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Ons Heemecht

Ort der ErstauffĂŒhrung
Datei:Luxembourg National Anthem.ogg

Ons Heemecht („Unsere Heimat“) ist die Nationalhymne von Luxemburg seit 1895.

Die Melodie stammt von Johann-Anton Zinnen (1864), der Text von Michel Lentz (1859). Die Originalsprache ist Luxemburgisch, das damals noch nicht standardisiert war, sondern streng genommen nur als moselfrĂ€nkischer Dialekt existierte. In Deutsch und Französisch, obwohl beide ebenfalls Amtssprache sind, existieren lediglich offizielle Übersetzungen, wie auch in mehreren weiteren Sprachen.

Die Hymne wurde erstmals am 5. Juni 1864 bei einer Veranstaltung des Allgemeinen Luxemburger Musikvereins auf der Place Marie-TherĂšse in EttelbrĂŒck aufgefĂŒhrt. Heute werden bei offiziellen AnlĂ€ssen nur die Strophen 1 und 4 gesungen.

Text

(1)

Wou d’Uelzecht durech d’Wisen zĂ©it,
Duerch d’Fielsen d’Sauer brĂ©cht,
Wou d’Rief laanscht d’Musel dofteg blĂ©it,
Den Himmel WĂ€in ons mecht:
Dat ass onst Land, fir dat mer géif
Heinidden alles won,
Ons Heemechtsland dat mir sou déif
An onsen Hierzer dron.
Ons Heemechtsland dat mir sou déif
An onsen Hierzer dron.

(2)
An séngem donkle Bëscherkranz,
Vum Fridde stëll bewaacht,
Sou ouni Pronk an deire Glanz
Gemittlech léif et laacht;
SÀi Vollek frou sech soë kann,
An ’t si keng eidel Dreem:
Wéi wunnt et sech sou heemlech dran,
WĂ©i ass ’t sou gutt doheem!

(3)
Gesank, Gesank vu Bierg an Dall
Der ÄÀrd, dĂ©i Ă€is gedron;
D’LĂ©ift huet en treie Widderhall
A jidder Broscht gedon;
Fir d’Heemecht ass keng Weis ze schĂ©in;
All Wuert, dat vun er klenkt,
GrĂ€ift Ă€is an d’ SĂ©il wĂ©i HimmelstĂ©in
An d’A wĂ©i Feier blenkt

(4)
O Du do uewen, deem séng Hand
Duerch d’Welt d’Natioune leet,
Behitt du d’LĂ«tzebuerger Land
Vum frieme Joch a Leed;
Du hues ons all als Kanner schon
De frÀie Geescht jo ginn,
Looss viru blĂ©nken d’FrĂ€iheetssonn,
Déi mir sou laang gesinn!
Looss viru blĂ©nken d’FrĂ€iheetssonn,
Déi mir sou laang gesinn!

(1)

Wo die Alzette durch die Wiesen zieht,
die Sauer durch die Felsen bricht,
wo die Rebe entlang der Mosel duftend blĂŒht,
der Himmel Wein uns macht:
das ist unser Land, fĂŒr das wir wĂŒrden
hier unten alles wagen,
unser Heimatland, das wir so tief
in unseren Herzen tragen.
Unser Heimatland, das wir so tief
in unseren Herzen tragen.

(2)
In seinem dunklen WĂ€lderkranz,
vom Frieden still bewacht,
So ohne Prunk und teuren Glanz,
GemĂŒtlich lieb es lacht.
Sein Volk sich glĂŒcklich sagen kann,
Und es sind keine leeren TrÀume:
Wie heimelig sich’s doch hier wohnt,
wie gut ist’s doch daheim.

(3)
Gesang, Gesang, von Berg und Tal
Die Erd’, die uns getragen,
Die Lieb’ hat einen treuen Widerhall
In jeder Brust getan.
FĂŒr die Heimat ist keine Weise zu schön,
Jedes Wort, das aus ihr klingt,
Ergreift die Seel’ wie Himmelstön’
Und unser Auge wie Feuer blinkt.

(4)
Oh du da oben, dessen Hand
Durch die Welt die Nationen leitet,
BehĂŒte du das Luxemburger Land
vor fremdem Joch und Leid.
Du hast als Kindern schon uns allen
Den freien Geist ja gegeben,
Lass weiterscheinen die Freiheitssonn’,
Die wir so lang gesehn!
Lass weiterscheinen die Freiheitssonn’,
Die wir so lang gesehn!

Siehe auch

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