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Die Olympischen Jugendspiele sind Multisportveranstaltungen unter der Aufsicht des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), die alle vier Jahre stattfinden sollen. Sie sind in Sommer- und Winterspiele aufgeteilt und sollen die bereits bestehenden Olympischen Spiele ergänzen. Teilnahmeberechtigt sind jugendliche Sportler im Alter von 14 bis 18 Jahren.
Inhaltsverzeichnis |
Die Idee zu den Olympischen Jugendspielen hatte im Jahr 1998 der Österreicher Johann Rosenzopf.[1] Am 5. Juli 2007 beschlossen die IOC-Mitglieder an ihrer 119. Session in Guatemala-Stadt die Einführung einer Jugendversion der Olympischen Spiele. Sommerspiele fanden erstmals 2010 statt, Winterspiele sollen erstmals 2012 ausgetragen werden.[2] Zudem legte das IOC eine Beschränkung der Teilnehmerzahl fest: Bei den Sommerspielen sind maximal 3500 Athleten und 875 Betreuer zugelassen[3], bei den Winterspielen maximal 1000 Athleten und 500 Betreuer.[4]
Diverse andere Jugendsportveranstaltungen wie das European Youth Olympic Festival und das Australian Youth Olympic Festival haben sich als erfolgreich erwiesen und dienen als Vorbild für die Olympischen Jugendspiele. Letztere wiederum sind Nachfolger der nicht mehr ausgetragenen World Youth Games.
Das IOC betont, dass die Austragungsorte keine neuen Sportstätten bauen sollten, mit Ausnahme einiger temporärer Anlagen oder einem möglichen Olympischen Dorf, das später in eine Wohnsiedlung umgewandelt wird. Sämtliche Sportanlagen müssen sich in der gleichen Stadt befinden.[5]
Die Kosten für die ersten Olympischen Sommer-Jugendspiele werden auf 30 Millionen US-Dollar geschätzt, für die Olympischen Winter-Jugendspiele auf 15 bis 20 Millionen US-Dollar. Der größte Teil davon entfällt auf Infrastruktur und Unterkunft. Das IOC übernimmt Reisekosten, Kost und Logis für Athleten und Betreuer.
Im Sommer werden die 26 vorgesehenen Sportarten dieselben sein wie bei den traditionellen Olympischen Spielen, jedoch mit einer eingeschränkten Zahl von Disziplinen und Wettbewerben. Beispielsweise plant das IOC, Wasserball, Synchronschwimmen und Kanuslalom wegzulassen. Beim Radsport werden nur Mountainbike und BMX berücksichtigt, nicht jedoch Straßen- und Bahnrennen.[3] Die Winterspiele werden sieben Sportarten umfassen. Rodeln und Bobfahren werden angesichts der weltweit geringen Zahl von Sportlern und der notwendigen teuren Infrastruktur möglicherweise nicht zum Programm gehören.
Außerdem werden bei Olympischen Jugendspielen keine Nationalflaggen und Nationalhymnen verwendet. Bei den Siegerehrungen werden die Olympische Flagge gehisst und die Olympische Hymne gespielt. Dadurch soll die Konkurrenz zwischen den Ländern in den Hintergrund rücken.[6]
| Jahr | Olympiade | Austragung | Ort |
|---|---|---|---|
| 2010 | XXIX | 1. Olympische Jugend-Sommerspiele | |
| 2014 | XXX | 2. Olympische Jugend-Sommerspiele | |
| 2018 | XXXI | 3. Olympische Jugend-Sommerspiele | noch zu bestimmen |
| Jahr | Olympiade | Austragung | Ort |
|---|---|---|---|
| 2012 | XXIX | 1. Olympische Jugend-Winterspiele | |
| 2016 | XXX | 2. Olympische Jugend-Winterspiele | |
Athen 1896 | Paris 1900 | St. Louis 1904 | Athen 1906 (inoffiziell) | London 1908 | Stockholm 1912 | Berlin 1916 | Antwerpen 1920 | Paris 1924 | Amsterdam 1928 | Los Angeles 1932 | Berlin 1936 | Tokio 1940 | London 1944 | London 1948 | Helsinki 1952 | Melbourne 1956 | Rom 1960 | Tokio 1964 | Mexiko-Stadt 1968 | München 1972 | Montréal 1976 | Moskau 1980 | Los Angeles 1984 | Seoul 1988 | Barcelona 1992 | Atlanta 1996 | Sydney 2000 | Athen 2004 | Peking 2008 | London 2012 | Rio de Janeiro 2016 | 2020
Chamonix 1924 | St. Moritz 1928 | Lake Placid 1932 | Garmisch-Partenkirchen 1936 | Sapporo 1940 | Cortina d’Ampezzo 1944 | St. Moritz 1948 | Oslo 1952 | Cortina d’Ampezzo 1956 | Squaw Valley 1960 | Innsbruck 1964 | Grenoble 1968 | Sapporo 1972 | Innsbruck 1976 | Lake Placid 1980 | Sarajevo 1984 | Calgary 1988 | Albertville 1992 | Lillehammer 1994 | Nagano 1998 | Salt Lake City 2002 | Turin 2006 | Vancouver 2010 | Sotschi 2014 | Pyeongchang 2018 | 2022
Singapur 2010 (Sommer) | Innsbruck 2012 (Winter) | Nanjing 2014 (Sommer) | Lillehammer 2016 (Winter)