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| Imperia | ||
|---|---|---|
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| Staat: | Italien | |
| Region: | Ligurien | |
| Provinz: | Imperia (IM) | |
| Koordinaten: | 43° 53′ N, 8° 2′ O43.88333333338.0333333333310Koordinaten: 43° 53′ 0″ N, 8° 2′ 0″ O | |
| Höhe: | 10 m s.l.m. | |
| Fläche: | 45,3 km² | |
| Einwohner: | 42.667 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 943 Einw./km² | |
| Postleitzahl: | 18100 | |
| Vorwahl: | 0183 | |
| ISTAT-Nummer: | 008031 | |
| Demonym: | Imperiesi | |
| Schutzpatron: | San Leonardo | |
| Website: | Imperia | |
Imperia (im Ligurischen auch: Impè-ia) ist eine italienische Hafenstadt mit 42.667 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2010) in Ligurien an der Riviera di Ponente und Hauptstadt der Provinz Imperia. Sie liegt an der Römerstraße Via Aurelia, die die italienische Hauptstadt Rom mit dem französischen Arles verbindet.
Das östlich gelegene Oneglia ([ɔːˈnɛʎa]); alter Dialektname Ineja) ist mit seinem Wirtschaftshafen und seiner Lebensmittelindustrie (hauptsächlich Oliven und Pasta)der modernere Stadtteil. Das alte Porto Maurizio mit seinem Yachthafen im Westen Oneglias ist ähnlich verwinkelt wie das 25 Kilometer westlich gelegene San Remo und weist einige monumentale historische Gebäude auf. Bestimmten in der Vergangenheit fast ausschließlich der Fischfang und der Tourismus das Stadtbild, so ist heute eine Verschiebung hin zum Dienstleistungssektor zu erkennen. Geteilt werden diese beiden Stadtteile durch den Fluss Impero, Namensgeber der heutigen Stadt. Zu dem administrativen Zusammenschluss der beiden Gemeinden, sowie der umliegenden Dörfer, kam es 1923.
In Imperia wird grundsätzlich der ligurische Dialekt gesprochen. Es bestehen jedoch einige Unterschiede in Terminologie und Aussprache zwischen den Stadtteilen Porto Maurizio, in dem der Dialekt eher dem Intemelio ähnelt, und Oneglia, wo die piemontesische Herrschaft Spuren in Akzent und Wortschatz hinterlassen hat. Mit dem Eintreten der verstärkten Binnenmigration aus dem Süden Italiens zu Beginn der sechziger Jahre wurde der Dialekt mit vielen italienischen Begriffen durchsetzt und ist heute weitestgehend auf die ältere Bevölkerungsgruppe beschränkt.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt besteht aus den beiden ehemals unabhängigen Stadtteilen Oneglia und Porto Maurizio sowie den umliegenden Dörfern Artallo, Borgo Sant'Agata, Borgo d'Oneglia, Cantalupo, Caramagna Ligure, Castelvecchio di Santa Maria Maggiore, Clavi, Costa d'Oneglia, Massabovi, Moltedo Superiore, Montegrazie, Oliveto, Piani, Poggi und Torrazza.
Oneglia, im Levante, ist der großflächigste und höchstgelegene Stadtteil und erstreckt sich in die kurze Schwemmlandebene am linken Mündungsufer des Torrente Impero. Zentrum ist die Piazza Dante, von der einige der modernen Hauptstraßen ausgehen. Der im Gegensatz zu Porto Maurizio stärker industrialisierte Stadtteil, charakterisiert sich durch eine von piemontesischen Einflüssen geprägte Architektur. Dies wird in der Via Roma und der Piazza San Carlo di Torino besonders deutlich.
Porto Maurizio, im Ponente des Impero, befindet sich auf einer Landzunge zur Linken der Mündung des Sturzbaches Caramagna und erstreckt sich entlang der Küste des Ligurischen Meeres. Es hat eine hauptsächlich residenziale und touristische Prägung und weist eine Vielzahl pittoresker Gässchen (Vicoli und Creuze) und prächtiger Palazzi auf.
