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Oskar Heines

Oskar Heines (* 3. Februar 1903; ÔÇá 2. Juli 1934 bei Deutsch Lissa) war ein nationalsozialistischer deutscher Politiker. Er war fr├╝hes Mitglied der NSDAP und ranghohes Mitglied der Sturmabteilung (SA). Er wurde im Zuge des sogenannten R├Âhm-Putsches von der SS erschossen.

Leben und Wirken

Oskar Heines war ein j├╝ngerer Bruder von Edmund Heines, mit dem er sich nach dem Ersten Weltkrieg dem Freikorps Ro├čbach anschloss. In den 1920er Jahren trat Heines wie sein ├Ąlterer Bruder in die NSDAP ein. Als Proteg├ę seines ├Ąlteren Bruders, der in der SA bis zum F├╝hrer von Schlesien aufstieg, machte Oskar Heines ebenfalls rasch Karriere in der SA.

Bis 1934 erreichte er den Rang eines SA-Obersturmbannf├╝hrers (entspricht Oberstleutnant). Nachdem Heines am Morgen des 1. Juli 1934 vom angeblichen Putsch der SA-F├╝hrung unter Ernst R├Âhm (dem sp├Ąter so genannten R├Âhm-Putsch) gegen Hitler und die Reichsregierung und der Erschie├čung seines ├Ąlteren Bruders Edmund aus dem Radio erfahren hatte, stellte Heines sich freiwillig der Gestapo in Breslau.[1] Auf Anweisung des SS-Gruppenf├╝hrers von Woyrsch, F├╝hrer des SS-Oberabschnitts S├╝d-Ost, wurde Heines mit einem Lastwagen in einen Wald bei Deutsch Lissa gefahren und dort zusammen mit dem SA-Obersturmbannf├╝hrer Ludwig Engels in den Morgenstunden des 2. Juli erschossen.

Einzelnachweise

  1. ÔćĹ Otto Gritscheder: ÔÇ×Der F├╝hrer hat Sie zum Tode verurteiltÔÇŽÔÇť Hitlers ÔÇ×R├Âhm-PutschÔÇť-Morde vor Gericht. Verlag C.H.Beck, M├╝nchen 1993, ISBN 3-406-37651-7, S. 132. Darstellung der Todesumst├Ąnde bei Gritschneder nach dem Urteil des Landgerichtes Osnabr├╝ck gegen Udo von Woyrsch vom 2. August 1957. Siehe auch Lothar Gruchmann: Justiz im Dritten Reich 1933-1940, 2001, S. 459.
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