insel Okinawa statt. FĂŒr die Neuausgabe von 2000-Yen-Scheinen zu dieser Zeit wurden Motive Okinawas verwendet.
Gouverneur von Okinawa ist in zweiter Amtszeit Hirokazu Nakaima. Er wurde als mitte-rechts-Kandidat erstmals 2006 gewĂ€hlt und 2010 im Amt bestĂ€tigt. Das Parlament von Okinawa ist neben Tokio und Ibaraki eines von drei PrĂ€fekturparlamenten, das nicht bei einheitlichen Regionalwahlen gewĂ€hlt wird. Aus den letzten Wahlen im Juni 2008 ging die Liberaldemokratische Partei (LDP) mit 22 der insgesamt 48 Sitze als stĂ€rkste Kraft hervor, die sich aber mit der LDP-Abspaltung SĆzĆ auf verschiedene Fraktionen verteilen. Die LDP-Fraktion hat (Stand: Mai 2011) 16 Mitglieder, zweitstĂ€rkste Fraktion ist die Sozialdemokratische Partei (SDP) mit 8 Mandaten gefolgt von KĆmeitĆ, Kommunistischer Partei Japans (KPJ) und Okinawa Shakai TaishĆ«tĆ, der âSozialistischen Massenpartei Okinawaâ, mit jeweils fĂŒnf Abgeordneten.[2]
Die politische Landschaft Okinawas ist auch seit der RĂŒckkehr unter japanische SouverĂ€nitĂ€t 1972 stark durch die US-MilitĂ€rprĂ€senz und die Debatte ĂŒber den US-japanischen Sicherheitsvertrag geprĂ€gt. So arbeiteten die linken Parteien lange auch bei nationalen Wahlen in einer Einheitsfront zusammen: die KPJ, die SDP, die âSozialistische Massenpartei Okinawaâ, die unter der US-MilitĂ€rregierung entstand und als Regionalpartei weiterbesteht, und die Demokratische Partei nominierten zuletzt bei der Oberhauswahl 2007 und teilweise auch bei der Unterhauswahl 2009 gemeinsam Kandidaten, bevor die Demokraten die Zentralregierung ĂŒbernahmen und sich nach Bruch ihres Wahlversprechens einer Reduzierung der MilitĂ€rprĂ€senz heftiger Opposition durch die linken Parteien in Okinawa gegenĂŒbersahen. Bei der Oberhauswahl 2010 stellte die Demokratische Partei gar keinen Kandidaten in Okinawa auf. Damit ist Okinawa nun im Unterhaus durch zwei Demokraten, und je einen Abgeordneten von Sozialdemokratischer und Neuer Volkspartei vertreten, im Oberhaus sitzen fĂŒr die PrĂ€fektur Keiko Itokazu von der âSozialistischen Massenpartei Okinawaâ, die auf nationaler Ebene nominell als UnabhĂ€ngige auftritt und noch 2007 mit Demokratischer und Kommunistischer UnterstĂŒtzung gewĂ€hlt wurde, und fĂŒr die LDP Aiko Shimajiri, die erstmals 2007 bei einer Nachwahl als UnabhĂ€ngige mit LDP-KĆmeitĆ-UnterstĂŒtzung gegen einen gemeinsamen linken Kandidaten gewĂ€hlt wurde und bei den regulĂ€ren Wahlen 2010 bestĂ€tigt wurde.
Okinawa ist als GeburtsstĂ€tte der KampfkĂŒnste KaratedĆ/TĆde und KobudĆ bekannt.
Ebenfalls stammt Eisa, eine Art Trommler- und Tanzgruppe, aus Okinawa. Fast jede Insel hat eine eigene Eisa-Truppe und eigene Arrangements. Die Akteure sind SchĂŒler, Studenten und junge Erwachsene zwischen 15 und maximal 25 Jahren. Sowohl Jungen als auch MĂ€dchen betreiben dieses traditionelle und Ă€uĂerst beliebte Spektakel.
