|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
Eine One Person Library (OPL) ist eine Bibliothek oder eine Spezialbibliothek, die nur von einer Person betreut wird und die keine unmittelbaren Fachvorgesetzten in der Trägerorganisation hat, also fachlich auf sich allein gestellt ist. Dies kann eine Fachkraft (One Professional Library) oder eine angelernte Kraft oder ein Laie sein. Sie deckt die (nicht immer) klar abgegrenzten Informationsbedürfnisse von Organisation/Unternehmen und deren Kunden oder der Gemeinde ab. Man findet sie sowohl im wissenschaftlichen als auch im öffentlichen Bibliothekswesen. One Person Libraries bilden die Mehrzahl der Bibliotheken auf der Welt.
Der Bibliothekar oder die Bibliothekarin einer One Person Library muss so gut wie alle in größeren Bibliotheken üblicherweise arbeitsteilig erledigten Geschäftsvorgänge selber verrichten (Erwerbung, Katalogisierung, Verwaltung, Benutzerberatung, Auskunft, Marketing). Dies ist mit den üblichen Regeln des Bibliotheksmanagements kaum zu erfassen, daher kann man den OPL-Ansatz als einen gesonderten Bereich des Bibliotheksmanagements begreifen.
Dazu gehören:
Da diese Organisationsform zusätzlich mit beschränkten Ressourcen, schlechter Bezahlung und/oder auch Einstufung belastet ist, besteht häufig der Wunsch sich mit anderen Personen in diesem Arbeitsbereich auszutauschen und die fachliche Isolation zu überwinden. Dieser Bedarf wurde zuerst in den USA erkannt, wo aus der Special Libraries Association (SLA) die OPL-Bewegung durch Guy St. Claire und Andrew Berner, zwei New Yorker OPLs, in Gang gesetzt wurde. Diese gründeten in der Folge ein Unternehmen, das das OPL Newsletter herausgab, Fortbildungsveranstaltungen und Coaching anboten. In den neunziger Jahren griff diese Bewegung auch auf Deutschland über.
Beispiele für OPL sind: