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Die Orthoepie [ɔʁtoʔeˈpiː] ist die zur Orthographie analoge Regelung der als Norm geltenden Aussprache.
Für die Orthoepie der deutschen Sprache galt seit dem Ende des 19. Jahrhunderts das Lehrbuch der Bühnenaussprache „Deutsche Aussprache“ des Norddeutschen Theodor Siebs als maßgebend. Dieses schrieb einen „hochdeutschen Lautstand mit hauptsächlich niederdeutschen Lautwerten“ vor. Allerdings hatte „der Siebs“ nie einen vergleichbar großen Einfluss in der Orthoepie wie „der Duden“ im Bereich der deutschen Orthographie.
Die heutige Orthoepie des Deutschen orientiert sich nicht mehr an der Bühnenaussprache, sondern hauptsächlich an der Aussprache von Nachrichtensprechern, wobei es in Deutschland (Teutonismus), Österreich (Austriazismus) und der deutschsprachigen Schweiz (Helvetismus) regionale Besonderheiten gibt.