Die, im Zentrum der Blumenriviera befindliche, umliegende Landschaft ist von kurzen, orthogonal zur Küste verlaufenden Tälern charakterisiert. In diesen haben sich eine Vielzahl von Siedlungen entwickelt, deren ursprüngliche Struktur sich bis in die heutige Zeit fast gänzlich unverändert erhalten hat.
Die Olivenbaumkulturen, die im 12. Jahrhundert eingeführt wurden, haben die Geschichte des imperischen Territoriums stark geprägt, so wie es in den folgenden Jahrhunderten die Blumenzucht und der Tourismus tun sollten. Die auf Terrassen kultivierten Olivenbäume und die charakteristischen Trockenmauern sind heute noch das dominierende Element in der Landschaft.
Die Entfernung zum nordöstlich gelegenen Genua beträgt etwa 120 Kilometer, Ventimiglia nahe der Grenze zu Frankreich liegt etwa 50 Kilometer westlich.
Nach der italienischen Klassifizierung bezüglich seismischer Aktivität wurde Imperia der Zone 2 zugeordnet. Das bedeutet, dass in der Region Erdbeben mit mittlerer bis hoher Häufigkeit auftreten[2].
Imperia ist trotz seiner geringen Größe stets ein Schauplatz lebendigen politischen und kulturellen Austausches gewesen. Das Wahlverhalten der Imperiesi kann weitestgehend als zentristisch beschrieben werden, und oft sind politische Phänomene von Imperia ausgehend auf die nationale Ebene übertragen worden. Während des Biennio rosso fanden in Oneglia zahlreiche Streiks und Demonstrationen statt. Zudem stammen viele Partisanen, darunter der Autor des Partisanenliedes Fischia il vento Felice Cascione, aus diesem Stadtteil. Später, in den Sechziger Jahren, war die Studentenbewegung in den Schulen der Stadt aktiv.
Seit ungefähr einem Jahrzehnt hat sich das Wahlverhalten der Einwohner in das rechte politische Spektrum verschoben und Imperia gilt seither als politisch rechte Hochburg.
Seit den Sechziger Jahren existiert das Cineforum di Imperia, ein Filmforum mit mittlerweile 800 Mitgliedern und Organisator des VideoFestival Imperia .
Im Jahr 1963 gründete Emilio Lepre den Coro Mongioje di Imperia. In Folge ging die Leitung des Chores an Guido Gorlero und seit 1977 an Elio Guglieri über.
Seit 2005 besteht in Imperia auch ein Kontrollkomitat für die Sichtung paranormaler Phänomene. Es beruft sich auf das von Piero Angela im Jahre 1989 gegründete Comitato Italiano per il Controllo delle Affermazioni sul Paranormale (CICAP).
Obwohl sehr reizvoll, ist Imperia keine Touristenstadt, sondern eine authentische kleine Küstenstadt mit einigen industriellen Strukturen, die aber immer mehr zu Gunsten des Freizeit- und Erholungsbereichs an Bedeutung verlieren. Zwischen Porto Maurizio und Oneglia entsteht zum Beispiel einer der größten Jachthäfen der Küste.
Imperia ist einer der Hauptumschlagplätze für Olivenöl in Italien. Neben den Großabfüllern von Olivenöl gibt es aber auch wieder viele kleine Erzeuger im Umland von Imperia mit Spitzenprodukten auf diesem Gebiet.
Die antike Römerstraße Via Julia Augusta führte parallel zum Küstenverlauf von Genua in das damalige Gallien. Dahinzu kam im Mittelalter die Via Marenca, die das ligurische Hinterland erschloss und eine Verbindung über die Alpen in das Piemont herstellte. Der Großteil des Handels und des Verkehrs verlief jedoch über den Meeresweg.
Die aktuellen Verkehrsverbindungen sind hingegen:
Die Meereshandelrouten haben im letzten Jahrhundert einen starken Rückgang erfahren, mit Auswirkung auch auf den Handelshafen von Oneglia. Der neue Yachthafen, der sich noch in der Konstruktion befindet, soll diese Entwicklung zumindest teilweise abfangen. Zugleich wird zwischen der Bucht von Oneglia und der Flussmündung des Impero der Handelshafen ausgebaut.
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