Die japanische Insel Okinawa gilt als die Region mit der weltweit höchsten Lebenserwartung. Sie wird auch als die âInsel der HundertjĂ€hrigenâ bezeichnet. Okinawa ist einer von drei Orten weltweit, auf dem pro Einwohnerzahl die meisten HundertjĂ€hrigen leben. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt mit 86 Jahren fĂŒr Frauen und 78 Jahren fĂŒr MĂ€nner höher als im ĂŒbrigen Japan, das in der weltweiten Statistik ohnehin eine fĂŒhrende Position innehat. Eine wissenschaftliche Studie der Ryukyu-UniversitĂ€t[3] bescheinigt den Alten zudem einen ĂŒberdurchschnittlich guten Gesundheitszustand. Das Risiko, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall, Krebs und Diabetes zu erkranken, ist bei den Menschen, die die traditionelle Lebensweise pflegen, deutlich geringer als in westlichen Industrienationen. In der Altersgruppe zwischen 20 und 60 hingegen weist die Statistik einen gegenteiligen Effekt aus: Hier sind die Menschen dicker und krĂ€nker als im ĂŒbrigen Japan, was die Forscher unter anderem auf den Einzug US-amerikanisch geprĂ€gter Ess- und Lebensgewohnheiten zurĂŒckfĂŒhren.
Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges gibt es auf Okinawa mehrere US-amerikanische MilitĂ€rstĂŒtzpunkte, unter anderem die Kadena Air Base und das Camp Foster. Okinawa wird daher auch âunversenkbarer FlugzeugtrĂ€gerâ der USA genannt. Fast alle der 14.460 Marineinfanteristen in Japan sind hier stationiert. Im Oktober 2005 gab die japanische Regierung an, dass die US-StreitkrĂ€fte mehrere tausend Soldaten von der Insel abziehen werden.
Okinawa als Basis komplett aufzugeben, wie es von vielen Einheimischen verlangt wird, kommt nach den PlĂ€nen der US-Strategen wohl nicht in Frage. Zu wichtig sei der Standort. Vor allem, um in unmittelbarer Reichweite von Taiwan zu sein, sollte der Taiwan Relations Act wirklich zur aktiven Anwendung kommen. Derzeit bemĂŒht sich die US-Navy um ein StĂŒck KĂŒste Okinawas, um dort einen U-Boot-StĂŒtzpunkt zu errichten. Bei diesem Gebiet handelt es sich aber um eine Naturschutzzone, vor allem weil sie ein Anlaufpunkt fĂŒr den vom Aussterben bedrohten MeeressĂ€uger Dugong und weitere bedrohte Arten ist.
Abflugtafeln in FlughĂ€fen der Volksrepublik China und Taiwans sowie Monitore in Flugzeugen entsprechender Fluggesellschaften zeigen auch heute çç (RyĆ«kyĆ«, Pinyin: LĂuqĂu), nicht æČçž (Okinawa), an.
Liste der Landkreise der PrĂ€fektur Okinawa, sowie deren StĂ€dte (çș, chĆ) und Dörfer (æ, son).
| Gemeinde | Einwohner 1. Oktober 2000 |
Einwohner 1. Oktober 2005 |
|---|---|---|
| Naha | 301.032 | 312.308 |
| Okinawa | 119.686 | 125.869 |
| Uruma | 109.992 | 113.574 |
| Urasoe | 102.734 | 106.047 |
| Ginowan | 86.744 | 89.775 |
| Nago | 56.606 | 59.440 |
| Itoman | 54.974 | 55.822 |
| Miyakojima | 54.249 | 53.480 |
| Tomigusuku | 50.198 | 52.507 |
| Ishigaki | 43.302 | 45.145 |
Aichi | Akita | Aomori | Chiba | Ehime | Fukui | Fukuoka | Fukushima | Gifu | Gunma | Hiroshima | HokkaidĆ | HyĆgo | Ibaraki | Ishikawa | Iwate | Kagawa | Kagoshima | Kanagawa | KĆchi | Kumamoto | KyĆto | Mie | Miyagi | Miyazaki | Nagano | Nagasaki | Nara | Niigata | Ćita | Okayama | Okinawa | Ćsaka | Saga | Saitama | Shiga | Shimane | Shizuoka | Tochigi | Tokio | Tokushima | Tottori | Toyama | Wakayama | Yamagata | Yamaguchi | Yamanashi
26.1830555556127.549722222Koordinaten: 26° N, 128° O